Auguste de Forbin

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Auguste de Forbin

Louis Nicolas Philippe Auguste de Forbin, auch bekannt als Graf Auguste Forbin de la Roque d’Anthéron, (* 19. August 1777 in La Roque-d’Anthéron, Bouches-du-Rhône; † 22. Februar 1841 in Paris) war ein französischer Maler und Direktor des Louvre.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auguste de Forbin stammte aus einer der ältesten Adelsfamilien der Provence und wurde im Schloss von La Roque-d’Anthéron geboren. Er erhielt bei Jean-Jacques de Boissieu, einem Kupferstecher aus Lyon, eine künstlerische Ausbildung. In Aix wurde er Schüler von Abraham Constantin. 1795 zog er nach Paris, wo er zusammen mit seinem Freund und Künstler François-Marius Granet in das Atelier von Jacques-Louis David eintrat. 1799 heiratete er Mlle de Dortan, Tochter aus einer vermögenden Familie.

Nachdem er in einem Kavallerieregiment gedient hatte, reiste er nach Italien, wo er zum Kammerherrn am Hof von Pauline Bonaparte, der Schwester des Kaisers Napoleon Bonaparte, ernannt wurde. Wieder in die Armee eingegliedert, diente er unter General Jean Andoche Junot in Portugal. Später nahm er am österreichischen Feldzug von 1809 teil.

1815 wurde er zum Direktor der königlichen Museen ernannt, vergrößerte den Louvre und richtete im Musée du Luxembourg ein Museum für die Werke der noch lebenden Maler ein.

1817 begab er sich zunächst nach Toulon und reiste dann mit den Malern Pierre Prévost und [Léon Matthieu Cochereau] und dem Architekten Jean-Nicolas Huyot in den Nahen Osten. Am 24. April 1818 kehrte er nach Marseille zurück.

Auguste de Forbin wurde zum Mitglied der Akademie der Schönen Künste gewählt und 1819 von Ludwig XVIII. mit dem Ordre de Saint-Michel ausgezeichnet. Er war Mitglied der Ehrenlegion und gehörte dem Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem an.[1]

Er starb 1841 in Paris und wurde auf dem Friedhof Saint-Pierre in Aix-en-Provence beigesetzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Un Mois à Venise, 1825
  • Procession des Pénitents noirs, 1806.
  • Vision d’Ossian, 1806.
  • Mort de Pline, 1816.
  • Éruption du Vésuve 1817,.
  • Religion au tribunal de l’Inquisition, 1817.
  • Inès de Castro couronnée après sa mort, 1819.
  • Vue de Jérusalem près de la vallée de Josaphat, 1825 (Paris, Louvre).
  • Campo Santo à Pise, 1827.
  • Cloître de Santa Maria Novella à Florence, 1827.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Forbin, Louis Nicolas Philippe Auguste de (1777-1841), INHA, abgerufen am 13. Februar 2022