Augsburger Hütte

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Augsburger Hütte
DAV-Hütte Kategorie I
Augsburger Hütte mit Parseierspitze

Augsburger Hütte mit Parseierspitze

Lage am Südhang des Gatschkopfs; Tirol, Österreich; Talort: Grins
Gebirgsgruppe Lechtaler Alpen
Geographische Lage: 47° 9′ 59″ N, 10° 29′ 37″ OKoordinaten: 47° 9′ 59″ N, 10° 29′ 37″ O
Höhenlage 2298 m ü. A.
Augsburger Hütte (Tirol)
Augsburger Hütte
Besitzer Sektion Augsburg des DAV
Erbaut 1885–1891, erweitert 1907, 1992
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Juni/Juli – Ende September
Beherbergung 16 Betten, 48 Lager, 10 Notlager
Winterraum 14 Lager
Weblink Augsburger-Huette.de
Hüttenverzeichnis ÖAV DAV
p1

Die Augsburger Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Augsburg des Deutschen Alpenvereins in den Lechtaler Alpen, Tirol, Österreich.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bis 1891 auf einer Höhe von 2298 m ü. A. erbaute Augsburger Hütte liegt auf einer Aussichtskanzel am Südhang des Gatschkopfs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. August 1885 wurde die Augsburger Hütte von der Sektion in Betrieb genommen. Es war die erste alpine Hütte in den Lechtaler Alpen. Drei Jahre später zerstörte ein Lawinenabgang allerdings die Hütte, sodass die Mitglieder eine neue Unterkunft herstellen mussten (Fertigstellung 1891).[1] Zwischen 1987 und 1992 erfolgte ein grundlegender Um- und Ausbau der Hütte.[2]

Zugänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • von Grins, 3 Stunden, Aufstieg am Südhang

Nachbarhütten und Übergänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Ansbacher Hütte über den Augsburger Höhenweg, 8 bis 10 Stunden. Dieser Weg ist ein langer und anspruchsvoller Höhenweg, der auch Geübten bei schlechten Bedingungen, insbesondere Vereisung der zu querenden Nordhänge, Probleme bereiten kann. Ungeübte sollten den Weg unbedingt nur in Begleitung erfahrener Bergwanderer oder -führer begehen.
  • Zur Memminger Hütte über den Spiehlerweg, 5 Stunden. Zunächst entweder direkt durch die Gasillschlucht oder – empfehlenswert – über den Gatschkopf auf die Patrolscharte. Über Steilschrofen, lange Passagen seilversichert, hinab zu den Resten des Patrolferners. Dann über die Parseierjoch genannte tiefste Stelle des Mittelrückens (Seilversicherungen), über die Wegscharte und an den Seewiseen vorbei zur Memminger Hütte. Bei Nässe, Neuschnee oder Vereisung kann der Abstieg von der Patrolscharte schwierig werden. Ungeübten ist – auch bei guten Verhältnissen – unbedingt die Begleitung von erfahrenen Bergwanderern oder eines Führers zu empfehlen.
  • Zum Württemberger Haus geht die Route über den Großkopf ín 8 Stunden.

Gipfel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Parseierspitze, 3040 m, höchster Berg der Lechtaler Alpen und einziger 3000er der Nördlichen Kalkalpen, 3,5 Stunden, Kletterschwierigkeitsgrad II
  • Dawinkopf, 2970 m, zweithöchster Berg der Lechtaler Alpen, höchster Gipfel direkt am Augsburger Höhenweg, 3,5 Stunden, Kletterschwierigkeitsgrad I
  • Gatschkopf, 2947 m, markierter Steig, 2 Stunden
  • Blankahorn, 2823 m, 3 Stunden, Kletterschwierigkeitsgrad I

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alpenvereinskarte Nr. 3/3 Lechtaler Alpen - Parseierspitze (1:25.000)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Augsburger Hütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Utzni: Der Schwerpunkt Bergsport – Die unbändige Leidenschaft für die Berge. In: Augsburger Allgemeine. 31. Mai 2019, S. 32.
  2. Flyer Augsburger Hütte, Stand 2009 https://augsburgerhuette.jimdo.com/app/download/7007531351/Flyer_AH_final.pdf?t=1530284483