Aurachtal

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Wappen Deutschlandkarte
Aurachtal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aurachtal hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Aurachtal
Höhe: 344 m ü. NHN
Fläche: 18,4 km2
Einwohner: 3080 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91086
Vorwahl: 09132
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 114
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lange Straße 2
91086 Aurachtal
Website: www.aurachtal.de
Erster Bürgermeister: Klaus Schumann (ÜWB)
Lage der Gemeinde Aurachtal im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet)Neunhofer ForstMark (gemeindefreies Gebiet)Kraftshofer ForstKalchreuther ForstGeschaidtForst TennenloheErlenstegener ForstBuckenhofer ForstNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthErlangenLandkreis AnsbachLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis ForchheimBuckenhofAurachtalEckentalHeroldsbergKalchreuthLonnerstadtMöhrendorfMühlhausen (Mittelfranken)Oberreichenbach (Mittelfranken)SpardorfUttenreuthVestenbergsgreuthWeisendorfWachenrothRöttenbach (bei Erlangen)MarloffsteinHöchstadt an der AischHeßdorfHerzogenaurachHemhofenGroßenseebachGremsdorfBubenreuthBaiersdorfAdelsdorfDormitzer ForstKarte
Über dieses Bild
Die Kirche des ehemaligen Benediktiner­klosters aus südöstlicher Blickrichtung

Aurachtal ist eine Gemeinde im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Sie entstand bei der Gemeindegebietsreform durch Zusammenlegung mehrerer Orte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tal der Mittleren Aurach westlich von Herzogenaurach.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend Weisendorf, Herzogenaurach, Emskirchen und Oberreichenbach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Aurachtal hat neun Gemeindeteile:[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Aurachtal am 1. Januar 1972 aus den Gemeinden Falkendorf, Münchaurach und Unterreichenbach (teilweise) gebildet und hat den Namen Aurachtal angenommen.[5] Am 1. Mai 1978 kam Neundorf hinzu. Gleichzeitig wurde ein Gebiet (Dondörflein, Eckenmühle) mit damals etwa 50 Einwohnern an die Stadt Herzogenaurach abgetreten.[6]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Benediktinerkloster Münchaurach wurde 1128 von Bischof Otto von Bamberg (1102 bis 1139) geweiht und 1528 von den Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth aufgehoben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Münchaurach wie andere Orte der Region im November 1631 von einer plündernden Raubschar überfallen.[7] Das gesamte heutige Gemeindegebiet lag im Bereich des Amtes Münchaurach des 1792 preußisch gewordenen Fürstentums Bayreuth und ab 1500 auch im Fränkischen Reichskreis. Im Frieden von Tilsit 1807 fiel es mit dem Fürstentum an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2020[8]
Wahlbeteiligung: 66,3 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,41
(+13,71)
25,24
(−7,53)
12,36
(−6,18)
ÜWB
WGA


Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder (bis 2020 noch 14 Mitglieder) zuzüglich des ersten Bürgermeisters.

ÜWB (überparteilicher Wählerblock Aurachtal) CSU (Christlich-Soziale Union) WGA (Wählergemeinschaft Aurachtal) Gesamt
2020 10 4 2 16 Sitze
2014 7 4 3 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

Das Gebäude der Gemeindeverwaltung

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaus Schumann (Überparteilicher Wählerblock Aurachtal) wurde am 15. März 2020 mit 82,5 % der Stimmen wiedergewählt.[9]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen
Wappen von Aurachtal
Blasonierung: „Über von Silber und Schwarz geviertem Wellenschildfuß in Grün unter einem silbernen Falkenkopf zwei schräg gekreuzte goldene Schlüssel.“[10]

Das Wappen wurde 1983 von Karl Haas entworfen.[11] Seit 1984 führt die Gemeinde dieses Wappen.

Wappenbegründung: Die Gemeinde Aurachtal besteht seit 1978 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Münchaurach, Falkendorf, Neundorf und Unterreichenbach. Die beiden Schlüssel erinnern an das Benediktinerkloster Münchaurach. Auf die Territorialherrschaft der Markgrafen weist die Zollernvierung. Der Falkenkopf steht redend für den Ort Falkendorf. Der Wellenschildfuß stellt die Lage der Gemeinde im Aurachtal dar und steht zugleich redend für den Ortsnamen. Die grüne Tingierung des Schildes weist auf den landwirtschaftlichen Charakter des Gemeindegebietes.
Flagge

Die Gemeindeflagge ist gelb-grün.[12]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kircheninnenraum des ehemaligen Benediktiner­klosters „St. Peter und Paul“

Sehenswert ist die ehemalige Klosteranlage in Münchaurach, die zwischen 1123 und 1139 als romanische Basilika errichtet wurde.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hiltegund von Münchaurach, Lokal-Heilige aus dem 12. Jahrhundert
  • Johann Jakob Palm (1750–1826), in Münchaurach gestorbener deutscher Buchhändler
  • Georg Ludwig Lehnes (1799–1849), in Neundorf geborener deutscher Archivschreiber und Heimatforscher
  • Michael Kreß (1843–1929), in Falkendorf geborener fränkischer Landwirt, Bürgermeister und Volksdichter
  • Emil Iwanow (* 1970), an der Erforschung der Geschichte des Klosters Münchaurach beteiligter bulgarischer Archäologe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aurachtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Aurachtal im BayernAtlas
  3. Gemeinde Aurachtal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. September 2019.
  4. Gemeinde Aurachtal, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 29. November 2021.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 484.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 711.
  7. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. 2., unveränderte Auflage. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 237 (Erstausgabe: 1950).
  8. [1]
  9. Bürgermeisterwahl. In: Statistik.Bayern. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 18. April 2021.
  10. Eintrag zum Wappen von Aurachtal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  11. http://www.aurachtal.de/geschichte.html
  12. Aurachtal. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 11. Januar 2021.