Auffahrunfall

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LKW nach Auffahrunfall

Der Begriff Auffahrunfall benennt einen Unfall, bei dem zwei in gleicher Richtung fahrende Fahrzeuge – Straßenfahrzeuge oder Schienenfahrzeuge – miteinander kollidieren. Ein Fahrzeug fährt auf ein langsameres oder stehendes Fahrzeug auf.

Straßenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Straßenverkehrsunfall wird grundsätzlich vermutet, dass das Verschulden dafür beim auffahrenden Fahrzeugführer liegt (Anscheinsbeweis). Unfallursache ist oft ein zu geringer Sicherheitsabstand.

Kann der Hintermann nachweisen, dass der Vordermann beispielsweise plötzlich und gänzlich unerwartet gebremst hat und das Bremsen auch nicht verkehrsbedingt nötig war, ist diese Vermutung widerlegt. Dem Vordermann wird dann – auch versicherungsrechtlich – eine Teilschuld am Auffahrunfall angelastet.

Auch Massenkarambolagen aufgrund schlechter Witterung und unangepasstem Tempo zählen zu den Auffahrunfällen. Die hierdurch entstandenen Schäden werden von den deutschen Kraftfahrzeugversicherern oftmals im Verhältnis 1/3:2/3 zu Lasten des Hintermannes reguliert. Es gibt auch Fälle, bei denen nur der Heckschaden ersetzt wird, der Frontschaden hingegen nicht.

Nach einem Kettenauffahrunfall wird der Schaden ebenfalls quotal geregelt, wobei der Verursachungsbeitrag herausgefunden werden muss. Kann eine Alleinschuld des Letztauffahrenden mangels konkreter Indizien ausgeschlossen werden, kommt es bei einem Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen zu einer möglichen Schadensteilung von 50 % auf den zweiten und 50 % auf den dritten Fahrer.

Es gibt diverse Fahrerassistenzsysteme: Abstandswarngeräte (auch Auffahrwarngerät genannt) signalisieren dem Fahrer einen zu geringen Abstand zu einem Fahrzeug oder einem Verkehrshindernis. Abstandsregeltempomaten (Adaptive Cruise Control, ACC) können die gefahrene Geschwindigkeit selbsttätig reduzieren. ACCs sind oft Bestandteil eines Notbremsassistenten.

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Auffahrunfall ineinander verkeilte Holzkastenwagen im Jahre 1888

Ein Auffahrunfall im Schienenverkehr kann durch Unaufmerksamkeit des Triebfahrzeugführers, Bremsversagen, Signalisationsfehler oder Gleisfreimeldeanlagenfehler verursacht werden. Eisenbahnen besitzen in der Regel Zugbeeinflussungssysteme, die Auffahrunfälle verhindern.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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