Aulenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Aulenhausen
Gemeinde Weilmünster
Koordinaten: 50° 25′ 59″ N, 8° 19′ 34″ O
Höhe: 283 (267–300) m ü. NHN
Fläche: 2,94 km²
Einwohner: 234 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35789
Vorwahl: 06472

Aulenhausen ist ein Ortsteil des Marktfleckens Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt, von Wald umgeben, im östlichen Hintertaunus, auf einer Hochfläche zwischen dem Weinbachtal und dem Weiltal und gehört zum Naturpark Taunus. Aulenhausen liegt 3,4 km westlich des Kernortes Weilmünster. Durch den Ort führt die Kreisstraße 442.

Die Gemarkung grenzt im Norden an die von Essershausen und Ernsthausen, im Osten an Weilmünster. Von Süden schließen sich Blessenbach und Elkerhausen (alle Ortsteile von Weinbach) sowie im Westen Weinbach an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals schriftlich erwähnt wird das Dorf in einer Urkunde vom 2. Juli 1333. Damals lautete der Ortsname Ulinhusen. Über Ulnhusen und Ohlenhausen sowie Ahlenhausen entwickelte sich der Name zum heutigen Aulenhausen. Im 16. Jahrhundert wurde in Aulenhausen Erzbergbau betrieben. Die erste Schule wurde um 1700 erbaut.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gebietsreform in Hessen wurde der bisherige Marktflecken Weilmünster im Oberlahnkreis am 31. Dezember 1970 mit den bisher selbständigen Gemeinden Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Laimbach, Langenbach, Laubuseschbach, Lützendorf, Möttau, Rohnstadt und Wolfenhausen zur neuen Großgemeinde Weilmünster zusammengeschlossen.[2]

Territorialgeschichte und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Aulenhausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[3][4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Belegte Einwohnerzahlen bis 1970 sind:[3]

Aulenhausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 1970
Jahr  Einwohner
1834
  
214
1840
  
240
1846
  
232
1852
  
222
1858
  
243
1864
  
264
1871
  
258
1875
  
266
1885
  
281
1895
  
275
1905
  
241
1910
  
270
1925
  
248
1939
  
212
1946
  
333
1950
  
333
1956
  
250
1961
  
248
1967
  
271
1970
  
247
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1885: 280 evangelische (= 99,64 %), ein katholischer (= 0,36 %) Einwohner
• 1961: 215 evangelische (= 86,69 %), 32 katholische (= 12,90 %) Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat von Aulenhausen besteht aus fünf stimmberechtigte Mitgliedern. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist der Ortsvorsteher Edgar Moos (SPD).[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einzige unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist die ehemalige Rathausschule. Diese wurde 1888 nach Entwurf des damaligen Bauinspektors Spinn als einfacher Satteldachbau an der Hangecke zur Friedhofstraße erbaut. Über dem hohen Bruchsteinsockel mit entsprechender Treppe wurden das Hauptgeschoss und der bewohnbare Kniestock aus örtlichem Feldbrand erstellt. Die Abfolge von Treppe, überdachtem Eingangsrisalit und diagonalen Firstreitertürmchen bildet die Hauptgliederung.[6]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Evangelischer Frauenkreis Aulenhausen und die Freiwillige Feuerwehr Aulenhausen e. V., gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr, gegr. 1. Januar 1992).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Ortschaft existiert die im Jahr 1934 gegründete Freiwillige Feuerwehr Aulenhausen (seit 1. Januar 1992 mit ihrer Jugendfeuerwehr), die für den abwehrenden Brandschutz sorgt. Es bestehen das Dorfgemeinschaftshaus in der Langenbergstraße, ein Sportplatz, ein Kinderspielplatz und Wanderwege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohner im Internetauftritt der Gemeinde Weilmünster, abgerufen im Januar 2017 (PDF)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.
  3. a b c d Aulenhausen, Landkreis Limburg-Weilburg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  5. Gemeinde Weilmünster: Ortsbeirat Aulenhausen, abgerufen im Januar 2017.
  6. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): ehemalige Rathausschule In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen