Aufschrumpfen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Erwärmung eines Radreifens vor dem Aufschrumpfen

Aufschrumpfen ist ein technisches Verfahren zum kraftschlüssigen Verbinden zweier Teile, dem das Prinzip der Wärmeausdehnung zugrunde liegt.

Das Verfahren wird in vielen Bereichen des Maschinenbaus genutzt, beispielsweise um Welle und Radreifen von Eisenbahnrädern fest miteinander zu verbinden. Es wird die Eigenschaft ausgenutzt, dass sich Stoffe, besonders Legierungen, mit zunehmender Wärme ausdehnen. Bei diesem Verfahren werden die miteinander zu verbindenden Teile mit einer Übermaßpassung gefertigt. Beide Teile können bei Normaltemperatur nicht oder nur unter großer Krafteinwirkung miteinander verbunden werden. Wird jedoch das äußere Teil vorher erhitzt, was zur Ausdehnung führt, und anschließend schnell auf das zu umschließende Element gezogen, schrumpft es beim Erkalten wieder und presst sich so dem inneren Teil auf und bleibt mit diesem verbunden. Das gegenteilige Verfahren ist das sogenannte Kalt- oder Eindehnen. Beide Verfahren können miteinander kombiniert werden.