Auserwähltes Volk

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Die Worte Auserwähltes Volk beziehen sich auf die Juden. Die These vom „auserwählten Volk“ lässt manche Missdeutung zu. Statt auserwählt könnte man auch übersetzen: ausgesucht, gewählt oder erwählt. Das moderne Judentum versteht „Auserwähltheit“ als große ethische Verpflichtung, Vermittler zwischen Gott und der Schöpfung zu sein für alle Menschen.[1]

Die Antwort auf die Frage, für welche Aufgaben auserwählt wurde, findet man in dem Tora-Abschnitt Exodus 19:3-6, in dem Gott am Berg Sinai mit Moses spricht: um „ein Königreich der Priester und ein heiliges Volk“ zu sein. Der Bezug auf Priester bezieht sich nicht auf die Priester, die von Aharon dem Hohepriester abstammen (Kohanim), sondern auf eine „priesterliche Funktion“ aller Juden. Diese Funktion bedeutet, Gott zu den Menschen zu bringen und die Menschen so zu erhöhen, dass sie Gott näher kommen. Diese „priesterliche Funktion“ wurde vom Propheten Jesaja als „Licht für die Welt“ bezeichnet. Ganz gleich ob in Eretz Israel oder in der Diaspora lebend jeder einzelne Jude soll sich der Bedeutung, Repräsentant des jüdischen Volkes zu sein, bewusst sein. Der Körper mag im Exil sein, die jüdische Seele ist nie im Exil.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fluch oder Segen? Die Juden als auserwähltes Volk
  2. Das auserwählte Volk – wofür ist es auserwählt?