August Schenk

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August Joseph Schenk (* 17. April 1815 in Hallein; † 30. März 1891 in Leipzig) war ein deutscher Botaniker und Paläontologe (Paläobotaniker). Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Schenk“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schenk studierte in München, Erlangen, Wien und Berlin Naturwissenschaft und Medizin, habilitierte sich 1841 als Privatdozent für Botanik zuerst in München, dann in Würzburg; dort wurde er 1845 Professor der Botanik. 1868 folgte er einem Ruf an die Universität Leipzig, wo er auch den Botanischen Garten leitete. 1887 trat er in den Ruhestand. Er war Ehrenmitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg und wurde 1852 zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Diagnoses molluscorum terrestrium et fluviatilium circa Monachium indigenorum, Dissertatio Inauguralis, Typis Joanni Antonii Giesser, Monachii 1838 google books
  • Flora der Umgebung von Würzburg. Aufzählung der um Würzburg vorkommenden phanerogamen Gefässpflanzen. Ein Beitrag zur Flora von Bayern. G. J. Manz, Regensburg 1848 Archive
  • Über das Vorkommen kontraktiler Zellen im Pflanzenreich (Würzb. 1858)
  • Algologische Mitteilungen (in den „Verhandlungen der Physikalisch-Medizinischen Gesellschaft zu Würzburg“, Bd. 8 und 9)
  • Der Botanische Garten der Universität zu Würzburg, Verlag der Stahel´schen Buch- und Kunsthandlung, Würzburg 1860 google books
  • Beiträge zur Flora der Vorwelt (Kassel 1863)
  • Beiträge zur Flora des Keupers und der rätischen Formation (Bamb. 1864, mit 8 Tafeln)
  • mit Johann Lukas Schönlein: Abbildungen von fossilen Pflanzen aus dem Keuper Frankens, C.W. Kreidel´s Verlag, Wiesbaden 1865
  • Die fossile Flora der Grenzschichten des Keupers und Lias Frankens (Wiesb. 1865–67, mit 45 Tafeln)
  • Die fossile Flora der nordwestdeutschen Wealdenformation (Kassel 1871, mit 22 Tafeln)
  • Pflanzen aus der Steinkohlenformation und jurassische Pflanzen aus China (in Richthofens „China“, Bd. 4, 1882).
  • Für die „Flora brasiliensis“ des deutschen Botanikers und Naturforschers Carl Friedrich Philipp von Martius bearbeitete er die Alströmeriaceen, für den Grafen Széchényi die auf seiner Reise gesammelten fossilen Pflanzen (1883)
  • Mitherausgeber: „Handbuch der Botanik“ (Bresl. 1879–86, 3 Bde. Daraus besonders abgedruckt: Die fossilen Pflanzenreste, 1888)
  • Mit Christian Luerssen gab er die „Mitteilungen aus dem Gesamtgebiet der Botanik“ (Leipz., 1871–75) heraus.
  • Auch an der Herausgabe von Zittels „Handbuch der Paläontologie“ ist er seit Schimpers Tod beteiligt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • K.-P. Kelber, M. Okrusch (2006): Die geologische Erforschung und Kartierung des Würzburger Stadtgebietes von den Anfängen bis 1925.- Mainfränkische Hefte, 105: 71-115; Würzburg.
  • Ernst Wunschmann: Schenk, August. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 53, Duncker & Humblot, Leipzig 1907, S. 749–751.
  • Ehrenmitglieder der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg, Stand Mai 1860. In: Fünfter Bericht der naturforschenden Gesellschaft zu Bamberg, Reindl, Bamberg 1861 S. V-VI Archive

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederverzeichnis Leopoldina, August von Schenk