August Beringer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christian August Beringer (* 15. Februar 1818 in Waiblingen; † 28. Januar 1881 in Berlin) war ein deutscher Unternehmer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sohn von Johann Christian Beringer, (* 17. April 1778 in Hoheneck, Neckarkreis; † 20. Dezember 1850) und Elisabetha Christina Duncker, (* 19. Oktober 1777) in Gradstetten, Württemberg.

Christian August Beringer ging von Waiblingen als Apotheker und Chemiker zunächst als Betriebsleiter zu der 1833 von Ernst Eduard Heyl am Salzufer 8 in Charlottenburg bei Berlin gegründeten Firma Gebr. Heyl & Co., Fabriken Chemischer Farben. Im Jahre 1852 gründete er eine eigene Fabrik für Farben und Papierhilfsmittel in Berlin-Charlottenburg auf einem Gelände zwischen Marchstraße, Charlottenburger Ufer und Sophienstraße. Wichtigstes Produkt war das für Luxuspapiere wichtige Blanc Fixe (gefälltes Bariumsulfat).

Er war verheiratet mit Emilie Bürkle, (* 1829; † 1909) und wohnte um 1855 im Thiergartenfeld 1a und ab 1860 in der Sophienstraße 1a.

Nach seinem Tode führte sein erster Sohn, Emil Beringer, die Firma bis zu seinem Tode im Jahre 1920 weiter. 1926 kam es zu erheblichen Klagen der Anwohner wegen Rauchbelästigungen, die erfolgreich verliefen. Daraufhin fusionierte die Farbenfirma A. Beringer GmbH mit der „Mutterfirma“ Gebr. Heyl & Co zur Heyl-Beringer-Farbenfabriken AG zur Herstellung von chemischen Bunt- und Mineralfarben, Erdfarben sowie Ölfarben in Tuben für Kunst- und Dekorationsmalerei. Nach der Fusion wurde die Produktion am 10. August 1926 eingestellt.

Dieser Firmenverbund existierte bis 1932 und ging dann in die Kali Chemie AG ein.

Kinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sophie Beringer, * 1852, verheiratet mit Otto Pfaff.
  • Emil Beringer, Königlich-Preußischer Kommerzienrat und Stadtrat, * 23. September 1853, † 13. Januar 1920.
  • Otto Beringer, * 15. März 1855 in Charlottenburg, † 10. November 1891 in Görlitz (beigesetzt am 13. November 1891 im Erbbegräbnis in Charlottenburg), verheiratet mit Johanne Alexandrine Leverkus, * 18. Juni 1858 in Wermelskirchen, † 19. April 1925 in Stralsund.
  • Julie Beringer, * 6. April 1857, † 16. August 1922, verheiratet mit Adolf Slaby.
  • August Beringer, * 28. Februar 1860, Heirat 1884 mit Elisabeth March aus Großheppach.
  • Karl Beringer, † August 1902.

Erbbegräbnisstätte der Familie Beringer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbbegräbnisstätte der Familie Beringer

Die repräsentative Erbbegräbnisstätte der Familie Beringer sen. befindet sich an der Südwand des II. Friedhofes der Luisengemeinde an der Königin-Elisabeth-Straße 46–50 in Berlin-Charlottenburg. Außer dem Firmengründer wurden hier beigesetzt:

  • Friederike Bürkle, geb. Zeyer (20. September 1807–6. Januar 1876)
  • Ernst Beringer († 1880)
  • Erna Beringer (beigesetzt am 5. Februar 1885)
  • Emilie Beringer, geb. Bürkle (beigesetzt am 7. Dezember 1909)
  • Emil Beringer (23. September 1853–13. Januar 1920), Königlich-Preußischer Kommerzienrat und Stadtrat
  • Hermann Müller (1820–1888)
  • Tobias Beringer († 1924)
  • Otto Beringer (beigesetzt am 13. November 1891)
  • Karl Beringer (beigesetzt am 16. August 1902).

Das Erbbegräbnis befand sich bis 1949 in Familienbesitz. Letzte Nutzungsberechtigte waren Christian August und Xenia Beringer. Eine weitere Grabstätte der Familie Beringer und der mit ihr verwandten Familie Slaby hat sich ebenfalls auf demselben Friedhof erhalten. Hier ist etwa Joachim Beringer († 1945) beigesetzt worden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]