August von Gall

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

August Freiherr von Gall (* 18. September 1872 in Lemgo; † 4. Oktober 1946 in Scheuern) war ein deutscher Theologe und Orientalist. Er war außerordentlicher Professor für Theologie an der Universität Gießen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammte aus dem Adelsgeschlecht der Freiherren von Gall. Nach dem Besuch des Gymnasien in Mainz und Darmstadt studierte er an den Universitäten Halle, Berlin und Gießen. Er wurde Mitglied im Hallenser, Berliner und Gießener Wingolf.[1] 1910 habilitierte er sich an der Universität Gießen, wo er eine Honorarprofessur erhielt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August von Gall arbeitete zu Darstellungen des Reich Gottes im Alten Testament und in vorchristlichen Religionen. Bekannt wurde auch seine Publikation des Samaritanischen Pentateuchs. Als Grundlage dafür dienten ihm handschriftliche Quellen, die in Europa und Vorderasien verstreut waren. Später beschäftigte er sich mit der Kultur der Azteken und brachte unter anderem eine kommentierte Auswahl aztekischer Medizinbücher in deutscher Sprache heraus.

Nachdrucke:

  • von Gall, A. (Hrsg.): Der hebräische Pentateuch der Samaritaner. Berlin 1966 (photomechanischer Nachdruck der Ausgabe Gießen 1918), Nachdruck: Walter de Gruyter, 1993, ISBN 3-11-009258-1
  • von Gall, A.: Medizinische Bücher (tici-amatl) der alten Azteken aus der ersten Zeit der Conquista. Nachdruck: VWB-Verlag für Wissenschaft und Bildung, 1997, ISBN 978-3-927408-11-1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Dienst: Zwischen Wissenschaft und Kirchenpolitik: zur Bedeutung universitärer Theologie für die Identität einer Landeskirche in Geschichte und Gegenwart. Peter-Lang-Verlagsgruppe, 2009 ISBN 978-3631583654, S. 43

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]