Aurangabad (Maharashtra)

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Aurangabad
Aurangabad (Maharashtra) (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Maharashtra
Distrikt: Aurangabad
Lage: 19° 53′ N, 75° 21′ OKoordinaten: 19° 53′ N, 75° 21′ O
Höhe: 585 m
Einwohner: 1.175.116 (2011)[1]
Website: Aurangabad (Marathi)
Aurangabad – Rangeen-Tor
Aurangabad – Rangeen-Tor

Aurangabad (Marathi: औरंगाबाद, Auraṅgābād) ist eine historisch bedeutende Stadt im westindischen Bundesstaat Maharashtra mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aurangabad liegt etwa 335 km (Fahrtstrecke) östlich von Mumbai in einer Höhe von knapp 600 m ü. d. M. Die Dreimillionenstadt Pune liegt etwa 240 km südwestlich. Aurangabad verfügt über einen nationalen Flughafen und einen Bahnhof.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1960 hatte Aurangabad nur etwa 150.000 Einwohner; heute sind es beinahe 1,2 Millionen. Davon sind etwa 51 % Hindus, 30 % Moslems, 15 % Buddhisten, 1,5 % Jains und knapp 1 % Christen; der Rest entfällt auf andere Religionen (Sikhs, Parsen u. a.). Wie im Norden Indiens üblich, ist der männliche Bevölkerungsanteil etwa 10 % höher als der weibliche.[2] Meist wird Marathi, Hindi oder Urdu gesprochen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die − wegen der zunehmenden Enge Mumbais − rapide gewachsene Stadt ist seit einigen Jahren Sitz von bedeutenden Firmen der Automobil- und Zweiradindustrie (Volkswagen, Audi, Škoda Auto, MAN, Bajaj Kawasaki) sowie anderer internationaler Unternehmen; sie hat eine Universität und ist ein wichtiger Standort der indischen Seiden- und Baumwollindustrie.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mekka-Tor

Die Stadt wurde um 1610 unter dem Namen Kharki (auch Khadki oder Khidki = "Fenster") von dem aus Äthiopien stammenden Feldherrn, Politiker und Ingenieur Malik Ambar gegründet, der den Herrschern des Dekkan-Sultanats Ahmadnagar als Premierminister diente. Sein ihm 1626 nachfolgender Sohn Fateh Khan benannte die Stadt in Fatehnagar um.

Zwischen 1682 und seinem Tod im Jahre 1707 war die Stadt Regierungssitz des Großmoguls Aurangzeb. Das Bibi-Ka-Maqbara, eine Nachbildung des Taj Mahal, wurde 1697 von Azam Shah, einem Sohn Aurangzebs, für seine Mutter Dilras Banu Begum als Mausoleum errichtet und erinnert an die glanzvolle Epoche der Mogulherrschaft. Ab 1713 residierte Asaf Jah I., der zum Gouverneur des Dekkan ernannt worden war und den Ehrentitel Nizam al-Mulk (arabisch: نظام الملك = „Administrator des Reiches“) erhielt, mehrere Jahre in Aurangabad. Er gründete eine neue Dynastie mit der von seinem Sohn im Jahr 1763 gegründeten Hauptstadt Hyderabad – in der Folgezeit sank Aurangabad auf den Status einer Provinzstadt zurück.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kali-Moschee (eine Gruppe von sieben Moscheen aus der Zeit kurz nach 1600 und auf Malik Ambar zurückgehend)
  • Bibi-Ka-Maqbara (das 'Taj' des Dekkan)
  • Kachner Jain Temple (dem Tirthankara Parshvanata geweihter Jain-Tempel aus dem 18. Jahrhundert)
  • Stadttore (insgesamt 52)
  • Historische Bewässerungsanlagen (u. a. das Panchakki) aus dem 17. Jahrhundert – zum Komplex gehören auch eine Moschee und das Mausoleum des Sufi-Heiligen Baba Shah Musafir.
  • Shivaji-Museum

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aurangabad-Höhlen (buddhistisches Höhlenkloster mit 12 Höhlen + eine brahmanische Höhle); ca. 3 km nördlich des Bibi-Ka-Maqbara
  • Daulatabad (Festungsstadt gegründet 1327 von Sultan Muhammad bin Tughluq als Alternative zur Hauptstadt Delhi); ca. 18 km nordwestlich an der Straße nach Ellora
  • Khuldabad (zahlreiche Mausoleen bedeutender muslimischer Persönlichkeiten, auch von Malik Ambar und Aurangzeb); ca. 25 km nordwestlich an der Straße nach Ellora
  • Ellora (Höhlentempel aus dem 5.−10. Jahrhundert, darunter auch der Kailasa-Tempel; buddhistisch, hinduistisch, jainistisch); ca. 31 km nordwestlich
  • Ajanta (buddhistisches Höhlenkloster); ca. 95 km nordöstlich

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aurangabad
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 29,1 31,7 35,5 38,6 39,5 34,7 30,5 29,2 30,4 32,0 30,1 28,3 Ø 32,5
Min. Temperatur (°C) 11,2 13,3 17,8 22,1 24,1 23,0 21,8 21,1 20,7 18,0 13,8 10,9 Ø 18,2
Niederschlag (mm) 10,2 2,7 5,6 4,4 24,2 133,6 161,0 157,9 149,7 62,5 24,8 10,6 Σ 747,2
Regentage (d) 0,5 0,5 1,1 0,8 2,2 8,7 15,4 15 11,5 3,5 2 1,4 Σ 62,6
T
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m
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u
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29,1
11,2
31,7
13,3
35,5
17,8
38,6
22,1
39,5
24,1
34,7
23,0
30,5
21,8
29,2
21,1
30,4
20,7
32,0
18,0
30,1
13,8
28,3
10,9
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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a
g
10,2
2,7
5,6
4,4
24,2
133,6
161,0
157,9
149,7
62,5
24,8
10,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carmel Berkson: The Caves at Aurangabad. Early Buddhist Tantric Art in India. Mapin Publ., New York/Ahmedabad 1986

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aurangabad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aurangabad – Census 2011
  2. Aurangabad Census 2011