Aurillac

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Aurillac
Wappen von Aurillac
Aurillac (Frankreich)
Aurillac
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Cantal
Arrondissement Aurillac
Kanton Hauptort von
Aurillac-1
Aurillac-2
Aurillac-3
Koordinaten 44° 56′ N, 2° 26′ OKoordinaten: 44° 56′ N, 2° 26′ O
Höhe 573–867 m
Fläche 28,76 km²
Einwohner 26.572 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 924 Einw./km²
Postleitzahl 15000
INSEE-Code
Website www.ville-aurillac.fr

Kirche Saint-Géraud

Aurillac (okzitanisch: Orlhac) ist eine Stadt in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes und mit 26.572 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) die größte Stadt im Département Cantal. Die Stadt ist Sitz der Präfektur des Départements. Die Präfektur verwaltet auch das Arrondissement Aurillac, das aus zwölf Kantonen besteht, sie ist Hauptort (französisch: chef-lieu) der Kantone Aurillac-1, Aurillac-2 und Aurillac-3.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aurillac liegt am südwestlichen Fuß des Cantal-Vulkans in einem fruchtbaren Becken am Flüsschen Jordanne, das kurz danach in die Cère mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste eines Tempels des ersten nachchristlichen Jahrhunderts zeigen, dass hier schon in gallo-römischer Zeit eine Ansiedlung bestand. Um die im 9. Jahrhundert vom hl. Géraud gegründete Abtei begann sich die Stadt zu entwickeln, insbesondere, weil die Abtei zu einem der einflussreichsten Klöster der Auvergne aufstieg. Dem Kloster entstammt der erste französische Papst, Silvester II. Das Mittelalter war für die Stadt eine Epoche wirtschaftlicher Blüte. In den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts kam es zwischen der Stadtbevölkerung und dem Kloster zu gegenseitigen Übergriffen und heftigen Auseinandersetzungen; teilweise wurde die Stadt dabei zerstört und erholte sich danach nur schwer. Später lebte die Stadt von der Herstellung von Spitzen in Manufakturen, heute ist sie vom landwirtschaftlichen Handel, von der Möbelindustrie und vom Fremdenverkehr geprägt. Aurillac war der Aufenthaltsort der von den Franzosen gefangen genommenen dänischsprachigen deutschen Kriegsgefangenen während des Ersten Weltkrieges. Diese sogenannten Gefangenen waren so gut behandelt, dass sie nach dem Krieg die Region wieder besucht haben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Aurillac

  • Kirche St-Géraud, ursprünglich aus dem 9. Jahrhundert, im 11. Jahrhundert vergrößert, im 16. Jahrhundert zerstört, wiederaufgebaut in Etappen bis zum 19. Jahrhundert; Steindenkmäler in der Chapelle St-Géraud.
  • Altstadt um die Kirche herum; alte Häuser auch entlang der Jordanne
  • Becken aus Serpentin (12. Jahrhundert) auf dem Place St-Géraud
  • Ehemaliges Pilgerhospiz "Ancien Hôpital", ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, reich verzierte Fassade
  • Château St-Étienne, Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert neu aufgebaut, darin Musée des Volcans, der Vulkane
  • Kirche Notre-Dame-aux-Neiges, ehemalige, romanisch-gotische Kapelle des Ordens der Cordeliers (13. Jahrhundert), mit einer Schwarzen Madonna des 17. Jahrhunderts
  • Südlich der Altstadt das Musée d’Art et d’Archéologie in einem ehemaligen Salesianerkloster

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Aurillac liegt drei Kilometer südwestlich der Stadt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1972 haben Aurillac und seine Nachbarstadt Arpajon-sur-Cère gemeinsame Städtepartnerschaften mit:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aurillac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien