Aurora (ESA)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prototyp des ExoMars Rover beim Cambridge Science Festival 2015

Aurora ist das Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zur weiteren Erkundung des Sonnensystems, insbesondere des Planeten Mars und des Erdmondes.

Das Aurora-Projekt wurde 2001 aufgesetzt und beinhaltet neben der unbemannten Erforschung des Mars und des Erdmondes auch bemannte Flüge zum Mond und anschließend eine bemannte Mission zum Mars in internationaler Kooperation nach dem Jahr 2030.

Projektplanung[Bearbeiten]

Die Orbitersonde der für 2016 geplanten Mars Trace Gas Mission (TGM) als erstem Teil der ExoMars Mission.

Das Aurora-Programm umfasst folgende Schritte:[1]

Aurora Projektplanung
Ursprüngliche Planung Angepasste Planung Teilprojekt
2007 - Entry Vehicle Demonstrator (EVD) – Erprobung des Hochgeschwindigkeits-Wiedereintritts in der Erdatmosphäre
2009 2016 + 2018 [2][3] ExoMars [4] – ein Mars-Orbiter und ein großer Mars-Rover zur Suche nach Spuren von Leben
2011 - 2014 2020 – 2022[5] Mars Sample Return (MSR)[6] – Rückführung von Proben vom Mars zur Erde
2014 2022 - 20271 Human Mission Technology Demonstrator(s) - Erprobung der Technologien für bemannte Missionen
2018 2025 - 20351 Technology Precursor Mission – Erprobung neuer Technologien, wie Aerobraking, Aerocapture, elektrische Antriebe und weiche Landung
2024 2030 - 20451 Bemannte Mondmission
2026 2033 - 20501 Unbemannte Marsmission als Vorlauf zu der bemannten Mission
2030 2037 - 20551 Frachtelemente für die bemannte Marsmission
2033 2040 - 20601 Bemannte Marsmission

1Schätzwerte anhand bisheriger Verzögerung

Teilnehmer[Bearbeiten]

Aurora ein Projekt der Europäischen Weltraumorganisation
Mare Imbrium-Apollo17.jpg Mars atmosphere.jpg
Mond und Mars sind die Ziele bemannter Missionen von Aurora

Teilnehmende Staaten sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Damit beteiligen sich am Aurora-Projekt derzeit zwölf ESA-Mitgliedstaaten, wobei Deutschland am 12. Juli 2005 dem Programm beitrat.[7] Alle fünf Jahre entscheiden die Mitglieder über das Budget für die kommenden Schritte. Bei der ESA-Konferenz im Dezember 2005 wurde von 14 der 17 Mitgliedstaaten nur die Beteiligung an der ExoMars-Mission bestätigt, womit sich der Start der Entry Vehicle Demonstrator Mission wohl verschiebt oder dieses Projekt komplett gestrichen wird.

Budget[Bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Für den Zeitraum 2005 bis 2009 wurden 900 Millionen Euro veranschlagt. Dabei handelt es sich um Schätzungen, da die industriellen Kosten für die Startraketen und die Unterstützung durch die ESA noch nicht feststehen. Allerdings handele es sich bei diesem Betrag nur um sieben Prozent des gesamten ESA-Budgets.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. ESA: The Aurora Programme (PDF, englisch; 997 kB)
  2. ExoMars 2016 targets March launch window
  3. Four candidate landing sites for ExoMars 2018
  4. ExoMars programme overview
  5. Mars Sample Return
  6. Aurora/MSR Report
  7. esa.int:Germany joins the Aurora Exploration Programme