Auerbach (Oberösterreich)

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Auerbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Auerbach
Auerbach (Oberösterreich) (Österreich)
Auerbach (Oberösterreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Braunau am Inn
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 10,8 km²
Koordinaten: 48° 4′ N, 13° 7′ OKoordinaten: 48° 3′ 54″ N, 13° 6′ 33″ O
Höhe: 488 m ü. A.
Einwohner: 661 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 61 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5224
Vorwahl: 07747
Gemeindekennziffer: 4 04 03
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Auerbach 2
5224 Auerbach
Website: www.auerbach.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Pommer (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2015)
(13 Mitglieder)
7
5
1
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Auerbach im Bezirk Braunau am Inn
AltheimAspachAuerbachBraunau am InnBurgkirchenEggelsbergFeldkirchen bei MattighofenFrankingGeretsbergGilgenberg am WeilhartHaigermoosHandenbergHelpfau-UttendorfHochburg-AchHöhnhartJegingKirchberg bei MattighofenLengauLochen am SeeMaria SchmollnMattighofenMauerkirchenMiningMoosbachMoosdorfMunderfingNeukirchen an der EnknachOstermiethingPaltingPerwang am GrabenseePfaffstättPischelsdorf am EngelbachPolling im InnkreisRoßbachSt. Georgen am FillmannsbachSt. Johann am WaldeSt. Pantaleon (Oberösterreich)St. Peter am HartSt. RadegundSt. Veit im InnkreisSchalchenSchwand im InnkreisTarsdorfTreubachÜberackernWeng im InnkreisOberösterreichLage der Gemeinde Auerbach (Oberösterreich) im Bezirk Braunau am Inn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Auerbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau am Inn im Innviertel mit 661 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020). Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auerbach liegt auf 488 m Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 4,3 km, von West nach Ost 5 km. Das Gemeindegebiet wird von Süden nach Norden vom Engelbach durchflossen und steigt nach Osten und Westen zu bewaldeten Hügeln an. Rund sechzig Prozent der Fläche von elf Quadratkilometer werden landwirtschaftlich genutzt, ein Drittel ist bewaldet.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 11 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2020[2]):

  • Au (24)
  • Auerbach (197)
  • Holz (101)
  • Höring (74)
  • Oberirnprechting (106)
  • Oberkling (24)
  • Riensberg (11)
  • Rietzing (5)
  • Unterirnprechting (103)
  • Unterkling (6)
  • Wimpassing (10)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Auerbach und Irnprechting.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pischelsdorf am Engelbach
Feldkirchen bei Mattighofen Nachbargemeinden Pfaffstätt
Kirchberg bei Mattighofen

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Siedler im Gemeindegebiet von Auerbach waren Illyrer. Von ihnen wurden fünf Gräber auf dem Siedelberg entdeckt, in denen ein Bronzedolch mit Scheide und ein Tongefäß gefunden wurden. In dem daran östlich anschließenden Gemeindegebiet von Pfaffstätten wurden Reste einer keltischen Burg gefunden.

Aus der Zeit 15 vor Christus ist bekannt, dass römische Legionen unter Kaiser Augustus in der Gegend von Auerbach waren. Es wird auch von einem Fund einer römischen Säule bei Höring berichtet, die allerdings heute nicht mehr auffindbar ist. Um 375 drang das asiatische Volk der Hunnen ein und zerstörte Häuser und Festungen der Römer.

Danach wurde das Land erst wieder um 500 von den Bajuwaren besiedelt.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 10. Mai 868. In einem Vertrag wird berichtet, dass der Passauer Bischof Ermenrich die Güter von Auerbach gegen jene in Antiesenhofen tauschte.[3][4]

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 498 Einwohner, 2001 dann 504 Einwohner. Trotz einer leicht negativen Wanderungsbilanz stieg die Bevölkerungszahl wegen einer positiven Geburtenbilanz auf 525 Personen im Jahr 2011 und weiter auf 661 im Jahr 2020.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Innenansicht der Kirche Auerbach.
Filialkirche hl. Stephan in Höring.
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Auerbach (Oberösterreich)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaftssektoren, Arbeitsplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auerbach ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde, obwohl die Anzahl der Vollerwerbsbauern abnimmt. Gab es 1999 noch 19 Haupterwerbsbetriebe, so waren es 2010 nur noch 15. Diese bewirtschafteten zwei Drittel der Flächen. Achtzehn der 25 Beschäftigten des Produktionssektors arbeiteten im Bereich Warenherstellung. Im Dienstleistungssektor waren dreißig Menschen beschäftigt (Stand 2011).[6][7]

Berufspendler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2011 lebten fast 300 Erwerbstätige in Auerbach. Davon arbeiteten 56 in der Gemeinde, achtzig Prozent pendelten aus.[8]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt:

Partei 2015[9] 2009[10] 2003[11] 1997[12]
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 50 7 60,29 8 72,33 10 69,66 10
SPÖ 9,66 1 10 1 15,67 2 13,10 1
FPÖ 40,34 5 29,71 4 12 1 17,24 2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2002 Friedrich Pommer von der ÖVP.[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Blau über einem silbernen Zwillings-Wellenbalken eine silberne, schwimmende Ente mit goldenem Bein und goldenem Schnabel, der eine silberne Hostie mit den Buchstaben IHS hält.Gemeindefarben: Grün-Gelb-Schwarz.[14]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Auerbach, Upper Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Auerbach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. Februar 2021.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2020 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2020), (CSV)
  3. Geschichte. Gemeinde Auerbach, abgerufen am 8. Februar 2021 (österreichisches Deutsch).
  4. Austria-Forum | https://austria-forum.org: Auerbach Heiliges Kammeri. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  5. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Auerbach, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 8. Februar 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Auerbach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. Februar 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Auerbach, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. Februar 2021.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Auerbach, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 8. Februar 2021.
  9. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 8. Februar 2021.
  10. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 8. Februar 2021.
  11. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 8. Februar 2021.
  12. Gemeinderatswahlergebnis 1997 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 8. Februar 2021.
  13. Land Oberösterreich, Geschichte, Bürgermeister. Abgerufen am 6. April 2019.
  14. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 6. April 2019.