Augraben (Tollense)

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Augraben
Mühlenstau bei Leistenow

Mühlenstau bei Leistenow

Daten
Gewässerkennzahl DE: 96648
Lage Mecklenburg-Vorpommern
Flusssystem Peene
Abfluss über Tollense → Peene → Ostsee
Quelle Ritzerow, nahe der Grenze nach Ivenack
53° 39′ 45″ N, 12° 59′ 58″ O
Quellhöhe 70 m ü. NHN[1]
Mündung bei Zachariae in die TollenseKoordinaten: 53° 53′ 47″ N, 13° 3′ 58″ O
53° 53′ 47″ N, 13° 3′ 58″ O
Mündungshöhe 0,1 m ü. NHN[2]
Höhenunterschied 69,9 m
Länge 41,7 km[1]
Einzugsgebiet 199 km²[1]
Linke Nebenflüsse Zuckergraben[3]
Rechte Nebenflüsse Mühlenborn [4], Strehlower Bach
Durchflossene Seen Ivenacker See bei Stavenhagen
Gemeinden Ivenack, Lindenberg, Hohenbollentin, Beggerow

Der Augraben ist ein kleiner Fluss in Mecklenburg-Vorpommern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von seiner Quelle im Gememeindegebiet von Ritzerow erreicht er nach einem Oberlauf von nicht ganz neuneinhalb Kilometern er den Ivenacker See bei Stavenhagen, der eineinhalb Kilometer der Gewässerstrecke ausmacht. Von dort fließt in nördlicher Richtung durch die Augrabenniederung.

Kurz vor Lindenberg mündet von Osten der Mühlenborn genannte Abfluss des Tützer Sees. Wegen Vereinigung mit einem kleinen Bach aus Altenhagen trägt er in seinem Verlauf zwei verschiedene Gewässernummern.

Ab Beggerow hat er sich der Augraben in ein etwa 20 m tiefes Tal eingegraben. Hier bekommt er aus Osten seinen größten Zufluss, den Strehlitzer Bach. Bald danach steht an seinem Ufer die alte Leistenower Wassermühle. Bei Zachariae endet das Kerbtal.

Weniger als einen Kilometer südöstlich des Bahnhofs von Demmin mündet der Augraben in die Tollense, 2,7 Flusskilometer vor deren (heutiger) Mündung in die Peene.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 werden alte Wehre und Staustufen, die für Fische und Krebse ein nahezu unüberwindbaren Hindernis darstellen, durch langgezogene flache Fischtreppen ersetzt. Praktisch im gesamten Verlauf ist der Fluss unbefestigt, so dass sein natürlicher Charakter bewahrt blieb. Seit 2008 haben sich besonders im Oberlauf vereinzelt Biber angesiedelt, die sich weiter ausbreiten. Weil sie in einigen Bereichen ungestört sind, werden sie den Fluss dort aufstauen und verbreitern.

Im Unterlauf ist der Augraben Bestandteil des FFH-Gebietes Tollensetal mit Zuflüssen.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ursprungsgebiet bei Ivenack war der Augraben auf einigen Kilometern Länge der Grenzfluss zwischen Mecklenburg-Schwerin und der preußischen Provinz Pommern.

Augraben (Tollense) (Peene)
 
 
 
 
 
 
 
 
Location dot green.svg = Quelle, Location dot cyan.svg Ivenacker See, Location dot lime.svg Tützer See, Location dot blue.svg Mündung


Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c GAIA-MV, Themen: Wasser u. topografischer Hintergrund
  2. Pegel Demmin
  3. Zuckergraben: GKZ = 9662843, Länge = 13.500 m, 53.6936512,12.8620361, aus Gülzow
  4. Mühlenborn:GKZ 966484, Länge = 9.200 m, mit GKZ 96648429, vom Tützer See
  5. Standarddatenbogen FFH-Gebiet Tollensetal mit Zuflüssen (PDF; 59 kB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Augraben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien