Ausbesserungswerk Paderborn-Nord

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Vorfeld des Ausbesserungswerks Paderborn-Nord

Das Ausbesserungswerk Paderborn-Nord besteht seit 1913 und ist heute Sitz des zentralen Vertriebs für Güterwagen der Deutschen Bahn.

Geschichte[Bearbeiten]

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bewarben sich die Städte Paderborn, Lippstadt und Soest um die Standortvergabe eines neuen Ausbesserungswerks der Preußisch-Hessischen Staatsbahn. In Erwartung der entstehenden Arbeitsplätze und einer Steigerung des Schienenverkehrs waren alle drei Städte bereit, der Bahn die benötigten Grundstücke kostenlos zur Verfügung zu stellen. Als Vorleistung nahm dazu die Stadt Paderborn im Jahr 1907 ein Darlehen zum Kauf von 19 Hektar Land sowie den Bau der benötigten Infrastruktur auf. Dies - und nicht zuletzt auch der Einfluss des aus Paderborn stammenden Ministerialdirektors Hermann Kirchhoff - führte 1910 dazu, dass sich die Regierung in Berlin auf den Standort Paderborn festlegte. Am Bahnhof Paderborn Nord wurde schließlich am 10. Juli 1913 die Königliche Haupt-Wagenwerkstätte für Güterwagen der KED Kassel mit einer Belegschaft von rund 550 Mann eröffnet.[1] Mit der Übernahme der KED durch die Reichsbahn und die spätere Bundesbahn kam das Werk zur Bundesbahn. 1958 wurde das Ausbesserungswerk Paderborn Hbf dem Ausbesserungswerk Paderborn-Nord angeschlossen und schließlich am 31. Juli 1960 endgültig aufgelöst. Die Mitarbeiter fanden in Paderborn-Nord weiterhin Arbeit, die Anzahl der Beschäftigten lag zu dieser Zeit bei fast 2000 Arbeitern.[1] 2002 wurde das Werk zum zentralen Vertriebssitz für Güterwagen erhoben und ist ein Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Friedhelm Weidelich: Waggons im Werk: Das Ausbesserungswerk Paderborn.
  2. DB Fahrzeuginstandhaltung – Werk Paderborn, abgerufen am 7. April 2013

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hermann Christians: 75 Jahre Bundesbahn - Ausbesserungswerk Paderborn 1913-1988. Paderborn 1988.
  •  Friedhelm Weidelich: Waggons im Werk: Das Ausbesserungswerk Paderborn. Elisabeth Weidelich Verlag, Paderborn 1985, ISBN 3-924778-00-0.

51.7362258.749988Koordinaten: 51° 44′ 10″ N, 8° 45′ 0″ O