Auerbach (Landkreis Deggendorf)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Auerbach
Auerbach (Landkreis Deggendorf)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Auerbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 48′ N, 13° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Deggendorf
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 24,08 km2
Einwohner: 2118 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94530
Vorwahl: 09901
Kfz-Kennzeichen: DEG
Gemeindeschlüssel: 09 2 71 113
Gemeindegliederung: 45 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 8
94530 Auerbach
Website: www.gemeinde-auerbach.de
Erster Bürgermeister: Gerhard Weber (SPD)
Lage der Gemeinde Auerbach im Landkreis Deggendorf
Landkreis Dingolfing-LandauLandkreis Freyung-GrafenauLandkreis PassauLandkreis RegenLandkreis Rottal-InnLandkreis Straubing-BogenAholmingAuerbach (Landkreis Deggendorf)AußernzellBernried (Niederbayern)BuchhofenDeggendorfGraflingGrattersdorfHengersbergHunding (Niederbayern)IggensbachKünzingLallingMettenMoos (Niederbayern)NiederalteichOberpöringOffenbergOsterhofenOtzingPlattlingSchauflingSchöllnachStephansposchingWallerfingWinzer (Niederbayern)Karte
Über dieses Bild

Auerbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Deggendorf.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über Auerbach

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auerbach liegt im südwestlichen Bayerischen Wald in der Region Donau-Wald. Das Gemeindegebiet umfasst 24 Quadratkilometer auf 307 bis 535 m ü. NHN.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 45 Gemeindeteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Auerbach, Engolling und Urlading.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auerbach wurde 788 erstmals erwähnt und gilt als die erste Tochter des Benediktinerklosters Niederaltaich. Der Name Auerbach (alter Name: Urbach) stammt von dem gleichnamigen, unscheinbaren Bächlein, das westlich von Auerbach entspringt und durch Oberauerbach der Hengersberger Ohe zufließt.

Die Geschichte des Gemeindegebietes ist eindeutig von der Grundherrschaft des benachbarten Klosters Niederaltaich geprägt. Schon in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts rodeten Mönche aus Niederaltaich den „Urwald“, legten am Urpah, dem Bach, an dem die Auerochsen weiden, zwei Höfe an und erbauten eine Kapelle. Die erste Siedlung namens „Cella Urpah“ war somit begründet.

Die Siedlung entwickelte sich und wurde 1148 von Papst Eugen III. dem Kloster bestätigt, 1406 wurde die Gesamtpfarrei (einschließlich Lalling) dem Kloster übertragen.

Anfang des 18. Jahrhunderts ließ Abt Joscio Hamberger das Gotteshaus dem Hl. Pankratius und der Hl. Margarete erbauen und reich ausstatten.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Gemeindegebiet entstand durch einen freiwilligen Zusammenschluss der früheren Gemeinden Auerbach, Engolling und eines Teils von Urlading. Ab 1972 fand die Gebietsreform statt. Auerbach hatte zu diesem Zeitpunkt 672 Einwohner und eine Fläche von 1012 ha, Engolling 682 Einwohner und eine Fläche von 682 ha und aus Urlading kamen 180 Einwohner und 668 ha Fläche dazu.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs die Gemeinde von 1845 auf 2106 um 261 Einwohner bzw. um 14,2 %.

  • 1961: 1475 Einwohner
  • 1970: 1530 Einwohner
  • 1987: 1783 Einwohner
  • 1991: 1981 Einwohner
  • 1995: 2071 Einwohner
  • 2000: 2141 Einwohner
  • 2005: 2138 Einwohner
  • 2010: 2157 Einwohner
  • 2015: 2111 Einwohner
  • 2019: 2118 Einwohner
Einwohner nach Gemeindeteilen (2019)[4]
Gemeindeteil Einwohnerzahl
Engolling 440
Oberauerbach 406
Loh 373
Auerbach 300
Mapferding 70
Obersteinhausen 63
Kaltenbrunn 61

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2020 Gerhard Weber (SPD). Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 wurde er im ersten Wahlgang mit 67,41 Prozent gewählt, nachdem Gerhard Strasser nicht mehr antrat.[5]

Bürgermeister bis 2020 war Gerhard Strasser (FW/UWG). Er wurde im Mai 2002 Nachfolger von Franz Fürst (Unparteiliche Wählergemeinschaft).

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahlen von 2020[6] und 2014[7] ergaben folgende Sitzverteilung (in Klammern das Wahlergebnis in Prozent):

SPD/UWG FWG CSU Gesamt
2020 5 (35,4 %) 5 (34,5 %) 4 (30,1 %) 14
2014 3 3 6 12

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Auerbach
Blasonierung: „In Gold über grünem Dreiberg ein schwebender roter Drache, der in den Klauen ein rotes Schwert hält.“[8]

Das Wappen wird seit 1983 geführt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 gab es in der Gemeinde 375 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 941 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 566 Personen größer als die der Einpendler. 26 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 58 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kinderkrippe
  • Kindergarten
  • Grundschule: Im Schuljahr 2017/2018 vier Klassen mit drei hauptamtlichen Lehrkräften und 80 Schülern.[9] Eine offene Ganztagesbetreuung wird angeboten.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Auerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Auerbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 1. April 2021.
  3. a b Auerbach seit 788 – Gemeinde Auerbach. Abgerufen am 4. März 2019.
  4. Bürgerversammlung am 21.11.2019. Gemeinde Auerbach, S. 8, abgerufen am 4. Januar 2021.
  5. Wahlergebnis vom 15. März 2020. wahl.info, 16. März 2020, abgerufen am 16. März 2020.
  6. Gemeinderatswahl & Bürgermeisterwahl in Auerbach 2020 – Kandidaten & Ergebnisse. In: wahl.info. 15. März 2020, abgerufen am 2. Mai 2020.
  7. Gemeinderat – Gemeinde Auerbach. Abgerufen am 4. März 2019.
  8. Eintrag zum Wappen von Auerbach (Landkreis Deggendorf) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 26. August 2020.
  9. Grundschule Auerbach in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 4. März 2019.
  10. Herzlich willkommen bei der Grundschule Auerbach. Abgerufen am 4. März 2019.