Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit

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Der Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit (englisch Aurora Prize for Awakening Humanity) ist eine jährlich vergebene, internationale humanitäre Auszeichnung der Organisation Charitable Foundation Initiatives for Development of Armenia (IDeA) mit Sitz in Jerewan, Armenien.

Der Preis wird verliehen im Namen der Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern und in Dankbarkeit gegenüber ihren Rettern.

Die Zeremonie zum Aurora-Preis findet jährlich am 24. April in Jerewan, Armenien statt. Der Preisträger erhält eine Förderung von 100.000 Dollar sowie die Möglichkeit, Organisationen auszuwählen, die seine Arbeit inspiriert haben und dafür einen mit 1.000.000 US-Dollar dotierten Preis erhalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aurora-Preis zur Förderung der Menschlichkeit ist eines von mehreren Projekten der Aurora Humanitarian Initiative. Es wurde offiziell am 10. März 2015 in New York gestartet. Der Preis wurde nach Arshaluys Mardikian benannt, die nach dem Genozid in die USA gelangte, wo sie den Namen Aurora Mardiganian annahm. Die römische Göttin der Morgenröte, Aurora, diente auch als Inspiration für die Benennung des Preises.

Der Preis entstand aus dem Wunsch von Noubar Afeyan, Vartan Gregorian und Ruben Vardanyan, „diejenigen zu ehren, die ihre eigene Sicherheit riskieren, aufgrund ihres besonderen Sinnes für Menschlichkeit und Verantwortung, und die lebensrettende Anliegen mit konkreten Maßnahmen unterstützen“.

Nominierungs- und Auswahlprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle humanitären Organisationen und alle Bürger können Individuen nominieren, von denen sie glauben, mit ihren Taten einen außergewöhnlichen Beitrag zur Wahrung menschlichen Lebens und zur Förderung humanitärer Anliegen angesichts wachsender Not erbracht zu haben. Selbstnominierungen sind ausgeschlossen.

Die Nominierungen werden unter Aufsicht eines unabhängigen Dritten geprüft. Die Auswahl der Finalisten und die Wahl des Preisträgers trifft die Auswahlkommission des Aurora-Preises nach den folgenden Kriterien: Mut bei der Bewältigung erheblicher Risiken, über das übliche Maß einer Berufspflicht hinauszugehen, um anderen beim Überleben zu helfen; Hingabe sich zu moralischen Werten wie Integrität, Freiheit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Verantwortung und Mitgefühl zu verpflichten sowie sich direkt daran zu beteiligen, anderen beim Überleben zu helfen;Einfluss auf ihre Gemeinschaft, ihr Land oder auf der Welt insgesamt; eine langfristige Wirkung bei der Rettung von Leben zu haben; eine Inspiration für andere zu sein, um Leben zu retten; das Leben einer großen Zahl an Menschen zu retten.

Aurora-Preis 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahlkommission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Auswahlkommission des Preises besteht aus den Co-Vorsitzenden Elie Wiesel und George Clooney sowie Oscar Arias, Shirin Ebadi, Leymah Gbowee, Mary Robinson, Hina Jilani, Gareth Evans und Vartan Gregorian.

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominierungen für den Aurora-Preis 2016 waren vom 1. Juli bis zum Oktober 2015 möglich. Es gab 186 Einsendungen aus 27 Ländern für 113 verschiedene Kandidaten.

Neben der späteren Preisträgerin waren darunter folgende Finalisten:

  • Tom Catena ist der einzige niedergelassene Arzt in der Nähe der Grenze zwischen dem Sudan und dem Südsudan und ist daher für die Versorgung von 500.000 Menschen in der Region verantwortlich. Trotz zahlreicher Bombenanschläge auf das Krankenhaus durch die sudanesische Regierung bleibt Catena im Klinikareal, damit er jederzeit in Bereitschaft sein kann. Er wurde zu einem der TIME 100 Most Influential People in 2015 ernannt.
  • Syeda Ghulam Fatima kämpft dafür, die Schuldknechtschaft, eines der letzten Überbleibsel moderner Sklaverei, in Pakistan zu beseitigen. Fatima hat tausende pakistanische Arbeiter befreit, einschließlich etwa 21.000 Kinder, die dazu gezwungen wurden, für Ziegelofenbesitzer zu arbeiten, um Schulden zu begleichen. Fatima hat Mordanschläge und mehrfache Misshandlungen im Laufe ihres Aktivismus überlebt.
  • Pater Bernard Kinvi wurde mit 19 Jahren Priester, nachdem er seinen Vater und seine vier Schwestern aufgrund anhaltender Gewalt und Krankheiten verloren hatte. Pater Kinvi verließ sein Heimatland Togo, um eine katholische Mission in der Zentralafrikanischen Republik anzuführen. Im Jahre 2012 brach der Bürgerkrieg aus. Inmitten der Gewalt stellte Pater Kinvis Mission Zuflucht und Gesundheitsvorsorge für Menschen auf beiden Seiten des Konfliktes zur Verfügung und rettete dabei hunderte Menschen vor Verfolgung und Tod.

Preisverleihung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Preisverleihung fand am 24. April 2016 in Jerewan im Karen Demirchyan Sports and Concerts Complex statt. Sie wurde von der Opernsängerin Hasmik Papian und dem Journalisten und Literaten David Ignatius moderiert und mit dem Film „Aurora“ eröffnet, einem Zeichentrickfilm produziert und unter Regie von Eric Nazarian, mit Serj Tankians “Aurora’s Dream” als Soundtrack. Jeder Finalist wurde mit einer kurzen Dokumentation unter der Regie Andrey Loshaks eingeführt.

Der erste Aurora-Preis ging an Marguerite Barankitse aus Burundi. Sie wählte die folgenden zu fördernden Organisationen aus: die Fondation Jean-Francois Peterbroeck, die Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse und die Fondation Bridderlech Deelen.

Die Statuette des Aurora-Preises zur Förderung der Menschlichkeit wurde von Manvel Matevosyan modelliert und trägt den Namen „Towards Eternity“.

Aurora-Preis 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswahlkommission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitglieder der Auswahlkommission für den Aurora-Preis 2017 sind George Clooney (Co-Vorsitz), Vartan Gregorian, Oscar Arias, Shirin Ebadi, Gareth Evans, Leymah Gbowee, Hina Jilani und Mary Robinson.

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nominierungen für den Aurora-Preis 2017 waren zwischen dem 1. Juni und dem 9. September 2016 möglich. Es wurden 558 Vorschläge aus 66 Ländern für 254 verschiedene Kandidaten eingereicht. Die Finalisten für den Aurora-Preis 2017 werden im Februar 2017 öffentlich bekanntgegeben.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]