Auf der Lüneburger Heide

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Das Lied Auf der Lüneburger Heide, nach einem Gedicht aus dem Band Der kleine Rosengarten[1][2] von Hermann Löns, wurde von Ludwig Rahlfs vertont.

Es wird auf Volksfesten – besonders in Norddeutschland – häufig gespielt und ist auch im Repertoire der Gesangsvereine häufig anzutreffen.

Bekanntheit über die Lüneburger Heide hinaus erlangte es durch die Filme Grün ist die Heide von 1951 mit Kurt Reimann, Hans Richter und Ludwig Schmitz als Sänger und Schauspieler[3], sowie den gleichnamigen Film von 1972, in dem Roy Black das Heidelied singt. Verschiedene Musiker haben Interpretationen des Liedes veröffentlicht, so u.a. der Tenor Rudolf Schock auf seiner CD Stimme für Millionen. Die slowenische Post-Industrial-Band Laibach nutzte das Lied 1988 auf ihrer Coverversion des The-Beatles-Albums Let It Be, wo unter dem Titel Maggie Mae an Stelle des von den Beatles genutzten englischen Traditionals ein verfremdetes Auf der Lüneburger Heide (erste und dritte Strophe) in Kombination mit Was gleicht wohl auf Erden zu hören ist.

Geschichte[Bearbeiten]

In seinem Sammelband Mein braunes Buch, in dem Kapitel Im roten Post[4], erwähnt Löns mehrmals ein „altes Schelmenlied“ oder das „freche Strolchlied“, das ihm „nicht aus dem Kopf will“: Auf der Lüneburger Heide ging ich auf und ging ich unter. Auch in seinem Buch Das zweite Gesicht erwähnt er den Text und nennt es hier: „Das frechste von allen Liedern“. Er hatte dieses während seiner Studentenzeit in Göttingen gehört und nahm es als Vorlage für sein Gedicht. 1906 erwähnt er in einem Brief an den deutschen Literatur- und Theaterwissenschaftler Arthur Kutscher auch den ursprünglichen Text dieses Liedes.

Auf der Lüneburger Heide
ging ich auf und ging ich unter,
Bruder, pump mir deine Kleine,
denn die meine ist nicht munter.

Liedtext[Bearbeiten]

1. Auf der Lüneburger Heide
In dem wunderschönen Land
Ging ich auf und ging ich unter
Allerlei am Weg ich fand

Refrain: Valleri, vallera, und jucheirassa, und jucheirassa,
bester Schatz, bester Schatz, denn du weißt es weißt es ja.

2. Brüder lasst die Gläser klingen
Denn der Muskatellerwein
Wird vom langen Stehen sauer
Ausgetrunken muss er sein
Refrain: Valleri …

3. Und die Bracken und die bellen
Und die Büchse und die knallt
Rote Hirsche woll'n wir jagen
In dem grünen, grünen Wald
Refrain: Valleri …

4. Ei du Hübsche, ei du Feine
Ei du Bild wie Milch und Blut
Unsere Herzen woll'n wir tauschen
Denn du glaubst nicht wie das tut
Refrain: Valleri …

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hermann Löns: Der kleine Rosengarten. Diederichs, Jena 1922, S. 1 (Digitalisat).
  2. Hermann Löns: Der Kleine Rosengarten. Nachdruck der Ausgabe 1920. Salzwasser-Verlag, Paderborn 2013, ISBN 978-3-8492-1022-9, S. 1 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Filmausschnitt (Lied, Text und Bild): Kurt Reimann, Ludwig Schmitz, Hans Richter - Auf der Lüneburger Heide 1951
  4. Löns bezeichnet den Gagelstrauch als „Post“.