Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland

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Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland
Schatz­meister Mirko Schüring
Gründung 10. Januar 2019
Haupt­sitz Aufbruch deutscher Patrioten - ADPM Hauptgeschäftsstelle
Gut Nöbeditz 1
06667 Stößen
Aus­richtung (Völkischer) Nationalismus,
Rechtsextremismus,
EU-Skepsis,
Nationalkonservatismus,
Rechtspopulismus
Bundestagssitze
0/709
Sitze in Landtagen
0/1873
Website aufbruch-deutscher-patrioten.de

Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland (kurz: ADPM) ist eine von André Poggenburg initiierte deutsche Kleinpartei mit nationalkonservativer, rechtspopulistischer sowie völkisch-nationalistischer Ausrichtung. Programmatisch ist sie stark an die AfD angelehnt und versteht sich daher nicht als ihr politischer Gegner, sondern als „regionale Vervollständigung im deutschen Parteienspektrum“.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. Januar 2019 erfolgte die Gründung der Partei durch André Poggenburg. Anlass dafür war ein Beschluss des AfD-Bundesvorstandes, Poggenburg für eine Dauer von zwei Jahren von allen Parteiämtern auszuschließen, was diesen zu seinem Austritt aus der AfD und zur Gründung der ADPM veranlasste. Vorausgegangen war eine Rede Poggenburgs zum politischen Aschermittwoch, in welcher er alle in Deutschland lebenden Türken pauschal als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ bezeichnete, die in Deutschland „nichts zu suchen und zu melden hätten“.

Poggenburg gab an, er fühle sich der AfD und vielen ihrer Mitglieder zwar weiterhin verbunden, aufgrund einer Hysterie innerhalb der Partei, hinter der die drohende Angst vor einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz stecke, habe sich jedoch gezeigt, dass die AfD inzwischen nicht mehr wirklich seine politische Heimat sei.[2]

Im Mai 2019 erhielt die ADPM bei der Wahl zum Kreistag Zwickau 0,6 % und zum Kreistag Meißen 0,4 % der Stimmen.[3] Am 1. September 2019 nimmt sie erstmals an einer Landtagswahl (in Sachsen) teil.

Am 12. August 2019 wurde bekannt, dass André Poggenburg als Vorsitzender die Partei verlassen werde, nachdem sein Antrag an den Parteitag am Vortag gescheitert war, der zur Unterstützung der AfD und zur Auflösung der ADPM führen sollte.[4]

Landesverbände und parlamentarische Präsenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ADPM besitzt einen Landesverband (Stand April 2019):

Liste
Landesverband Vorsitz Gründung
Coat of arms of Saxony.svg Sachsen 3. März 2019

Neben dem bisher bestehenden Landesverband Sachsen[5] ist zunächst die Gründung von drei weiteren Landesverbänden in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.

Mandate auf Landesebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gründer des ADPM, André Poggenburg, ist Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Er wurde als Direktkandidat im Wahlkreis Zeitz mit 31,6 % aller Erststimmen für die AfD gewählt und wechselte nach seinem Austritt aus der AfD 2019 in den von ihm gegründeten ADPM.[6] Nach seinem Austritt aus dem ADPM ist die Partei nicht mehr in einem Landesparlament vertreten.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ADPM versteht sich als Regionalpartei, die insbesondere die Interessen der Bürger der ostdeutschen Länder vertritt. Ihr Ziel sei es, die Unterschiede zwischen Ost und West zu beseitigen und dabei zugleich die „eigene Mentalität der Ostdeutschen“ zu berücksichtigen.

Programmatisch ist die Partei sehr stark an die AfD angelehnt.

Der Multikulturalismus wird als „linkes Gesellschaftsexperiment“ abgelehnt, die EU als ein „den Multi-Kulti-Wahn vorantreibender Apparat“ abgelehnt, der „die Nationalstaaten traktiere und Deutschland zu Europas Zahlmeister verdamme“. Ablösung dafür solle der Dexit schaffen - der Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union.[7]

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Das Logo der Partei Aufbruch deutscher Patrioten – Mitteldeutschland zeigt eine Kornblume, davor die schwarz-rot-goldene Flagge, auf blauem Grund.

Gerade dieses Zeichen, die Kornblume, sorgte in der Öffentlichkeit für Aufsehen, da diese Grund in den 1930er Jahren als Erkennungssymbol der damals verbotenen Nationalsozialisten in Österreich diente.[8] Dies wurde von vielen Menschen als bewusste Provokation wahrgenommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wer wir sind. In: Aufbruch deutscher Patrioten - Mitteldeutschland. Abgerufen am 30. April 2019.
  2. Andre Poggenburg gründet den Aufbruch deutscher Patrioten. Abgerufen am 30. April 2019.
  3. https://www.wahlen.sachsen.de/Ergebnisse_KT19.php
  4. Erneute Kehrtwende: Poggenburg tritt aus der ADPM aus. Abgerufen am 12. August 2019.
  5. Landesverband Sachsen. Abgerufen am 30. April 2019.
  6. Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016. Abgerufen am 30. April 2019.
  7. Startseite ADPM. Abgerufen am 30. April 2019.
  8. André Poggenburg gründet den Aufbruch deutscher Patrioten. Abgerufen am 30. April 2019.