Auftragseingang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Unter Auftragseingang versteht man die Summe aller Beträge der Kundenaufträge innerhalb eines Unternehmens, deren Bearbeitungsstartdatum in der Zukunft liegt.

Der Auftragseingang ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung von Unternehmen. Während der Auftragsbestand aktuelle Kundenaufträge beschreibt, ist der Auftragseingang ein Maß für künftige Auftragsvolumen.

Auftragseingänge werden häufig als das erste Glied in einer Kette angesehen, an das sich weitere wertschöpfende betriebswirtschaftliche Prozesse anschließen. Die Kennzahl ermöglicht einen Einblick in zukünftige Entwicklungen bei Produktion, Vertrieb und Versand.

Auftragseingänge können auf unterschiedliche Weise gemessen werden, vor allem als Wert neuer Auftragseingänge innerhalb eines bestimmten Zeitraums, beispielsweise eines Monats, als Umfang der Aufträge (also Auftragsbestand oder Wert der Aufträge in den Auftragsbüchern) zu einem bestimmten Zeitpunkt, beispielsweise zum Monatsende, oder als Auftragsstornierungen während eines bestimmten Zeitraums.

Stornierungen oder das Ausbleiben von Neuaufträgen werden als negativer Auftragseingang bezeichnet.

Verlauf des Auftragseingang der deutschen Industrie seit 1952

Der Auftragseingang ist nicht nur eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl für die Beurteilung der Lage eines einzelnen Unternehmens, sondern er dient auch zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von ganzen Volkswirtschaften. Als volkswirtschaftliche Kennzahl wird dabei der Auftragseingang aller oder speziell ausgewählter Unternehmen herangezogen.