August Benckiser

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August Benckiser (* 4. Mai 1820 in Pforzheim; † 14. August 1894 ebenda; vollständiger Name: August Theodor Benckiser) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August Benckiser war der Sohn des Kaufmanns Christian Eberhard Benckiser (1779–1855) aus Pforzheim und der Luise Friederike Sophie Boley (1795–1868) aus Neuenbürg. Benckiser heiratete am 23. November 1861 in Pforzheim Emilie Dennig (* 19. März 1839 in Pforzheim; † 11. Oktober 1917 in Stuttgart), die Tochter seines Freundes Karl August Dennig, Gold- und Silberwaren-Fabrikant in Pforzheim, und der Luise Amalie Finkenstein. Das Ehepaar hatte vier Söhne und zwei Töchter.

Benckiser wurde nach dem Tod des Vaters (1855) gemeinsam mit seinem Bruder Moritz Eigentümer der Eisengießerei Gebr. Benckiser in Pforzheim. Sein Bruder schied allerdings einige Jahre später aus. Schon zu Lebzeiten des Vaters gliederte August Benckiser dem Familienbetrieb zusätzlich eine Brückenbau-Firma an. 1851 wurde die erste freitragende Eisengitterbrücke konstruiert und gebaut. In den Jahren von 1869 bis 1871 war Carl Benz Mitarbeiter der Firma Eisenwerke und Maschinenfabrik Gebr. Benckiser.

Die von dieser Firma hergestellten Straßen- und Eisenbahnbrücken machten das Werk allmählich weltbekannt. Das Unternehmen baute zahlreiche Flussbrücken und mehrere Rheinbrücken, dazu Eisenbahnbrücken in Deutschland, der Schweiz und in Österreich, wie beispielsweise die Rheinbrücken Kehl und Waldshut. Um 1890 wurde der Brückenbau schließlich eingestellt.

Im Jahr 1853 gründete Benckiser die Gasanstalt Pforzheim.

Benckiser wurde zum Multimillionär. Als er 1873 zur Kur in Kissingen war, wurde er auf das Rittergut Maßbach aufmerksam gemacht, den früheren Sitz der Herren von Maßbach, das er sechs Jahre später (1879) für 300.000 Mark kaufte. Nach zwölf weiteren Jahren (1891) verschenkte er das 400 Hektar große Gut mit Schloss (heute: Fränkisches Theater Schloss Maßbach), Wald und Feldbesitz an seinen Sohn August Benckiser (1863–1925). Fast zeitgleich schenkte er seinem zweiten Sohn Moritz das Schlossgut Thundorf.

Im Jahr 1888 übernahm Benckiser von seinem Schwiegervater Dennig den Buchenauerhof in Weiler, den dieser 1860 erworben hatte, und ließ anstelle des abgebrannten Herrenhauses das heutige Schloss erbauen.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Ehefrau Emilie Benckiser wurden in Pforzheim die Emilienstraße und der Emiliensteg über die Enz westlich der Goethebrücke benannt, nach August Benckiser die Benckiserbrücke.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]