Aurachtal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aurachtal
Aurachtal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aurachtal hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs­gemeinschaft: Aurachtal
Höhe: 344 m ü. NHN
Fläche: 18,4 km2
Einwohner: 3084 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91086
Vorwahl: 09132
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 114
Gemeindegliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lange Straße 2
91086 Aurachtal
Website: www.aurachtal.de
Bürgermeister: Klaus Schumann (ÜWB)
Lage der Gemeinde Aurachtal im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet)Neunhofer ForstMark (gemeindefreies Gebiet)Kraftshofer ForstKalchreuther ForstGeschaidtForst TennenloheErlenstegener ForstBuckenhofer ForstNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthErlangenLandkreis AnsbachLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis ForchheimBuckenhofAurachtalEckentalHeroldsbergKalchreuthLonnerstadtMöhrendorfMühlhausen (Mittelfranken)Oberreichenbach (Mittelfranken)SpardorfUttenreuthVestenbergsgreuthWeisendorfWachenrothRöttenbach (bei Erlangen)MarloffsteinHöchstadt an der AischHeßdorfHerzogenaurachHemhofenGroßenseebachGremsdorfBubenreuthBaiersdorfAdelsdorfDormitzer ForstKarte
Über dieses Bild

Aurachtal ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal. Sie entstand bei der Gemeindegebietsreform durch Zusammenlegung mehrerer Orte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tal der Mittleren Aurach westlich von Herzogenaurach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn im Norden beginnend Weisendorf, Herzogenaurach, Emskirchen und Oberreichenbach.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat neun amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Aurachtal wurde am 1. Januar 1972 aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Falkendorf, Münchaurach und Unterreichenbach (teilweise) gebildet und hat den Namen Aurachtal angenommen.[3] Am 1. Mai 1978 kam Neundorf hinzu. Gleichzeitig wurde ein Gebiet (Dondörflein, Eckenmühle) mit damals etwa 50 Einwohnern an die Stadt Herzogenaurach abgetreten.[4]

Frühe Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Benediktinerkloster Münchaurach wurde 1128 von Bischof Otto von Bamberg (1102 bis 1139) geweiht und 1528 von den Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth aufgehoben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Münchaurach wie andere Orte der Region im November 1631 von einer plündernden Raubschar überfallen.[5] Das gesamte heutige Gemeindegebiet lag im Bereich des Amtes Münchaurach des 1792 preußisch gewordenen Fürstentums Bayreuth und ab 1500 auch im Fränkischen Reichskreis. Im Frieden von Tilsit 1807 fiel es mit dem Fürstentum an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gemeinderat gehören neben dem Bürgermeister als Vorsitzendem 14 Mitglieder an. Die Wahl im Jahr 2014 brachte folgendes Ergebnis:[6]

  • ÜWB 7 Sitze
  • CSU 4 Sitze
  • WGA 3 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über von Silber und Schwarz geviertem Wellenschildfuß (den Fluss Aurach repräsentierend) in Grün unter einem silbernen Falkenkopf (als Zeichen für den Gemeindeteil Falkendorf) zwei schräg gekreuzte goldene Schlüssel.

Das Wappen wurde 1983 von Karl Haas entworfen.[7]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • OsterreichÖsterreich Eine Gemeindepartnerschaft besteht seit 1975 mit Reichenfels im österreichischen Kärnten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochwasser 2011 im Aurachtal oberhalb von Walsdorf

Sehenswert ist die ehemalige Klosteranlage in Münchaurach, die zwischen 1123 und 1139 als romanische Basilika errichtet wurde.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hiltegund von Münchaurach, Lokal-Heilige aus dem 12. Jahrhundert
  • Johann Jakob Palm (1750–1826), in Münchaurach gestorbener deutscher Buchhändler
  • Georg Ludwig Lehnes (1799–1849), in Neundorf geborener deutscher Archivschreiber und früher Heimatforscher
  • Michael Kreß (1843–1929), in Falkendorf geborener fränkischer Landwirt, Bürgermeister und Volksdichter
  • Emil Iwanow (* 1970), an der Erforschung der Geschichte des Klosters Münchaurach beteiligter bulgarischer Archäologe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aurachtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Aurachtal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 484.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 711.
  5. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950; Neuauflage ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 237.
  6. Gemeinde Aurachtal in Mittelfranken | Gemeinderäte und Bürgermeister. Abgerufen am 18. April 2017.
  7. http://www.aurachtal.de/geschichte.html