Ausdauerndes Silberblatt

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Ausdauerndes Silberblatt
Ausdauerndes Silberblatt (Lunaria rediviva)

Ausdauerndes Silberblatt (Lunaria rediviva)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Gattung: Silberblätter (Lunaria)
Art: Ausdauerndes Silberblatt
Wissenschaftlicher Name
Lunaria rediviva
L.
Blüten des Ausdauernden Silberblatts
Schoten und Blätter

Das Ausdauernde Silberblatt (Lunaria rediviva), auch Wildes Silberblatt oder Mondviole, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Zusammen mit dem Einjährigen Silberblatt (Lunaria annua) und Lunaria telekiana bildet es die Gattung der Silberblätter (Lunaria).

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Ausdauernde Silberblatt ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 140 cm erreicht. Die Laubblätter sind alle gestielt, spitz eiförmig bis herzförmig mit gezahntem Rand. Die Blütezeit liegt im Mai bis Juli. Als Blütenstände werden kuppelförmige Schirmrispen gebildet. Die vier Kronblätter sind weiß bis zart-lila und 12 bis 20 mm lang. Nachts duften die Blüten stark fliederartig. Als Früchte werden 3,5 bis 9 cm lange Schötchen gebildet, die breit-lanzettlich, seitlich zusammengedrückt und durchscheinend sind. Ihre Scheidewand ist silbrig. Sie bleiben teilweise bis ins nächste Frühjahr an der Pflanze.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 30[1].

Ökologie[Bearbeiten]

Das Ausdauernde Silberblatt ist ein ausdauernder Hemikryptophyt und eine Halbrosettenpflanze mit Rhizom.

Die Blüten sind große, wohlriechende „Stieltellerblumen“ mit herausragenden Staubbeuteln. Die Kelchröhre ist mit 8-9 mm ziemlich lang. Der Nektar wird am Grund der Staubblätter angereichert. Bestäuber sind Nachtfalter und Bienen, neben Pollen fressenden Insekten. Die Blüten sind wohl selbststeril. Die Blütezeit liegt im Mai bis Juli.

Die Schoten werfen zur Reife die Fruchtklappen ab. Es bleibt neben dem samentragenden Rahmen als auffälliges Gebilde die falsche Scheidewand zurück. Diese dient als Windfang und fördert die Ausbreitung als Windstreuer. Die Samen mit Hautrand sind Segelflieger und Kältekeimer. Fruchtreife ist von August bis Oktober.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Ausdauernde Silberblatt kommt von der Iberischen Halbinsel über Mittel- und Südeuropa bis in den europäischen Teil Russlands und Südschweden vor.[2] Es wächst vorwiegend in feuchten, schattigen Laub-Bergwäldern an warmen und wintermilden Standorten. Es ist eine Charakterart des Eschen-Ahorn-Schluchtwalds (Fraxino-Aceretum).

Verwendung[Bearbeiten]

Das Ausdauernde Silberblatt wird gelegentlich als Zier- und Duftpflanze angepflanzt.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Lunaria rediviva im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.