Auschwitzprozesse

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Übersicht zum KZ Auschwitz: Der Lagerkomplex Auschwitz hatte eine Doppelfunktion als Konzentrationslager und Vernichtungslager

Als Auschwitzprozesse bezeichnet die Presse jene Gerichtsverfahren, welche gegen SS-Leute des nationalsozialistischen KZ Auschwitz geführt wurden. Dieser Lagerkomplex hatte eine Doppelfunktion als Konzentrations- und Vernichtungslager.

In den Nachkriegsjahren wurden lediglich Täter verurteilt, deren Mord-Beteiligung unmittelbar nachgewiesen werden konnte. Urteile ergingen unter anderem in den sechs Strafprozessen vor dem Schwurgericht in Frankfurt am Main in den Jahren 1963–1965 (erster Auschwitzprozess), 1965/66 (zweiter Auschwitzprozess) und 1967/68 (dritter Auschwitzprozess) sowie in drei Nachfolgeprozessen in den 1970er Jahren. Auch außerhalb Deutschlands fanden Auschwitzprozesse statt, zum Beispiel der Krakauer Auschwitzprozess.

Seit dem Jahr 2015 kam es in Deutschland zu mehreren erstinstanzlichen Prozessen gegen frühere SS-Männer im Konzentrationslager Auschwitz, in denen deren Beihilfe oder ihr Tatanteil am dortigen Massenmord verhandelt wurde.

Vorgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bundesdeutsche Aufarbeitung der NS-Verbrechen durch die Justiz begann erst 1950 mit dem Gesetz Nr. 13 des Rats der Hohen Kommissare, welches die Einschränkungen in der Verfolgung von NS-Verbrechern durch die Bundesrepublik aufhob. Zunächst wurden nur Verbrechen verhandelt, die von Deutschen an Deutschen begangen worden waren. Bis zum Jahre 1952 wurden 5.678 Angeklagte rechtskräftig verurteilt. Nach dieser anfänglichen Welle von Verfahren nahm die Anzahl der Verfahren von 44 im Jahre 1954 auf fast die Hälfte im Jahre 1956 ab.

Eine Wende brachten die aus Russland heimkehrenden Kriegsgefangenen. Die Entschädigungsverfahren brachten neue Beweise ans Licht. Zudem erkannte man, dass eine große Anzahl von Verbrechen ungesühnt geblieben war und die Täter sich in der deutschen Bevölkerung frei bewegten.

Aus dem Bedürfnis heraus, die Strafverfolgung der noch unbehelligten Täter zu koordinieren, wurde Ende 1958 die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg gegründet. Ihre Aufgabe war es zu Beginn, nationalsozialistische Tötungsverbrechen an Zivilpersonen außerhalb des Bundesgebietes aufzuklären. Es handelte sich dabei um Verbrechen, die außerhalb der eigentlichen Kriegshandlungen stattgefunden hatten, also in Konzentrationslagern oder Ghettos, außerdem die von den sogenannten Einsatzgruppen begangenen Massentötungsdelikte.

Die Zentrale Stelle setzte vor dem förmlichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren an und führte Vorermittlungen durch. Sie sammelte und sortierte einschlägige Dokumente (Urkunden) und stellte den Verbleib der Täter fest, noch bevor ein Verfahren eröffnet war. Sollte es zum Verfahren kommen, so musste die Zentrale Stelle die Ermittlungen an die jeweilige Staatsanwaltschaft des Wohnortes des Täters abgeben, da sie selbst keine Anklage erheben konnte. Darüber hinaus sammelte sie alle in ihren Verfahren gewonnenen Erkenntnisse in Form von Vernehmungsprotokollen und Dokumenten, um so bei folgenden Prozessen Doppelungen auszuschließen.

Schon seit 1956 gab es gewisse Strömungen zur Einrichtung der Zentralen Stelle. Anstoß für die Gründung im Jahr 1958 war unter anderem der Ulmer Einsatzgruppen-Prozess. Der ehemalige SS-Oberführer Bernhard Fischer-Schweder, der 1941 Polizeidirektor in Memel war, hatte nach dem Krieg unter falschem Namen ein Flüchtlingslager nahe Ulm geleitet. Als seine wahre Identität aufgedeckt worden war, wurde er entlassen. Er klagte auf Wiedereinstellung in den Staatsdienst. Als die Presse über diesen Prozess berichtete, erkannte ihn ein Leser, der sich daran erinnerte, dass dieser Mann maßgeblich an Massenerschießungen von Juden zu Beginn des „Russlandfeldzuges“ mitgewirkt hatte. Das breite Medieninteresse am Ulmer Einsatzgruppen-Prozess und die Erkenntnis, dass viele NS-Verbrechen vor allem in Osteuropa bislang ungeahndet waren, gaben den Anstoß zur Gründung der Zentralen Stelle.

1959 wurden durch die Ludwigsburger Zentrale Stelle 400 Vorermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem gegen Einsatzgruppen des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS, die Staatspolizei und das Personal der Konzentrationslager.

Auschwitzprozesse in der Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorbereitungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es war nicht einfach, die Auschwitzprozesse in Frankfurt zu konzentrieren. Die damalige Justiz und Staatsanwaltschaft hätte lieber viele kleinere Einzelprozesse geführt. Erst der hessische Generalstaatsanwalt Fritz BauerSozialdemokrat und 1933 in Haft genommen – sowie der Generalsekretär des Internationalen Auschwitzkomitees Hermann Langbein erreichten 1959 die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH), das Landgericht Frankfurt am Main für die „Untersuchung und Entscheidung“ in der Strafsache gegen Auschwitz-Personal zu bestimmen (Gerichtsstandsbestimmung nach § 13a StPO).

Um den Auschwitzprozess zu ermöglichen, bedurfte es dabei keiner spektakulären Geheimdienstaktionen wie beim Jerusalemer Eichmann-Prozess 1961/62. Vielmehr standen akribische Recherche und das Durchhaltevermögen derer im Vordergrund, die diesen Prozess ins Rollen bringen wollten. Denn es war nicht von vornherein selbstverständlich, dass dieser Prozess überhaupt zustande käme. Eine zentrale Figur war Fritz Bauer.[1] Bauer war während des Prozesses zwar nicht im Sitzungssaal aktiv beteiligt, hatte aber durch seine Weisungsbefugnis gegenüber nachgeordneten Staatsanwaltschaften Einfluss auf die Arbeit der Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt am Main genommen.

Im Januar 1959 bekam Bauer von dem Journalisten Thomas Gnielka sieben Schreiben zugeschickt, die dieser bei einer Recherche für ein anderes Thema entdeckt hatte. Ein Holocaust-Überlebender, Emil Wulkan, hatte die Blätter als „Souvenir“ aus dem brennenden Breslauer SS- und Polizeigericht mitgenommen. Es waren Erschießungslisten aus dem Lager Auschwitz, die detailliert die Tötung von Häftlingen dokumentierten. Unterzeichnet waren sie vom Lagerkommandanten Rudolf Höß und dem Namenskürzel seines Adjutanten Robert Mulka. Bauer leitete diese Beweisstücke an den Bundesgerichtshof und an die Zentrale Stelle in Ludwigsburg weiter. Den Generalbundesanwalt Max Güde ersuchte er, durch den BGH den Gerichtsstand bestimmen zu lassen.

Dem späteren Angeklagten Wilhelm Boger kam man 1958 durch die von dem in Haft sitzenden Adolf Rögner eingereichte Beschwerde auf die Spur, die dieser an die Staatsanwaltschaft Stuttgart richtete. Der Beschwerde über die Beschlagnahmung seiner Medikamente fügte er eine Anzeige[2] gegen Wilhelm Boger bei. Gegen den damaligen Leiter des „Fluchtreferats“ der politischen Abteilung im Lager Auschwitz wurden in der Folge unauffällige Ermittlungen angeordnet, die allerdings im Sande verliefen. Rögner informierte des Weiteren das Internationale Auschwitz Komitee in Wien. Dieses bot der Staatsanwaltschaft Stuttgart Beweismittel an. Nachdem das Internationale Auschwitz Komitee in Person des Generalsekretärs Hermann Langbein der Anklagebehörde mangelndes Interesse unterstellt und elf weitere Zeugen gegen Wilhelm Boger ausfindig gemacht hatte, erging am 2. Oktober 1958 auf Antrag der Stuttgarter Staatsanwaltschaft durch das Amtsgericht Stuttgart Haftbefehl. Doch nicht nur im Fall Boger konnte das Komitee mit sachdienlichen Informationen helfen. Es war maßgeblich daran beteiligt, Zeugen ausfindig zu machen, die in Deutschland gegen andere Angeklagte aussagen sollten.

Weitere Ermittlungen stellte die Zentrale Stelle in Ludwigsburg an. Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom April 1959, den Gerichtsstand beim Landgericht Frankfurt am Main zu bestimmen, leitete die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren gegen Auschwitz-Personal ein. Stuttgart und Ludwigsburg gaben ihre Verfahren nach Frankfurt ab. Der Frankfurter Staatsanwaltschaft gelang es unter anderem den letzten Kommandanten von Auschwitz, Richard Baer, den Lager-Adjutanten Robert Mulka, und weitere Auschwitz-Täter ausfindig zu machen. Das Frankfurter Ermittlungsverfahren wurde von den beiden Staatsanwälten Joachim Kügler (1926–2012) und Georg Friedrich Vogel (1926–2007) durchgeführt.

Im April 1963 reichte die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen 23 SS-Angehörige und einen Funktionshäftling beim Landgericht Frankfurt am Main ein. Der Hauptangeklagte Richard Baer (Adjutant von Oswald Pohl im SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt und Lagerkommandant) starb im Juni 1963 in der Untersuchungshaft. Das Verfahren gegen den Angeklagten Hans Nierzwicki, Sanitätsdienstgrad im KZ Auschwitz, wurde aus Krankheitsgründen kurz vor Prozessbeginn abgetrennt. Nach fünf Jahren Ermittlungsarbeit und gerichtlicher Voruntersuchung mit circa 1.400 vernommenen Personen – Untersuchungsrichter war im ersten Verfahren von Juli 1961 bis Oktober 1962 Landgerichtsrat Heinz Düx – wurde am 16. April 1963 die öffentliche Klage erhoben. Die Anklageschrift umfasste 700 Seiten und war von den drei Staatsanwälten Joachim Kügler, Georg Friedrich Vogel und Gerhard Wiese verfasst worden. Die Anklage benannte 252 Zeugen als Beweismittel und viele Urkunden. Zusätzlich wurden 75 Aktenbände mit Beweismaterial vorgelegt. Dabei handelte es sich um Zeugenaussagen von Überlebenden, Dokumente aus Archiven und bei der Befreiung des Lagers beschlagnahmte Akten der Lagerkommandantur, welche Fahrbefehle und Funksprüche enthielten.

Im Oktober 1963 wurde bekannt, dass der nach dem Geschäftsverteilungsplan vorgesehene Vorsitzende Richter, Hans Forester (* 1902), wegen Besorgnis der Befangenheit von seiner Tätigkeit entbunden wurde. Forester hatte durch eine Selbstanzeige bekundet, dass er als Jude von den Nationalsozialisten verfolgt worden war, sein Bruder im Vernichtungslager Majdanek ermordet wurde und seine Mutter im Ghetto Theresienstadt inhaftiert war. Durch die Selbstanzeige führte er den Beschluss des Landgerichts herbei, ihn wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen. Bei ihrem Beschluss musste die zuständige Kammer die Sicht der Angeklagten berücksichtigen, bei einem Richter jüdischer Herkunft sei die gebotene Unabhängigkeit nicht gewährleistet.

Der erste Auschwitzprozess 1963 bis 1965[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saalbau (Bürgerhaus) Gallus in Frankfurt am Main, Ort der Verhandlungen des 1. Auschwitzprozesses von April 1964 bis August 1965

Am 20. Dezember 1963 wurde im Frankfurter Rathaus Römer (Saal der Stadtverordneten) und später im Saalbau (Bürgerhaus) Gallus der größte Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte unter der Leitung des Richters Hans Hofmeyer durchgeführt. Es waren drei Richter und sechs Geschworene (sowie zwei Ergänzungsrichter und fünf Ersatzgeschworene), vier Staatsanwälte, drei Nebenklagevertreter, 19 Verteidiger und 22 Angeklagte beteiligt. Zwei Angeklagte schieden im Verlauf des Verfahrens wegen Krankheit aus: der ehemalige Sanitätsdienstgrad Gerhard Neubert und der ehemalige Blockführer Heinrich Bischoff.

Die auf zwölf Verhandlungstage angesetzte Vernehmung der Angeklagten zu Person und Sache blieb praktisch ohne Ergebnis. Die Angeklagten schützten sich gegenseitig, wohl nicht zuletzt aus der Sorge heraus, sich selbst zu belasten. Im Verlaufe des Prozesses wurden Gutachter gehört, die sich unter anderem mit der organisatorischen Struktur der SS und dem Aufbau von Konzentrationslagern beschäftigt hatten. Ein wesentlicher Punkt war die Ausräumung des Entschuldigungsgrunds von „Befehl und Gehorsam“. Die Gutachter stellten fest, dass nachweislich kein SS-Mann mit dem Tode bestraft worden ist, wenn er die Vernichtungsbefehle nicht ausgeführt hat. Auch die Verteidigung fand keinen entsprechenden Fall.

Für die Zeugen, die die Lagerhaft überlebt hatten, waren die Aussagen äußerst belastend.[3] Sie durchlebten nach zwanzig Jahren die schrecklichen Ereignisse noch einmal. Zudem wurden sie durch die Verteidigung unter Druck gesetzt, indem man am Wahrheitsgehalt ihrer Berichte zweifelte. Häufig musste eine Pause eingelegt werden, weil ein Zeuge die Grenze seiner Belastbarkeit erreicht hatte. Die Aussagen der ehemaligen Häftlinge riefen Bestürzung und Fassungslosigkeit im Publikum hervor.

Neben den Zeugen, die unter der SS gelitten hatten, wurden auch ehemalige SS-Mitglieder befragt. Es waren meist Vorgesetzte, die bereits verurteilt und teils auf freiem Fuß waren. Sie vermieden es, die Angeklagten direkt zu belasten, berichteten aber über die Verhältnisse im Lager.

Insgesamt wurden 360 Zeugen vernommen. Ein wichtiges Beweismittel waren die Aufzeichnungen des Lagerkommandanten Rudolf Höß, die dieser in polnischer Untersuchungshaft geschrieben hatte. Um eine genaue Überprüfung der Aussagen zu ermöglichen, wurde ein Ortstermin nötig. Da zwischen der Volksrepublik Polen und der Bundesrepublik Deutschland keine diplomatischen Beziehungen bestanden, war es schwer, dies auf dem offiziellen Dienstweg durchzuführen. Schließlich reiste eine Delegation nach Polen und nahm das Lager zwei Tage lang in Augenschein. Im Stammlager Auschwitz war in den erhaltenen gebliebenen Blöcken im Jahr 1947 ein staatliches Museum eingerichtet worden.

Am 6. Mai 1965, nach 154 Prozesstagen, wurde die Beweisaufnahme abgeschlossen. Die Plädoyers der Anklagevertreter, der Nebenklagevertreter und der Verteidigung nahmen 22 Verhandlungstage in Anspruch.

Die am 19. August 1965 begonnene Urteilsverkündung dauerte zwei Tage. Nach 183 Verhandlungstagen war die „Strafsache gegen Mulka und andere“, wie sie nach Robert Mulka, dem Ranghöchsten der Angeklagten, benannt war, abgeschlossen.

Die Urteile lauteten auf sechs lebenslange Zuchthausstrafen, eine zehnjährige Jugendstrafe (der Angeklagte Hans Stark war erst 19 Jahre alt, als er nach Auschwitz kam) und zehn Freiheitsstrafen zwischen dreieinhalb und vierzehn Jahren. Drei Angeklagte wurden aus Mangel an Beweisen freigesprochen.

Die Urteile 1965[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeklagter Funktion Straftat Urteil
Stefan Baretzki Blockführer Mord in fünf Fällen

Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in elf Fällen an mindestens 10.050 Menschen)

lebenslang, zusätzlich acht Jahre Zuchthaus
Emil Bednarek Funktionshäftling Mord in 14 Fällen lebenslang
Wilhelm Boger Lager-Gestapo Mord in fünf Fällen

Gemeinschaftlicher Mord in 109 Fällen

Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (an mindestens 1.010 Menschen)

lebenslang, zusätzlich 15 Jahre Zuchthaus
Arthur Breitwieser Häftlingsbekleidungskammer Freispruch
Pery Broad Lager-Gestapo Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in 22 Fällen an mindestens 2.000 Menschen) vier Jahre Zuchthaus
Victor Capesius Apotheker Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in vier Fällen an mindestens 8.000 Menschen) neun Jahre Zuchthaus
Klaus Dylewski Lager-Gestapo Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in 32 Fällen an mindestens 1.500 Menschen) fünf Jahre Zuchthaus
Willy Frank Leiter der SS-Zahnstation Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in sechs Fällen an mindestens 6.000 Menschen) sieben Jahre Zuchthaus
Emil Hantl Sanitätsdienstgrad Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in 42 Fällen an mindestens 340 Menschen) dreieinhalb Jahre Zuchthaus
Karl Höcker Adjutant des Lagerkommandanten Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in drei Fällen an mindestens 3.000 Menschen) sieben Jahre Zuchthaus
Franz Hofmann Schutzhaftlagerführer Mord in einem Fall

Gemeinschaftlicher Mord (in 33 Fällen an mindestens 2.250 Menschen)

lebenslang
Oswald Kaduk Rapportführer Mord in zehn Fällen

Gemeinschaftlicher Mord (in zwei Fällen an mindestens 1.002 Menschen)

lebenslang
Josef Klehr Sanitätsdienstgrad Mord in 475 Fällen

Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in sechs Fällen an mindestens 2.730 Menschen)

lebenslang, zusätzlich 15 Jahre Zuchthaus
Franz Lucas Lagerarzt Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in vier Fällen an mindestens 4.000 Menschen) 3,25 Jahre Zuchthaus

Nach Revisionsverfahren Freispruch

Robert Mulka Adjutant des Lagerkommandanten Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in vier Fällen an mindestens 3.000 Menschen) 14 Jahre Zuchthaus
Willi Schatz SS-Zahnarzt Freispruch
Herbert Scherpe Sanitätsdienstgrad Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in 200 Fällen an mindestens 700 Menschen) 4,5 Jahre Zuchthaus
Bruno Schlage Blockführer Gemeinschaftliche Beihilfe zum gemeinschaftlichen Mord (in 80 Fällen) sechs Jahre Zuchthaus
Johann Schoberth Lager-Gestapo Freispruch
Hans Stark Lager-Gestapo Gemeinschaftlicher Mord (in 44 Fällen an mindestens 300 Menschen) zehn Jahre Jugendstrafe

Hantl und Scherpe hatten ihre Strafe bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. In den anderen 16 Fällen, in denen eine Zuchthausstrafe verhängt wurde, legte die Verteidigung Revision ein. Durch den BGH wurden 15 Urteile am 20. Februar 1969 bestätigt. Lediglich Franz Lucas wurde am 8. Oktober 1970 durch das Landgericht Frankfurt am Main freigesprochen, da ihm seine Einlassung im vermeintlichen (irrtümlich angenommenen) Notstand (Putativnotstand) an den Selektionen sich beteiligt zu haben, nicht widerlegt werden konnte.

Die Stimmung beim Prozess und auch in der deutschen Öffentlichkeit 1963 beschreibt die Tatsache, dass einige Polizisten salutierten, als die angeklagten ehemaligen SS-Angehörigen den Gerichtssaal verließen.

Der Lagerkommandant Rudolf Höß war bereits 1947 in Polen zum Tode verurteilt und hingerichtet worden.

Tonaufnahmen der Zeugenaussagen des ersten Auschwitzprozesses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aussagen von 318 Zeugen im Prozess wurden vom Gericht auf Tonband aufgezeichnet und nach dem Ende des Prozesses wurden sie von Hessens Justizminister Lauritz Lauritzen (SPD) vor der Vernichtung bewahrt. Fast fünfzig Jahre später wurden sie von Mitarbeitern des Frankfurter Fritz-Bauer-Instituts aufbereitet und im Internet frei zugänglich bereitgestellt.[4]

Die Akten und Tonbänder zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess stehen möglicherweise vor der Aufnahme ins Dokumentenregister der Unesco im Rahmen des Welt-Dokumentenerbes (Memory of the World). Die deutsche Unesco-Kommission hat die Unterlagen dazu 2016 bei der Generaldirektion des Unesco-Welterbes in Paris eingereicht.[5] Die Tonaufnahmen wurden auch in der von Janusch Kozminski erstellten Dokumentation 183 Tage - Der Auschwitz Prozess verwendet.[6]

Der zweite Auschwitzprozess von 1965 bis 1966[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der zweite Frankfurter Auschwitzprozess (Verfahren „4 Ks 3/63 gegen Burger u. a.“) begann vor dem Landgericht Frankfurt am Main am 14. Dezember 1965 und endete am 16. September 1966 mit der Verkündung der Urteile gegen drei Angeklagte. Insgesamt wurden knapp 140 Zeugen gehört, die Vertreter der Anklage, Nebenklage und Verteidigung bestanden größtenteils aus Personen, die bereits am 1. Frankfurter Auschwitzprozess teilgenommen hatten. Im Gegensatz zum 1. Frankfurter Auschwitzprozess wurde dieses Verfahren in der Öffentlichkeit wenig beachtet. Die Urteile wurden am 3. Juli 1970 durch den Bundesgerichtshof bestätigt.

Die Urteile von 1966[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeklagter Funktion Urteil
Wilhelm Burger Leiter der Abteilung Verwaltung acht Jahre Zuchthaus
Josef Erber Lager-Gestapo lebenslang
Gerhard Neubert Sanitätsdienstgrad dreieinhalb Jahre Zuchthaus

Burger hatte seine Strafe bereits durch die Untersuchungshaft und eine achtjährige Haftstrafe, die er 1953 nach einem Gerichtsurteil in Warschau erhalten hatte, verbüßt und wurde umgehend auf freien Fuß gesetzt. Parallel zum 2. Auschwitzprozess wurde in der DDR gegen den ehemaligen Lagerarzt Horst Fischer im März 1966 verhandelt. Mit diesem Schauprozess wollte das MfS Einfluss auf den Verlauf des 2. Frankfurter Auschwitzprozesses nehmen und insbesondere die Verantwortung der I.G. Farben in den Mittelpunkt des bundesdeutschen Prozesses rücken. Fischer wurde am 25. März 1966 zum Tode verurteilt und am 8. Juli 1966 hingerichtet.

Der dritte Auschwitzprozess von 1967 bis 1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der dritte Frankfurter Auschwitzprozess begann vor dem Landgericht Frankfurt am Main am 30. August 1967 und endete am 14. Juni 1968 mit der Verkündung der Urteile gegen zwei angeklagte Funktionshäftlinge. Gegen den dritten Angeklagten, den ehemaligen Funktionshäftling Erich Grönke, wurde das Verfahren eingestellt.

Der Verfahrensgegenstand umfasste die Tötung von Häftlingen durch Misshandlung, Ertränken, Erwürgen, Erschlagen und Tottreten. Insgesamt wurden 130 Zeugen gehört.

Die Urteile 1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeklagter Funktion Urteil
Bernhard Bonitz Funktionshäftling lebenslang
Josef Windeck Funktionshäftling lebenslang, zusätzlich Jahre Freiheitsstrafe

Spätere Prozesse in Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1973 bis 1976 fand das Verfahren gegen Willi Rudolf Sawatzki und Alois Frey statt, das jeweils mit einem Freispruch endete.
  • Von 1977 bis 1981 fand der Prozess gegen Horst Czerwinski und Josef Schmidt statt. Das Verfahren gegen Czerwinski wurde wegen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten abgetrennt und vorläufig eingestellt, Schmidt wurde 1981 zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt.

Nürnberg, Warschau und andernorts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die 13 Nürnberger Prozesse vor dem Internationalen Militärgerichtshof bzw. vor US-amerikanischen Militärgerichten von November 1945 bis 1948. Dabei ging es, erstmals in der Geschichte, auch um die politische Verantwortung für die Einzeltaten.
  • Der erste Bergen-Belsen-Prozess vor einem britischen Militärgericht in Lüneburg vom 17. September bis 17. November 1945. Da ein Teil der Angeklagten zuvor im KZ Auschwitz tätig war, wurde bei diesen die Anklage neben der Verhandlung der Verbrechen in Bergen-Belsen auch auf die Verbrechen im KZ Auschwitz ausgedehnt. Davon wurden 7 Angeklagte, auch wegen der Teilnahme an Verbrechen im KZ Auschwitz, zum Tode verurteilt und am 13. Dezember 1945 hingerichtet. Darunter waren Josef Kramer, Irma Grese, Franz Hößler und der KZ-Arzt Fritz Klein.
  • Der Höß-Prozess, vom 11. bis 29. März 1947 in Warschau, Polen, gegen den ehemaligen SS-Kommandanten Rudolf Höß endete mit einem Todesurteil.
  • Der Krakauer Auschwitzprozess begann am 24. November 1947 in Polen gegen 40 frühere Wächter. Er wurde durch die Überstellung von anderswo durch die Alliierten gefangen genommenen SS-Leuten an Polen möglich. Das Verfahren endete am 22. Dezember 1947 mit 1 Freispruch, 22 Todes- und 18 Hafturteilen. Unter den in Krakau Hingerichteten befanden sich Arthur Liebehenschel, Maria Mandl und Hans Aumeier. In Polen fanden in den folgenden Jahren weitere Verfahren gegen einzelne Angeklagte statt.
  • Vor Landes- bzw. Bezirksgerichten der DDR kam es zu einzelnen Auschwitzprozessen zwischen 1949 und 1966, so wurde unter anderem Hans Anhalt vom Bezirksgericht Erfurt 1964 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
  • Vor bundesdeutschen Landgerichten kam es zwischen 1953 und 1991 ebenfalls zu einzelnen Auschwitzprozessen, so wurde unter anderem Bernhard Rakers vom Landgericht Osnabrück 1953 zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Vor dem Volksgericht in Wien kam es zu einzelnen Auschwitzprozessen zwischen 1945 und 1955.
  • Ein international stark beachtetes Verfahren war 1961 der Eichmann-Prozess in Jerusalem. Hier wurde der Organisator im RSHA der lokalen Verfolgungsmaßnahmen und der Transporte in die Vernichtung in den Auschwitz-Konzentrationslagern und den meisten übrigen damaligen Konzentrations- und Vernichtungslagern angeklagt.
  • Vor dem Geschworenengericht in Wien endeten 1972 zwei Auschwitzprozesse mit je zwei Angeklagten. Sowohl Walter Dejaco und Fritz Ertl, die beide der Bauleitung in Auschwitz-Birkenau angehörten, wurden freigesprochen als auch in dem anderen Verfahren Otto Graf und Franz Wunsch.
  • An verschiedenen anderen Orten wurden Wächter oder Täter auch im Zusammenhang mit Taten in anderen Konzentrationslagern verurteilt: Carl Clauberg, Friedrich Hartjenstein, Heinrich Schwarz, Otto Moll, Johann Schwarzhuber.

Juristische Neubewertung im Hinblick auf Auschwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Nachkriegsjahren kam es zu Gerichtsverfahren bzgl. der Vernichtungs-Aktion Reinhardt, viele dieser Täter wurden verurteilt.[7] Die damalige Justiz unterschied zwischen „reinen“ Vernichtungslagern (Treblinka, Belzec, Sobibor), und jenen Lagern wie KZ Auschwitz und KZ Lublin, welche eine Doppelfunktion als KZ und Vernichtungslager hatten. Von den vielen SS-Männern in Auschwitz wurden nur wenige verurteilt, da die Justiz pro Mord jeweils einen direkten Tatnachweis forderte.

Die Verbrechen des NS-Regimes führten in der Bundesrepublik zur Verjährungsdebatte bezüglich Mord. Im Jahr 1979 wurde die juristische Verjährung von Mord durch Beschluss des Deutschen Bundestages aufgehoben. Das Grundlagenwerk zur Holocaustforschung Die Vernichtung der europäischen Juden (1961) des amerikanischen Historikers Raul Hilberg war erst 1982, zwanzig Jahre später, in deutscher Sprache erhältlich. Die meisten NS-Vernichtungsstätten hatten sich auf polnischem Gebiet befunden, auch das KZ Auschwitz. Holocaustleugner bestritten den Völkermord in Auschwitz, so beispielsweise in der Broschüre Die Auschwitzlüge des SS-Mannes Thies Christophersen. Unter kommunistischer Herrschaft kam es an der späteren Gedenkstätte Auschwitz zu unklaren Zahlenangaben bzgl. der Todesopfer. Nach Abschwächung des Kalten Krieges und des nuklearen Overkills gelang eine Annäherung zwischen West und Ost und schließlich kam die Wende in Polen und der Mauerfall. Westliche Holocaustforscher erhielten ab etwa 1990 größeren Zugang zu Archiven in Ostblockländern. Das Höcker-Auschwitz-Album gelangte im Jahr 2006 in die breite Öffentlichkeit, es zeigte Mengele erstmals auf einem Foto. Durch jahrzehntelange Holocaustforschungen hatte sich der Kenntnisstand über das KZ Auschwitz stark verbessert.[8]

Im Jahr 2011 wurde mit dem Ukrainer John Demjanjuk erstmals ein nicht-deutscher SS-Gehilfe angeklagt. Durch diesen Sobibor-Prozess rückte auch das KZ Auschwitz, sowie die dortigen deutschen und österreichischen Täter, wieder stärker in die juristische Debatte.

Der Kölner Strafrechtler Cornelius Nestler, der bereits beim Demjanjuk-Prozess die Nebenkläger vertrat, tat dies auch beim Lüneburger Auschwitzprozess.[9] Nicht nur unmittelbare Täter sondern auch Gehilfen konnten seit dem Demjanjuk-Prozess mit Erfolgsaussicht angeklagt werden. Der Nachweis eines direkten Tötungsdelikts gilt bei Vernichtungslagern als nicht mehr notwendig, denn jede Mittäterschaft (vgl. Mittäter gemäß § 25 Abs. 2 StGB) trug zum reibungslosen Ablauf der gemeinschaftlichen Tötungsmaschinerie bei.[10] Beispielsweise jeder SS-Mann in Auschwitz, egal ob SS-Koch oder SS-Buchhalter, trug eine Waffe und war angehalten, auf KZ-Häftlinge ohne Vorwarnung sofort scharf zu schießen (Postenpflicht). Die SS-Drohkulisse im KZ Auschwitz unterstützte den Ablauf der gemeinschaftlichen, industriellen Vernichtung erheblich.

Auschwitzprozesse seit 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa seit 2011 kam es zu ungefähr 50 Ermittlungsverfahren und einigen Gerichtsverfahren gegen weitere SS-Helfer. Einige Gerichtsverfahren wurden eingestellt, wegen des hohen Alters der Angeklagten, bzw. aus gesundheitlichen Gründen. Hans Lipschis wurde im Mai 2013 inhaftiert. Die Staatsanwaltschaft warf ihm Beihilfe zum Mord in Vernichtungslagern in 9000 Fällen vor. Im Dezember 2013 verfügte das Landgericht Ellwangen seine Entlassung wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit, da eine beginnende Demenz diagnostiziert wurde.

Lüneburger Auschwitzprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2015 kam es vor dem Landgericht Lüneburg zum Prozess gegen Oskar Gröning, den von der Presse so genannten „Buchhalter von Auschwitz“. Die Anklage lautete auf 300.000fache Beihilfe zum Mord in Vernichtungslagern und bezog sich auf den Zeitraum der „Ungarn-Aktion“ im Sommer 1944. Er hatte als Buchhalter in Auschwitz die Gelder und Wertgegenstände der Gefangenen entgegengenommen und verwaltet. Oskar Gröning wurde am 15. Juli 2015 zu vier Jahren Haft verurteilt. Efraim Zuroff, Direktor des Standortes Jerusalem des Simon Wiesenthal Centers, begrüßte das Urteil und forderte die deutsche Justiz auf, weitere ungeklärte Fälle zu verfolgen. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, bewertete die Haftstrafe als wichtiges Signal. Die Versäumnisse der deutschen Justiz, die solche Verfahren jahrzehntelang verschleppt oder verhindert hätten, ließen sich damit aber nicht mehr gutmachen.[11]

Am 28. November 2016 bestätigte der BGH das Urteil, das somit Rechtskraft erlangte.[12][13]

Am 1. August 2017 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Gröning grundsätzlich für haftfähig halte und einen Antrag der Verteidigung auf Haftverschonung abgelehnt habe.[14] Grönings Verteidiger werde eine erneute gerichtliche Prüfung beantragen, berichtete unter anderem die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“.[15] Sollte das Gericht für eine Haft entscheiden, so sei noch eine Beschwerde möglich. Sein Mandant sei nicht haftfähig. Zudem habe der Amtsarzt Gröning nicht körperlich untersucht.[14] Eine schriftliche Ladung Grönings zum Strafantritt ist noch nicht ergangen.

Detmolder Auschwitzprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2016 begann vor dem Landgericht Detmold unter dem Vorsitz der Richterin Anke Grudda der Prozess gegen den 94-jährigen Reinhold Hanning, der von Januar 1943 bis Juni 1944 als Angehöriger der SS-Wachmannschaft in Auschwitz stationiert war.[16] Er musste sich wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 Fällen verantworten. Ihm wurde Beihilfe bei der sogenannten Ungarn-Aktion, Beihilfe bei Massenerschießungen und der von den Nazis sogenannten Selektion von KZ-Insassen zur Ermordung vorgeworfen. Er soll nach Flüchtigen gesucht, die Selektionen an der Rampe bewacht und Gefangene zu den Gaskammern begleitet haben. Dutzende Journalisten aus dem In- und Ausland verfolgten den Prozessauftakt in der Industrie- und Handelskammer, in die das Gericht aus Platzgründen ausgewichen war. Auch ca. 40 Auschwitz-Überlebende, damals im Jugendalter, und Angehörige kamen zur Verhandlung.[17] Die 86- bis 94-jährigen Überlebenden, unter ihnen Erna de Vries, Max Eisen, Mordechai Eldar, Bill Glied, Leon Schwarzbaum, Justin Sonder und Irene Weiss[18], und die 71-jährige Angela Orosz Richt-Bein – eine der wenigen im Lager geborenen Überlebenden – reisten zum Teil aus Kanada, den USA oder Israel an, um als Zeugen oder als Nebenkläger auszusagen.[19] Aus Rücksicht auf das Alter und den Gesundheitszustand des Angeklagten wurden die Verhandlungen auf jeweils zwei Stunden begrenzt. Die wegen Holocaustleugnung 2015 verurteilte Ursula Haverbeck löste mit ihrem Erscheinen Unverständnis und Protest aus. Im Tumult wurde sie daran gehindert, in den Gerichtssaal zu gelangen.[9][20][21] Hanning räumte in einer persönlichen Erklärung am 29. April 2016 ein, von den Massenmorden gewusst zu haben.[22][23][24] Da er jedoch behauptete, nichts gesehen zu haben, kam ein vom Bayerischen Landeskriminalamt entwickeltes 3-D-Modell-als Beweismittel zu Anwendung, das zeigen kann, welche Dinge von einem bestimmten Blickpunkt aus gesehen werden konnten.[25] Die Anklage plädierte auf sechs Jahre Freiheitsstrafe, die Verteidigung hingegen auf Freispruch.[26][27] Am 17. Juni 2016 verurteilte das Gericht Hanning zu fünf Jahren Haft.[28][29][30]

Reinhold Hanning verstarb am 30. Mai 2017, was als Verfahrenshindernis die Einstellung des Strafverfahrens nach sich zog, so dass das Urteil nicht rechtskräftig wurde.

Neubrandenburger Auschwitzprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Februar 2016 eröffnete das Landgericht Neubrandenburg das Hauptverfahren gegen den zu diesem Zeitpunkt 95-jährigen Hubert Zafke, ehemaliger SS-Sanitäter im KZ Auschwitz.[31] Das Gericht teilte bereits im Sommer 2015 mit, das Verfahren werde wegen der Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten nicht eröffnet. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Beschwerde beim zuständigen Oberlandesgericht in Rostock ein.

Dem Angeklagten wird Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen von Mitte August bis Mitte September 1944 vorgeworfen. Als Mitglied der SS-Sanitätsstaffel sei ihm der industrielle Mord bekannt gewesen.[32] Für den Einsatz in Auschwitz-Birkenau im Jahre 1943/44 wurde er in Polen bereits 1946 (nach anderen Angaben 1948[33]) zu 3½ Jahren Haft verurteilt.

Gleich nach Eröffnung des Hauptverfahrens in Neubrandenburg wurde dieses wegen des Gesundheitszustandes des Angeklagten vertagt,[34] nach erneuter amtsärztlicher Begutachtung jedoch am 12. September 2016 die mündliche Verhandlung eröffnet.[35][36]

Nachdem sowohl die Nebenklagevertreter wie auch die Staatsanwaltschaft Befangenheitsanträge gegen die Kammer gestellt hatten, teilte das Gericht am 6. Oktober 2016 mit, der Prozess müsse ganz von vorne aufgerollt werden.[37][38][39]

Unter anderem auf Grund eines Beschlusses der Schwurgerichtskammer vom 13. Februar 2017 hat die Staatsanwaltschaft Schwerin Anfang April 2017 erneut gegen die Mitglieder der Schwurgerichtskammer und gegen zwei weitere Richter einen Befangenheitsantrag gestellt. Zudem hätten sich die Richter in zwei weiteren Beschlüssen aus dem November 2016 „in bedenklicher Weise“ über einen Nebenklagevertreter und die Staatsanwaltschaft Schwerin geäußert.[40] Die Vertreter der Nebenkläger haben wegen Rechtsbeugung Strafanzeige gestellt. [41]

Zahlreiche Prominente haben einen offenen Brief geschrieben und eine Petition initiiert. [42]

Erstmals in der Nachkriegsgeschichte hatte ein Befangenheitsantrag Erfolg. Mit Beschluss vom 23. Juni 2017 wurde die gesamte Kammer als befangen abgelehnt, weil die Kammer wiederholt versucht hatte, einen Nebenkläger vom Verfahren auszuschließen. Darüber hinaus wurde die „verletzende Kritik“ und „herabwürdigende Diktion“ des Kammervorsitzenden Kabisch gegenüber dem Vertreter dieses Nebenklägers gerügt.[43] Nach der Anzeige eines Vertreters der Nebenklage ermittelt seit Anfang April 2017 die Staatsanwaltschaft Stralsund gegen den Kammervorsitzenden wegen des Verdachts der Rechtsbeugung.[44][45]

Der inzwischen 96-jährige Angeklagte selbst war bereits einen Monat zuvor von zwei Sachverständigen als verhandlungsunfähig eingestuft worden.[46]

Kieler Auschwitzprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Jugendkammer in Kiel wurde 2015 eine damals 91-jährige Frau angeklagt, die als "Funkerin von Auschwitz" von April bis Juli 1944 in der Kommandantur gearbeitet haben soll und der Beihilfe zum Mord in mehr als 260.000 Fällen vorgeworfen wird.[47] Anfang Februar 2016 wurde die inzwischen 92-jährige als verhandlungsfähig eingestuft und die Verhandlung für April 2016 angesetzt.[48] Letztlich lehnte das Gericht jedoch die Eröffnung des Verfahrens aufgrund dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit der Angeklagten ab.[49]

Hanauer Auschwitzprozess[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dezember 2015 teilte die Jugendkammer des Landgerichts Hanau mit, ein der Beihilfe zum Mord in 1075 Fällen beschuldigter 92-jähriger früherer SS-Wachmann sei verhandlungsfähig.[50] Der Angeklagte soll von November 1942 bis Juni 1943 in Auschwitz Wachdienste geleistet haben. Der Beginn der mündlichen Hauptverhandlung wurde auf den 13. April 2016 anberaumt.[51] Der inzwischen 93-jährige Angeklagte verstarb jedoch vor der Verhandlung.[52]

Verarbeitung in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Martin Balzer und Werner Renz (Hrsg.): Das Urteil im Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), Pahl-Rugenstein Verlag NF, Bonn 2004, ISBN 3-89144-354-4.
  • Fritz Bauer Institut & Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau (Hrsg.): Der Auschwitz-Prozess. Tonbandmitschnitte, Protokolle, Dokumente. DVD/ROM. Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-89853-501-0. (Enthält auch Danuta Czech: Kalendarium für Auschwitz).
  • Annette Weinke: Überreste eines „unerwünschten Prozesses“. Die Edition der Tonbandmitschnitte zum ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965), in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 2 (2005), S. 314–320.
  • Raphael Gross, Werner Renz (Hrsg.): Der Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965). Kommentierte Quellenedition, 2 Bde, Frankfurt am Main, New York: Campus Verlag, 2013, ISBN 978-3-593-39960-7.
  • dass. & Irmtrud Wojak (Hg): Katalog Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63 Frankfurt am Main (Begleitbuch zur Ausstellung, s.u.) Snoeck, Köln 2004, ISBN 3-936859-08-6.
  • Dagi Knellessen: Zeugen im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) In: Hitlers Sklaven. Lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich, hrsg. von Alexander von Plato, Almut Leh und Christoph Thonfeld, Wien: Böhlau 2008, S. 371–388, ISBN 3-205-77753-0.
  • Peter Krause: Der Eichmann-Prozess in der deutschen Presse Campus, Frankfurt 2002, ISBN 3-593-37001-8.
  • Ullrich Kröger: Die Ahndung von NS-Verbrechen vor westdeutschen Gerichten und ihre Rezeption in der deutschen Öffentlichkeit 1958–1965. Dissertation, Universität Hamburg 1973.
  • Rudolf Hirsch: Auschwitz und Frankfurt – 20 Jahre danach, Urania Universum, Band 11, 1965, S. 455–463.
  • Hans Laternser: Die andere Seite im Auschwitz-Prozess 1963/65, Reden eines Verteidigers, Seewald, Stuttgart 1966.
  • Bernd Naumann: Auschwitz. Bericht über die Strafsache gegen Mulka u.a. vor dem Schwurgericht Frankfurt. Vom Autor gekürzte und bearb. Ausgabe. Philo, Berlin 2004, ISBN 3-8257-0364-9.[53]
  • Devin O. Pendas: „I didn't know what Auschwitz was.“ The Frankfurt Auschwitz-Trial and the German Press 1963–1965. In: Yale Journal of Law & the Humanities, Volume 12, Number 2, Summer 2000 ISSN 1041-6374
  • Devin O. Pendas: Der Auschwitz-Prozess. Völkermord vor Gericht. Übersetzer Klaus Binder. Siedler Verlag, München, 2013, 432 Seiten. ISBN 978-3-8275-0007-6 Rezensionsnachweise. Amerikan. Original Cambridge University Press, 2006, ISBN 978-0-521-12798-1.
  • Adalbert Rückerl: Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen 1945–1978. Eine Dokumentation. Juristischer Verlag Müller, Heidelberg-Karlsruhe 1979, ISBN 3-8114-0679-5.
  • Rolf Vogel: Ein Weg aus der Vergangenheit. Eine Dokumentation zur Verjährungsfrage und zu den NS-Prozessen. Ullstein, Frankfurt am Main 1969 DNB 458588245.
  • Gerhard Werle, Thomas Wandres: Auschwitz vor Gericht. Völkermord und bundesdeutsche Strafjustiz. C. H. Beck, München 1995, ISBN 3-406-37489-1.
  • Jürgen Wilke, Birgit Schenk, Akiba A. Cohen: Holocaust und NS-Prozesse. Die Presseberichterstattung in Israel und Deutschland zwischen Aneignung und Abwehr. Böhlau, Köln 1995, ISBN 3-412-11694-7.
  • Irmtrud Wojak, Fritz Bauer Institut: „Gerichtstag halten über uns selbst...“ Geschichte und Wirkung des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses, Campus, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36721-1.
  • Ebbo Demant (Hrsg.): Auschwitz – „Direkt von der Rampe weg...“ Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll. Mit einer Einführung von Axel Eggebrecht. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1979, ISBN 3-499-14438-7.
  • Axel Eggebrecht, Deutsches Rundfunkarchiv: Aufklärung statt Bewältigung, CD-ROM mit Tondokumenten zeitgenössischer Rundfunkbeiträge Axel Eggebrechts, Selbstverlag des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA-Webshop), 2011.
  • Heinz Düx: Justiz und Demokratie. Anspruch und Realität in Westdeutschland nach 1945. Gesammelte Schriften 1948–2013. Herausgegeben von Friedrich-Martin Balzer, Pahl-Rugenstein Verlag Nf., Bonn 2013, ISBN 978-3-89144-467-2.
  • Ralph Dobrawa: Der Auschwitz-Prozess. Ein Lehrstück deutscher Geschichte, Das Neue Berlin, Berlin 2013, ISBN 978-3-360-02170-0.
  • Peter Jochen Winters: Den Mördern ins Auge gesehen: Berichte eines jungen Journalisten vom Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963 - 1965, Metropol-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86331-253-4.
Zu den anderen Verfahren
  • Thomas Albrich, Winfried Garscha, Martin Polaschek (Hrsg.): Holocaust und Kriegsverbrechen vor Gericht. Der Fall Österreich. Studienverlag, Innsbruck 2006, ISBN 3-7065-4258-7.
  • Michael Thad Allen: Realms of Oblivion. The Vienna Auschwitz Trial. In: Central European History, 40 (2007), S. 397–428 (Abstract) – über den Prozess gegen Josef Ertl und Walter Dejaco in Wien 1972.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frankfurter Auschwitzprozesse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andere Verfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Notizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Düx: Der Auschwitzprozess in Frankfurt/Main, S. 42 ff.
  2. datiert 1. März 1958 (Quelle: Devin O. Pendas, Der Auschwitz-Prozess: Völkermord vor Gericht, Fußnote 107 ) (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  3. Vgl. beispielsweise Yehuda Bacons Schilderungen über seine Erfahrungen als Zeuge im Eichmann- und Auschwitzprozess, Kurzfilm „Zeugenschaft in NS-Prozessen“
  4. Ronen Steinke: Auschwitz-Zeugen im O-Ton – Audiostream aus der Hölle. In: sueddeutsche.de. 7. Oktober 2013, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  5. Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. (9. Juni 2016)
  6. Ulrich Gutmair: Ein Querschnitt der Gesellschaft. TAZ.de, 28. März 2015, abgerufen am 18. Oktober 2016.
  7. Werner Renz: Oskar Gröning: Die Justiz schärft ihren Blick auf Auschwitz. In: zeit.de. 21. Juli 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  8. Zur neueren Holocaust-Täter-Forschung siehe auch: Frank Bajohr: Neuere Täterforschung, Version: 1.0, in: Docupedia-Zeitgeschichte, 18. Juni 2013
  9. a b Jörg Diehl, Benjamin Schulz: Prozess gegen früheren Auschwitz-Wachmann: Die Frage nach der Mitschuld. In: Spiegel Online. 10. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  10. NS-Verbrechen vor Gericht: Warum so spät gegen KZ-Wachleute ermittelt wird. In: tagesspiegel.de. undatiert, abgerufen am Dezember 2016.
  11. Zeit Online, dpa, AFP, mm: Auschwitz-Prozess: Oskar Gröning zu vier Jahren Haft verurteilt. In: zeit.de. 15. Juli 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  12. Martin Anetzberger: NS-Verbrechen – BGH bestätigt Urteil gegen den "Buchhalter von Auschwitz". In: sueddeutsche.de. 28. November 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  13. Beihilfe zum NS-Massenmord: BGH bestätigt Urteil gegen früheren SS-Mann Gröning. In: Spiegel Online. 28. November 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  14. a b Früherer SS-Mann Gröning soll Haftstrafe antreten. Spiegel Online, 2. August 2017, abgerufen am 3. August 2017.
  15. Ehemaliger SS-Mann Gröning soll ins Gefängnis. Hannoversche Allgemeine, 1. August 2017, abgerufen am 3. August 2017.
  16. Gisela Friedrichsen: Prozess gegen Auschwitz-Wachmann: "Das haben wir alle gewusst". In: Spiegel Online. 11. März 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  17. Auschwitz-Überlebende sagen im Detmolder SS-Wachmann-Prozess aus
  18. am 21. Februar 2016
  19. Prozesse: Auschwitzprozess: Zeugen schildern Grausamkeit der Wachleute. In: zeit.de. 12. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  20. Prozess gegen früheren Auschwitz-Wachmann: Holocaust-Leugnerin löst Tumult aus. In: Spiegel Online. 11. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  21. Überlebender im Auschwitz-Prozess: "Dann trat er in Rage weiter auf den Mann ein". In: Spiegel Online. 18. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  22. Auschwitz-Prozess in Detmold – Früherer SS-Wachmann bricht sein Schweigen: "Es tut mir aufrichtig leid". In: sueddeutsche.de. 29. April 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  23. Prozess gegen Ex-SS-Wachmann - "Ich schäme mich dafür". In: deutschlandfunk.de. 29. April 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  24. Zeit Online, dpa, sk: Auschwitz-Prozess: "Man bekam mit, was dort ablief". In: zeit.de. 29. April 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  25. Tatorte – 3-D-Modell von Auschwitz soll NS-Verbrecher überführen. In: sueddeutsche.de. 29. August 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  26. Auschwitzprozess – Verteidiger von SS-Wachmann fordern Freispruch. In: sueddeutsche.de. 11. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  27. Gisela Friedrichsen: Detmolder SS-Prozess: Unschuldig in Auschwitz? In: Spiegel Online. 11. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  28. Hans Holzhaider: Auschwitz-Prozess in Detmold – Rädchen in der Vernichtungsmaschinerie Auschwitz. In: sueddeutsche.de. 17. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  29. Benjamin Schulz: Urteil im Auschwitz-Prozess: "Sie haben zugesehen, wie Menschen in Gaskammern ermordet wurden". In: Spiegel Online. 17. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  30. Rp Online: Detmolder Auschwitz-Prozess: Fünf Jahre Haft für SS-Wachmann Hanning. In: rp-online.de. 17. Juni 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  31. Früherer SS-Sanitäter: Prozess vertagt. In: mdr.de. 29. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  32. NS: Prozess gegen früheren SS-Sanitäter beginnt in Neubrandenburg. In: welt.de. 29. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  33. Ehemaliger SS-Sanitäter: 94-Jähriger wegen Beihilfe zum Mord in Auschwitz-Birkenau angeklagt. In: Spiegel Online. 23. Februar 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  34. Zeit Online, AFP, dpa, asd: Auschwitz-Prozess: Prozess gegen 95-jährigen KZ-Sanitäter vertagt. In: zeit.de. 29. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  35. Weiterer Auschwitz-Prozess in Neubrandenburg begonnen. In: sueddeutsche.de. 12. September 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  36. Gisela Friedrichsen: Auschwitz-Prozess in Neubrandenburg – Unwürdiges Schauspiel. Spiegel Online, 12. September 2016, abgerufen am 12. September 2016.
  37. Klaus Hillenbrand: Auschwitz-Prozess gegen Hubert Zafke: Stillstand in Neubrandenburg. In: taz.de. 9. Oktober 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  38. Befangenheitsanträge: Auschwitz-Prozess in Neubrandenburg geplatzt. In: Spiegel Online. 6. Oktober 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  39. Peter Maxwill: Geplatzter Auschwitz-Prozess: "Ein fatales Signal". In: Spiegel Online. 7. Oktober 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  40. Klaus Hillenbrand: Verzögerungen im Auschwitz-Prozess: Befangenheitsantrag gegen Richter. In: taz.de. 9. April 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  41. Rechtsanwälte Thomas Walther und Cornelius Nestler, Presseerklärung der Nabenkläger
  42. Klaus Hillenbrand: Petition der Woche - Ein Richter unter Verdacht. In: taz.de. 9. April 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  43. http://www.sueddeutsche.de/politik/ns-prozess-erstmals-wird-richtern-in-ns-verfahren-leitung-entzogen-1.3559217
  44. https://www.welt.de/politik/deutschland/article163574502/Wenn-der-Richter-selbst-Gegenstand-von-Ermittlungen-wird.html
  45. https://www.welt.de/politik/deutschland/article165913979/Neubrandenburger-Auschwitzprozess-macht-Rechtsgeschichte.html#Comments
  46. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/neubrandenburg-ss-prozess-nach-gutachten-vor-dem-aus-a-1147575.html
  47. KZ Auschwitz – SS-Helferin in Kiel angeklagt. In: sueddeutsche.de. 21. September 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  48. Per Hinrichs: Auschwitz-Prozesse: Ehemalige Funkerin bald vor Gericht. In: welt.de. 4. Februar 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  49. Kieler Nachrichten, Kiel, Schleswig-Holstein, Germany: Kein Auschwitz-Prozess in Kiel gegen SS-Helferin – KN - Kieler Nachrichten. Abgerufen am 4. März 2017 (deutsch).
  50. KZ Auschwitz – Landgericht Hanau: Früherer SS-Wachmann verhandlungsfähig. In: sueddeutsche.de. 10. Dezember 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  51. Oliver Teutsch: Hanau: SS-Wachmann in Hanau vor Gericht. In: fr-online.de. 3. April 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  52. Hanau – Ehemaliger SS-Mann kurz vor Prozess gestorben. In: sueddeutsche.de. 7. April 2016, abgerufen am 30. Dezember 2016.
  53. Naumann war der Berichterstatter der FAZ im Prozess, darauf beruht sein Buch. Vorwort: Hannah Arendt. Zuerst Athenäum, 1965. In Englisch: Auschwitz. A report on the proceedings against Robert Karl Ludwig Mulka and others before the court of Frankfurt. Pall Mall, London 1966. Naumann lebte 1922–1971; „bearb. und gekürzt“ bezieht sich auf die ursprgl. Zeitungsartikel.
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