August I. (Braunschweig-Lüneburg)

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August der Ältere, Herzog von Braunschweig-Lüneburg
Wappen als Administrator von Ratzeburg am Altar der Laurentiuskirche in Schönberg (Mecklenburg) (1616)

August der Ältere, Herzog von Braunschweig-Lüneburg (* 1568; † 1636 in Celle) war von 1610 bis 1636 evangelischer Bischof von Ratzeburg sowie von 1633 bis 1636 Fürst von Lüneburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August wurde 1564 als fünftes von fünfzehn Kindern als Sohn von Wilhelm dem Jüngeren aus dem Geschlecht der Welfen und dessen Gemahlin Dorothea von Dänemark geboren. Als junger Mann stand er als Oberst in Diensten von Rudolf II. und kämpfte in den Kriegen gegen Frankreich und die Türkei.

August wurde 1610 evangelischer Bischof von Ratzeburg. Aufgrund des Familienvertrags mit seinen Brüdern, der eine weitere Erbteilung des Fürstentums Lüneburg verhindern sollte, durfte er keine standesgemäße Ehe eingehen, lebte jedoch mit Ilse Schmidichen (auch Ilsa Schmidigen) in einem eheähnlichen Verhältnis[1] und hatte mit ihr zwölf gemeinsame Kinder. Diese wurden 1625 unter dem Namen von Lüneburg in den erblichen Reichs-Adelsstand erhoben.

August folgte 1633 seinem verstorbenen Bruder Christian als Fürst von Lüneburg und erhielt 1635 das Fürstentum Calenberg-Göttingen. Er setzte die von seinem Bruder begonnene Neutralitätspolitik im Dreißigjährigen Krieg fort.

Herzog August wurde in der Fürstengruft in der Stadtkirche St. Marien in Celle beigesetzt.[2]

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ilse Schmiedigen hatte August folgende Kinder:

  • Ernst (* 3. November 1614 in Celle, † 26. März 1642)
  • Margaretha Sybylla (* 6. November 1616, † 21. März 1642 in Celle)
  • Georg (* 1. August 1618, † 21. März 1642 in Celle)
  • Friedrich (* 7. April 1621 , † 27. März 1668 in Wathlingen), ⚭ Anna von Feuerschütz (9 Kinder)
  • Klara Agnese (* in Celle, † 22. April 1667 in Isernhagen), ⚭ 14. September 1644 Erich Schmiedigen (Cousin) (1 Kind)
  • Katharina Elisabeth († nach 1642), ⚭ Georg von Lüzow
  • Dorotha Sophie, ⚭ Ernst von Nizen
  • Anna Marie, ⚭ David Hinrichs
  • Ilse Lucia, ⚭ Nicolaus Knaust

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christa Geckler: Die Celler Herzöge. Leben und Wirken 1371–1705. Georg Ströher, Celle 1986, ISBN 3-921744-05-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christa Geckler: Die Celler Herzöge – Leben und Wirken 1371–1705. S. 73
  2. N.N.: Die Fürstengruft und die Grabplatten der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg in der Stadtkirche St. Marien Celle, mit Fotos von Dietrich Klatt, Friedrich Kremzow und Ralf Pfeiffer illustriertes Faltblatt, im Format DIN A5 (4 Seiten, o.O., o.D.) von Heide Kremzow gestaltet, nach: Dietrich Klatt: Kleiner Kunstführer Schnell & Steiner Nr. 1986, 2008
VorgängerAmtNachfolger
ChristianHerzog zu Braunschweig-Lüneburg
Fürst von Lüneburg

1633–1636
Friedrich
Karl von MecklenburgBischof von Ratzeburg
1610–1636
Gustav Adolf von Mecklenburg