Integration von Zugewanderten

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Bei der Integration von Zugewanderten (Migranten) handelt es sich um den Prozess der sozialen Integration zugewanderter bzw. eingewanderter Personen und ggf. ihrer Nachkommen.

Die soziale Integration beinhaltet mehrere Dimensionen. Zentrale Aspekte sind vor allem Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt, Partizipation, Werte und Identifikation innerhalb des Ziellandes. Die Thematik umfasst sowohl die Angelegenheiten einzelner eingewanderter Personen in ihrem Lebensalltag als auch soziokulturelle Phänomene im Gastland als Gesamtgesellschaft. Ebenso kann eine sukzessiven Gleichstellung zu anderen Einwohnern in Rechten, Pflichten und Chancen darunter gefasst werden.

Im gesellschaftlichen Diskurs geht es dabei oft nicht nur um eine Integration der Einwanderer selbst (Migranten der ersten Generation, „Ausländerintegration“ in engeren Sinne), sondern auch um die der meist schon eingebürgerten oder als Staatsbürger geborenen Nachfolgegeneration(en), die „Integration von Menschen mit Migrationshintergrund“ bzw. „mit Zuwanderungsgeschichte“.[1] Sonderfälle gruppenspezifischer Integration sind etwa die Integration von bereits vor längerer Zeit zugewanderten sprachlich-kulturellen oder ethnischen Minderheiten, hier spricht man von Integration von Minderheiten, überlappend zur Integration autochthoner (einheimischer) Minderheiten. Bei Arbeitsmigration spricht man auch von Integration ausländischer Beschäftigter, insbesondere bei denen, die sich entschließen, im Beschäftigungsland zu bleiben, wie das in Europa beispielsweise in der Gastarbeiter-Thematik des mittleren 20. Jahrhunderts auftrat.

Ein Spezialfall ist die „Flüchtlingsintegration“, insbesondere im Rahmen von Massenströmen einer Fluchtbewegung. Bei geflüchteten Personen, die gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention als Flüchtlinge einzustufen sind, ist die Situation im jeweiligen Aufnahmeland insofern anders als für Migranten im Allgemeinen, als bestimmte völkerrechtliche Verpflichtungen bestehen, die der Aufnahmestaat im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen einzuhalten hat. Im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 rückte die Debatte um die Einwanderungs-, Flüchtlings- und Asylpolitik, um die Integration von Geflüchteten und von Migranten im Allgemeinen sowie um die Bleibeperspektive von Menschen mit ungeklärtem oder vorläufigem Aufenthaltsrecht stärker in die gesellschaftliche Aufmerksamkeit.

Manche Einwanderungsländer steuern die Einwanderung gezielt und bedarfsorientiert etwa mit einem Punktesystem, um die kulturelle und wirtschaftliche Integration zu steuern und zu begünstigen.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Wissenschaft besteht keine eindeutige Definition des Begriff der Integration.[2][3] Im Zusammenhang mit der Migration wird unter „Integration“ meist die soziale Integration (Sozialintegration) verstanden,[4] welche üblicherweise in mehreren Dimensionen betrachtet wird.

Soziale Integration vs. Systemintegration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Integration einzelner Personen, sowohl die auf Zugewanderte und die auf sprachlich-kulturelle oder ethnische Minderheiten bezogene Integration sowie auch die Integration anderer Bevölkerungsgruppen wie etwa Menschen mit Behinderung oder Menschen mit anderer sexueller Orientierung, sind Formen der sozialen Integration, das heißt, der Integration von einzelnen Akteuren in ein bestehendes System. Das Gegenteil von Integration ist die Ausgrenzung, gruppenbezogen auch Segregation genannt. Man nennt dies auch die Sozialintegration (Integration in die Gesellschaft[5]).

In Abgrenzung zur Sozialintegration wird in den Sozialwissenschaften von der Systemintegration (Integration der Gesellschaft[5]) gesprochen, sofern es um den Zusammenhalt eines sozialen Systems als Ganzes geht, etwa um den Zusammenhalt der Gesamtgesellschaft als Ganzes. Das Gegenteil der (System-)Integration nennt man Desintegration; im Zusammenhang der Migration ist die Rede von Ghettoisierung oder einer Aufspaltung der Gesellschaft in Parallelgesellschaften.

Vier Dimensionen der Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der sozialen Integration unterscheidet Hartmut Esser vier Dimensionen:

  • die Kulturation: kulturelle Integration im Sinne des Erwerbs von Wissen und Fähigkeiten einschließlich der Sprache,
  • die Platzierung: strukturelle Integration, insbesondere im Sinne von Bildungs­beteiligung und Arbeitsmarkt­beteiligung,
  • die Interaktion: soziale Integration im Sinne der sozialen Beziehungen im Alltag,
  • die Identifikation: emotionale Integration im Sinne eines persönlichen Zugehörigkeitsgefühls zur Gesellschaft.[6]

Mit der Platzierung geht auch die Übernahme von Rechten einher.[4]

Der kulturellen Integration wird teils auch (zusätzlich) die Kenntnis und Anerkennung sozialer Normen zugerechnet.[7]

Vergleiche aber: Wilhelm Heitmeyer#Soziale Desintegration (mit drei Dimensionen: sozialstrukturelle, institutionelle und personale Dimension)

Grundlegendes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personenkreis und Phasen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausländerintegration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Ausländerintegration im eigentlichen Sinne umfasst – insbesondere bei Geflüchteten, die typischerweise völlig unvorbereitet in andere Länder umsiedeln – eine Erstversorgung (Unterbringung, Verköstigung, grundlegende Wohlfahrt), in Folge das Erlernen der Landessprache und Kennenlernen des Alltags mit seinen spezifischen Eigenheiten sowie Unterstützung in behördlichen Angelegenheiten. Bei Arbeits- oder Bildungsmigranten ist diese Phase viel einfacher, da sie oft schon in ihrem Heimatland Vorbereitungen getroffen haben und meist zumindest gewisse Basisvoraussetzungen mitbringen und im Zielland oft schon in eine Infrastruktur eingebunden sind (Arbeitgeber, Bildungsaustausch), das Letztere gilt ebenso für Ehepartner (Heiratsmigration) und andere Menschen mit enger persönlicher Beziehung zum Zielland.

In zweiter Phase erfolgt – sofern der Migrant nicht wieder freiwillig in sein Land heimkehren will, abgeschoben wird oder weiterwandert – eine längerfristige Integration in das Bildungssystem und/oder den Arbeitsmarkt (Aufbau einer Bildungs- und Arbeitskarriere), der Aufbau einer eigenständigen und selbstbestimmten Lebensführung, begleitende Maßnahmen, um ein Abgleiten in die Illegalität zu verhindern, und migrationsspezifische Maßnahmen wie Familienzusammenführung.[8] Mit einer Einbürgerung, meist nach etwa 5 bis 15 Jahren je nach Land, ist die Ausländerintegration abgeschlossen, weil er nun Inländer im Sinne des Begriffs ist.

Daran schließt sich eine Zeit an, in der die volle Eingliederung der Migranten und ihrer Familien vor sich geht; das umfasst Aspekte wie die faktische Umsetzung aller Rechte und Pflichten eines Staatsbürgers, Herstellung der Chancengleichheit, die eng mit den familiären Herkunftsverhältnissen verbunden ist, aber auch die Anerkennung kultureller Spezifika durch die neue Heimatgesellschaft. Diese Phase hält nach soziologischen Erkenntnissen durch soziale Durchmischung etwa bis in die dritte Generation an; ab dann wird nicht mehr von Migrationshintergrund im eigentlichen Sinne gesprochen.

Gruppenspezifische Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch haben sich aus solchen Migrationen, sofern es größere Gruppen betrifft, entweder ethnische Minderheiten entwickelt, wenn gewisse soziokulturelle Basisfaktoren wie Muttersprache, Religionszugehörigkeit, und Sitten und Gebräuche beibehalten wurden; dann können sich ethnographische und demographische Unterschiede über viele Generationen hinweg halten, teilweise auch mit permanenter oder zumindest phasenweise mangelhafter Integration in das soziale Gesamtgefüge, bis hin zu Unterdrückungs- und Verfolgungsproblematiken auch nach jahrhundertealter Ansässigkeit. Im anderen Falle assimilieren sich die Nachfahren der Migranten in die kulturelle Beschaffenheiten einer Gesellschaft, indem sie ihre Eigenheiten aufgeben oder die Gastgesellschaft mitprägen, bis die Spuren der Herkunft nur mehr in hochstabilen Identitätsmerkmalen wie der Namenkunde des Familiennamens (sofern keine vollständige Assimilation vorliegt, d.h. bspw. Annahme eines einheimischen Namens) feststellen lassen (Spracheigenheiten der Namensbildung, Herkunftsnamen).

Flüchtlingsintegration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Flüchtlingen nach der Genfer Flüchtlingskonvention kommen dem Aufnahmestaat in all diesen Phasen bestimmte Verpflichtungen hinsichtlich der Integration des Flüchtlings zu. Hier sind insbesondere zu nennen: der Zugang zum Arbeitsmarkt des Aufnahmestaates (Artikel 17), der Zugang zum Schulunterricht (Artikel 22), die öffentliche Fürsorge (Artikel 23) und die erleichterte Eingliederung und Einbürgerung (Artikel 34).

Die Erleichterung der Integration von Flüchtlingen ist ebenfalls in Artikel 34 der Richtlinie 2011/95/EU (Qualifikationsrichtlinie) als staatliche Verpflichtung verankert.[9]

Modalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sprachliche Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Integration von Zuwanderern gehört die Aneignung der Landessprache in Wort und Schrift. Es werden auch Angebote der Sprachförderung eingesetzt.

Die Bedeutung der Sprachförderung wird beispielsweise in einem Entwurf für ein Integrationsgesetz in Deutschland hervorgehoben, das Minimalanforderungen benennt:

„Für eine erfolgreiche Integration ist der Erwerb der deutschen Sprache zwingende Voraussetzung. Dies gilt auch für die Menschen, die nur für einen kurzen Zeitraum in Deutschland leben werden. Denn auch diese Menschen sollen sich für diesen kurzen Zeitraum integrieren und die gesellschaftlichen Regeln kennenlernen und befolgen. Dafür benötigen sie Kenntnisse der deutschen Sprache. Je früher Integration beginnt, umso erfolgreicher kann sie sein. Lange Phasen der Untätigkeit bergen die Gefahr, dass die hohe Motivation der Menschen ungenutzt verloren geht. Integration auf Zeit ist dabei einer Zeit ohne Integration vorzuziehen. Lediglich bei Menschen aus sicheren Herkunftsstaaten scheint es gerechtfertigt, aufgrund der individuell geringen Bleibewahrscheinlichkeit bis zur Klärung des Status zunächst auf eine Förderung mit dem Ziel der Integration zu verzichten.“[10]

Für die volle Integration von Migranten und Flüchtlingen, die auf Dauer im Aufnahmeland bleiben wollen (bzw. wahrscheinlich bleiben werden), ist es erforderlich, ihnen Sprachkenntnisse zu vermitteln, die nicht nur allen die erfolgreiche Teilnahme an Alltagsgesprächen, sondern auch dafür fachlich Geeigneten gehobene Schul- und Ausbildungsabschlüsse ermöglichen. Das entspricht mindestens Kompetenzniveau B 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen. Man geht davon aus, dass der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache, vor allem wenn er spät beginnt, auch unter Bedingungen schulischer Förderung fünf bis sieben Jahre bis zur muttersprachenähnlichen Beherrschung dauern kann.[11] Die Nichtbeherrschung der Bildungssprache des Aufnahmelandes, d. h. der Unterrichtssprache an Schulen, stellt ein zentrales Hindernis für die volle Integration von Migranten und Geflüchteten dar.

Sprachforscher betonen, dass die Beherrschung der eigenen Muttersprache entscheidend dafür ist, eine neue Sprache schneller und besser erlernen zu können. Sie halten daher auch den muttersprachlichen Unterricht an Schulen für unabdingbar. Zudem gehe es auch darum, dem Schüler die Möglichkeit offenzuhalten, in sein Herkunftsland zurückzugehen und dort zu arbeiten. Ausländer sollten „auf keinen Fall mit ihren Kindern radebrechend Deutsch sprechen, sondern bei der Muttersprache bleiben“.[12] Als ein Beispiel für den muttersprachlichen Unterricht an Schulen wird auch der heute in Schweden übliche Unterricht in der Muttersprache genannt.[12] In Österreich steht die Muttersprachenförderung allen Schülern mit nichtdeutscher Muttersprache oder zweisprachigen Schülern ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft offen. In Nordrhein-Westfalen besteht für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte ein Unterrichtsangebot in den am meisten gesprochenen Herkunftssprachen; vormals gab es auch in Bayern muttersprachlichen Ergänzungsunterricht.

In Deutschland ist Sprachunterricht ein Teil des Integrationskurses. Die Arbeitsagentur Westmecklenburg teilte mit, dass von den 1497 angemeldeten Teilnehmern für Deutschkurse, die für Flüchtlinge 2015/2016 angeboten wurden, nur 716 diese bis zum Schluss besucht hätten. Das Magazin „Fakt“ des Mitteldeutschen Rundfunks zieht daraus den Schluss, dass diese Quote auch für andere Arbeitsagenturen zutreffen dürfte und dass daher ein Großteil der 300 Millionen Euro, die 2016 für Deutschkurse für Flüchtlinge investiert worden seien, „verpufft“ seien.[13] Der Bundesrechnungshof monierte im März 2017, dass bundesweit „ungefähr bis zur Kursmitte nur noch 43 Prozent der angemeldeten Kursteilnehmer anwesend waren.“[14]

In Österreich sieht eine Integrationsvereinbarung von 2003 vor, dass Migranten zwei Jahre nach ihrer Einreise Sprachkenntnisse auf dem Kompetenzniveau A 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachweisen können sollen.

Integration durch Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung gilt als „der Schlüssel für die Teilhabe am wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben“.[15]

Siehe auch: Plattformberuf

Integration in den Arbeitsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitsmarktintegration gilt als ein entscheidender Aspekt der Integration, da die Erwerbstätigkeit der Sicherung des Lebensunterhalts dient.

In Deutschland sind zugewanderte EU-Bürger und Zuwanderer aus Drittstaaten mit einem Aufenthaltstitel zu Erwerbszwecken zu jeweils rund 75 Prozent erwerbstätig. Unter Asylbewerbern und Flüchtlingen liegt der Anteil bei rund 55 Prozent, kurzfristig auch erheblich niedriger.[16] Asylbewerber mit Aufenthaltsgestattung unterliegen nach § 61 Abs. 2 AsylG einem zeitweiligen absoluten Arbeitsverbot; nach Ablauf des Arbeitsverbots ist ggf. die Vorrangprüfung zu beachten. Auch Geduldeten kann für die Dauer der Duldung die Aufnahme einer Beschäftigung gestattet werden.

Einer OECD-Studie zufolge sind in Deutschland über 70 Prozent der hochqualifizierten Flüchtlinge nicht ihrer Qualifikation entsprechend beschäftigt, mehr als in allen anderen Staaten Europas (Stand: 2016).[17]

Eine schnelle Integration von Neuankömmlingen in den Arbeitsmarkt und allgemeiner die Vermeidung von Passivität heben Herfried und Marina Münkler in ihrem 2016 erschienenen Buch Die neuen Deutschen als die wichtigsten Forderungen an die deutsche Integrationspolitik hervor.[18]

Integration durch Partizipation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Partizipation

Der Deutsche Olympische Sportbund engagiert sich mit dem Programm Integration durch Sport sowohl für die gesellschaftliche Integration durch Sport als auch für die Integration innerhalb der Strukturen des organisierten Sports.

Migrantenselbstorganisationen spricht das Bundesfamilienministerium bei der Integration eine „Brückenfunktion“ zu.[19]

Ein Recht auf (volle) politische Partizipation erhalten zugewanderte Ausländer gegebenenfalls durch eine Einbürgerung. Innerhalb der EU haben aber auch Ausländer ein (begrenztes) politisches Mitspracherecht (siehe Ausländerstimm- und -wahlrecht); daneben können sie meist in ihrem Herkunftsland an nationalen Wahlen teilnehmen. (Es bestehen aber Ausnahmen: So gesteht Großbritannien ihren expatriates, die mehr als 15 Jahre im Ausland gelebt haben, kein Wahlrecht bei nationalen Wahlen zu, wobei diese Regel politisch immer wieder zur Debatte steht.[20])

Identifikation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Präsident des Deutschen Bundestages hob Wolfgang Thierse wiederholt hervor, dass es von einem Zuwanderer nicht verlangt wird, seine kulturelle Herkunft zu verleugnen. Er müsse aber die Grundwerte der Verfassung und der demokratischen Regeln akzeptieren. Zugleich betonte er die Bedeutung des Erwerbs der Landessprache.[21][22]

Weitere Aspekte von Integration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diversity in Unternehmen und Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Unternehmen kommen bezüglich des Umgangs mit nationaler und ethnischer Vielfalt Kosten-Nutzen-Überlegungen zum Tragen.

Zudem bestehen Förderprogramme, mit denen die Integration im Arbeitsmarkt gefördert werden soll. So unterstützt die deutsche Bundesregierung mit dem Förderprogramm Integration durch Qualifizierung die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt.

Im Zusammenhang mit Diversity Management wird seitens Menschenrechtsorganisationen einerseits und Betrieben andererseits bisweilen das Bestreben genannt, verstärkt Maßnahmen zur Gleichstellung von Migranten in der Arbeitswelt, zur Sensibilisierung für Diskriminierung und zur Förderung der Akzeptanz von Vielfalt zu ergreifen.[23][24]

Schließung der „Vergesellschaftungslücke“ älterer Migranten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voraussichtlich wird sich der Anteil der 65-Jährigen und Älteren in der Migrantenbevölkerung in Deutschland von 8,4 Prozent (im Jahr 2007) bis zum Jahr 2032 auf 15,1 Prozent erhöhen, und die absolute Zahl der Älteren mit Migrationshintergrund wird vermutlich von ca. 1,4 Millionen (im Jahr 2007) auf ca. 3,6 Millionen (im Jahr 2032) ansteigen.[25]

Ein grundsätzliches Problem, das auf Menschen zukommt, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden, liegt darin, dass bei ihnen eine „Vergesellschaftungslücke“ entstehen kann. „Vergesellschaftung“ wird von Wolfgang Clemens als Prozess verstanden, „in dem Menschen durch gesellschaftliche Strukturen und Programme zum Handeln angeregt, herausgefordert und damit engagiert werden“.[26] Bei Rentnern erfolge die soziale Integration nicht mehr über die Erwerbsarbeit, sondern beschränke sich auf eine Vergesellschaftung über Familie, soziale Netze, Freizeit und Konsum. Anders als für alle anderen Altersstufen halte die Gesellschaft für das (hohe) Alter keine typischen Regularien (wie den Kindergarten- und Schulbesuch, die Berufsausbildung und -ausübung sowie die Betreuung eigener Kinder) bereit, sondern Alter müsse individuell gestaltet werden.[27]

Nach dem Wegfall der Erwerbstätigkeit verschärfen sich bei vielen Menschen mit Migrationshintergrund Integrationsdefizite, zumal bei einem durchschnittlich geringen Alterseinkommen Chancen zur Teilhabe über den Konsum stark reduziert sind. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013[28] sind 41,5 Prozent der über 65-Jährigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Deutschland von Armut bedroht (bei den Gleichaltrigen mit deutschem Pass sind es 13,3 Prozent).

Mit der Situation alternder Menschen mit Migrationshintergrund befasste sich 2007 bis 2009 das Projekt AAMEE (Active Ageing of Migrant Elders across Europe) des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen.[29] Im selben Jahr stellte das deutsche Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Situation von älteren Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zusammenfassend fest:

  • Zur Entberuflichung des Alters ist zu sagen, dass ältere Migranten ihre Berufstätigkeit häufiger früher aufgeben als Deutsche;
  • eine Feminisierung des Alters trifft nicht zu, da Männer in der Altersgruppe der 40-bis 60-Jährigen und ab 60-Jährigen häufiger vertreten sind als Frauen; dieser Männerüberschuss resultiert aus der Anwerbepolitik der 1960er/70er Jahre;
  • hieraus ergeben sich Folgen für die Singularisierung des Alters;
  • ältere Migrantinnen und Migranten leben häufiger als gleichaltrige Deutsche in Ein-Personen-Haushalten;
  • Hochaltrigkeit bei Migranten ist noch selten, allerdings nimmt ihr Anteil zu; zudem führen die schlechteren gesundheitlichen Ausgangsbedingungen und das geringere Ausmaß an ökonomischen Kompensationsressourcen zu einem höheren und früher eintretenden Hilfe- und Pflegebedarf.[30]

Kontraproduktiv im Hinblick auf die Integration von Migranten sei, so das Ministerium, „eine Wiederbelebung der Ethnizität im Alter“.[31]

Gesellschaftlicher und politischer Kontext[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwanderung steht im Zusammenhang mit dem Entstehen von ethnischen, nationalen, sprachlichen und religiösen Minderheiten.

Wirtschaftlich betrachtet, wird die Migration auch im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung und einem eventuellen Fachkräftemangel gesehen. Dabei wird unter anderem von Brain-Gain einerseits und den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten der Integration andererseits gesprochen.

Länderübergreifende Studien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Migrant Integration Policy Index dient der Bewertung der Integrationspolitik für Migranten in allen EU-Staaten und drei weiteren Nicht-EU-Staaten anhand feststehender Kriterien.

Integrationsmonitoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 wird in Deutschland im Rahmen der Integrationsministerkonferenz alle zwei Jahre eine länderübergreifende Auswertung zum Stand der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Bundesländern vorgelegt.[32]

Verschiedene in Deutschland erstellte Integrationsberichte unterscheiden sich erheblich in der Anzahl der Indikatoren, der Dimensionen bzw. Bereiche der Untersuchungen und der Datenquellen; unter anderem wird hierfür der Mikrozensus ausgewertet.[33] Im Zusammenhang mit Datenerhebungen zum Stand der Integration wird einerseits eine Gefahr einer „Ethnisierung“ der Integrationsdebatte, andererseits aber auch ein Bedarf nach aussagekräftigeren Erhebungen hervorgehoben. So führt beispielsweise Susanne Worbs, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, folgende beim Integrationsmonitoring eingesetzten Unterscheidungen an:

  • Personen mit und ohne Migrationshintergrund (gelegentlich: Personen mit Migrationshintergrund und Gesamtbevölkerung).
  • Ausländische und deutsche Staatsangehörige. Ein Sonderfall hiervon ist der Vergleich von Eingebürgerten mit Ausländern derselben Herkunftsgruppe.
  • Erste Generation (im Ausland Geborene) und zweite Generation (in Deutschland Geborene); alternativ eine Differenzierung nach Altersgruppen.
  • Männer und Frauen.
  • Ausgewählte Herkunftsländer bzw. -regionen. Diese Differenzierung ist am umstrittensten, unter anderem weil befürchtet wird, damit einer „Ethnisierung“ der Integrationsdebatte Vorschub zu leisten".[34]

Worbs betont aber auch:

„Ein Integrationsmonitoring verliert stark an Aussagekraft, wenn es sich nur auf heterogene Großgruppen wie ‚Ausländer‘ oder ‚Personen mit Migrationshintergrund‘ bezieht. Um dies zu vermeiden, wäre es sinnvoll, Aussagen mindestens über die wichtigsten Herkunftsgruppen zu treffen und dies mit der Analyse von soziodemografischen Faktoren, Milieu- und/oder sozialen Schichtzugehörigkeiten zu kombinieren.“[35]

Im Rahmen des österreichischen Nationalen Integrationsplans Integration (NAP.I) stellte der Heinz Fassmann 25 Integrationsindikatoren vor, die den Integrationsprozess und den Stand der Integration in Österreich abbilden sollen. Es handelt sich um 24 statistisch messbare Indikatoren sowie einen subjektiven, mit­tels Umfragen zu erhebenden Indikator.[36]

Akteure[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Integration setzt einerseits den Willen seitens der Einwanderer voraus, sich einzugliedern. Andererseits ist seitens der aufnehmenden Gesellschaft der Wille zur Aufnahme eingewanderter Personen erforderlich.

Integration als individuelle Leistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bereitschaft zur Integration wird auch als Leistung seitens der nichtintegrierten Person verstanden.

Bestimmte Integrationsleistungen können konkrete Vorteile bringen. Insbesondere ist hier die Aufenthaltserlaubnis für gut integrierte Geduldete zu nennen: Auf dieser Basis können insbesondere junge Menschen bei entsprechender Integration nach sechs Jahren einen Aufenthaltstitel erhalten.

Des Weiteren kann in Deutschland nach § 10 Absatz 3 Satz 2 StAG die für einen Anspruch auf Einbürgerung erforderliche Mindestdauer von acht Jahren rechtmäßigen Aufenthalts auf sechs Jahre verkürzt werden, wenn besondere Integrationsleistungen nachgewiesen werden. Hierzu gehören insbesondere der Nachweis von deutschen Sprachkenntnissen, die „ausreichende Kenntnisse“ (nach § 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 StAG) übersteigen. Das Vorliegen besonderer Integrationsleistungen ist in den Vorläufigen Anwendungshinweisen des Bundesministeriums des Innern zum Staatsangehörigkeitsgesetz, Nummer 10.3.1 genauer gefasst: „Voraussetzung ist das Vorliegen besonderer Integrationsleistungen. Hierzu zählen deutsche Sprachkenntnisse, die die Voraussetzung der ausreichenden Sprachkenntnisse übersteigen müssen und daher auf dem Niveau B 2 GER oder höher liegen sollen. Als weitere besondere Integrationsleistungen kommen z. B. in Betracht eine längere ehrenamtliche Tätigkeit bei einer gemeinnützigen Organisation oder einem Verein. Bei der Ermessensentscheidung ist in jedem Einzelfall eine Gesamtbetrachtung anzustellen, bei der auch mehrere Leistungen zusammen erst eine privilegierte Einbürgerung rechtfertigen können.“

Allgemein wird fehlende Integrationsbereitschaft als Begründung dafür angeführt, wenn „Integrationsverweigerer“ mit Sanktionen belegt werden sollen.

Die seit 2009 bestehenden Aufenthaltserlaubnis für gut integrierte Geduldete bedeutet nicht, dass alle gut integrierten Personen ein Bleiberecht hätten. In Deutschland wird das vor allem dann von den Medien thematisiert, wenn sich Nachbarn und Freunde, Betrieb und Kollegen oder auch Lehrer und Klassenkameraden an die Öffentlichkeit wenden, um der drohenden Abschiebung einer gut integrierten, bisher geduldeten Person oder Familie entgegenzutreten. Besonders das Abführen von Schülern aus dem Unterricht stößt auf Kritik. Auf Medieninteresse stieß der Widerstand von Schülern, als im Mai 2017 eine Jugendliche in Duisburg und ein junger Erwachsener Nürnberg für die Abschiebung aus der Schule geholt wurden. Lehrer erklärten, die Schule müsse ein Schutzraum sein, damit Kinder sich sicher fühlen und unbelastet lernen können. Bayerische Lehrer verwahrten sich in einem offenen Brief dagegen, bei Abschiebungen mitzuwirken.[37] Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierten aus diesem Anlass Abschiebungen aus der Schule.[38]

Siehe auch: Mehrsprachigkeit und Sprachtest

Staat und Gesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Migrationspolitik

Gesellschaftliche Debatte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückschläge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Bemühungen um die Integration junger Flüchtlinge kommt es häufig zu Enttäuschungen sowohl seitens der Flüchtlinge als auch seitens der gesellschaftlichen Akteure, die sich um ihre Integration bemühen. Häufig fehle es gänzlich an einer Schulbildung, und die Erwartungen der jungen Menschen, schnell ins Berufsleben einsteigen oder eine Ausbildung absolvieren zu können, stellten sich zumeist als Illusion heraus.[39] Auch die Unterbringung von Asylsuchenden auf lokaler Ebene ist immer wieder Gegenstand von Debatten. Dabei wird über den Begriff „Willkommenskultur“ und die Frage nach der Offenheit gegenüber Migrantinnen und Migranten in Deutschland diskutiert.[40]

Häufig wird auch berichtet, dass in Deutschland Menschen mit ausländisch klingendem Nachnamen bei der Arbeitssuche oder bei der Wohnungssuche Diskriminierungen erleben. Diese werden mit Rassismus oder ethnischen Vorurteilen in Zusammenhang gebracht.[41]

Sicherheitslage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 begann angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen und Migranten und Vorkommnissen wie zahlreicher rassistischer Übergriffe auf Flüchtlingsheime und der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 eine Debatte um die gesellschaftliche Bewältigung von Zuwanderung und Integration. Nach einer Serie von Anschlägen und Attentaten im Juli 2016 kam es zu politischen Diskussionen, einerseits vor allem in Bezug auf die Prävention von Radikalisierung und von terroristischen Anschlägen, insbesondere durch islamistischen Terrorismus, andererseits im Hinblick auf die Alltäglichkeit bestimmter Delikte, etwa des Angrapschens in Menschenmengen und sexueller Belästigungen in Freibädern.[42] (Siehe auch: Sicherheitslage in Deutschland.)

Marwan Abou-Taam, ein beim Landeskriminalamt von Rheinland-Pfalz tätiger Islamwissenschaftler, hält vor allem die dritte Generation muslimischer Zuwanderer, die sowohl von ihren Eltern als auch von der deutschen Mehrheitsgesellschaft Zurückweisung erfahre, für anfällig für Extremismus.[43] Der Islamforscher Olivier Roy äußerte nach den Anschlägen von Brüssel im März 2016 die These, eine Radikalisierung sei keine Folge gescheiterter Integration; junge Männer würden einen radikalen Bruch zur Elterngeneration vollziehen und sich für 'bessere' Muslime halten als ihre Eltern. Es gebe auch eine „Faszination für Suizid“ und „Gewaltphantasien“ unter jungen Menschen.[44]

Gesellschaftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es bestehen verschiedene Ansätze, wie eine durch Migration geprägte Gesellschaft gestaltet sein solle.

Bei der Vorstellung einer multikulturellen Gesellschaft wird davon ausgegangen, dass Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen, Religionen und Ethnien friedlich zusammenleben können und Menschen verschiedener Kulturen dabei ihre verschiedene Traditionen, Lebensstile und/oder Vorstellungen von Werten und Ethik bewahren können.

Bei Ansatz des Cultural Mainstreaming wird die kulturelle Vielfalt als eine Ressource aufgefasst. Bei der Durchführung von Veränderungen sollen diesem Ansatz zufolge die Auswirkungen auf die Lebenswelt von Menschen mit Migrationshintergrund stets mit einbezogen werden. Dabei können sowohl die Anpassung der Zugewanderten als auch Veränderungen bei der Mehrheitsgesellschaft erforderlich werden.

Es bestehen aber auch Sichtweisen, die diese Ideen für unrealistisch oder falsch halten. So plädiert Seyran Ateş in ihrem 2007 erschienenen Buch Der Multikulti-Irrtum für eine „transkulturelle Gesellschaft“, in der Zuwanderer jeweils in mindestens zwei Kulturen zuhause sind, und zwar sowohl in ihrer Herkunftskultur als auch in der Kultur ihrer Aufnahmegesellschaft. Bei unüberbrückbaren Gegensätzen zwischen beiden Kulturen habe aber die Kultur der Aufnahmegesellschaft Vorrang.

Der Politologe Bassam Tibi, der den Begriff der „Leitkultur“ in die gesellschaftliche Debatte einbrachte, zählt zu den europäischen Leitkulturwerten jene der kulturellen Moderne: Demokratie, Laizismus, Aufklärung, Menschenrechte und Zivilgesellschaft.[45] Der Begriff der Leitkultur beschreibe einen Konsens über Werte und Normen, die von Einwanderern akzeptiert und gelebt werden soll, wie es etwa in den klassischen Einwanderungsländern wie den Vereinigten Staaten üblich sei. Auf Staaten bezogen verweist Tibi auch auf die Bedeutung der Kulturnation zur Integration: „Integration erfordert, in der Lage zu sein, eine Identität zu geben. Zu jeder Identität gehört eine Leitkultur!“[46] Dieser Begriff wird auch mit dem in der Verfassungsrechtsprechung üblichen Begriff der „Freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ in Verbindung gebracht.

Bezüglich der Wertebasis einer pluralen Gesellschaft entzünden sich wissenschaftliche und gesellschaftliche Auseinandersetzungen an der Frage, inwieweit religiös geprägte Wertesysteme eine Integration erleichtern oder erschweren. Uneinigkeit besteht selbst darüber, welche Bedeutung und Gewichtung dieser Frage denn zuzumessen sei.[47]

Einzelne Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serie Europa: Integration von Migranten aus der Sicht der Jugendlichen. Deutsche Briefmarke, 2006

Zu den größten Zuwanderergruppen und ihren Nachkommen zählt die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland. Unter der ausländischen Bevölkerung sind Türken, Polen und Italiener (2015 mit circa 1,5 Millionen, 0,7 Millionen und 0,6 Millionen) am stärksten vertreten.[48] (Siehe hierzu auch: Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland.)

Im Nachkriegsdeutschland war die Integration von Zuwanderern lange Zeit nicht Teil des politischen Diskurses. Dem lag die Annahme zugrunde, dass die mehrheitlich als Hilfsarbeiter beschäftigten Gastarbeiter nach einigen Jahren in ihre Heimat zurückkehren würden. Migrationsforscher Olaf Kleist hebt hervor, bei der Gastarbeiter-Anwerbung der 1960er-Jahre „war eine gewisse Ghettobildung teilweise gewollt. Für die Kinder von Gastarbeitern gab es extra Schulklassen. Die Integration sollte verhindert werden, weil man immer davon ausging, die Gastarbeiter blieben nur vorübergehend in Deutschland.“[49] Die Annahme stellte sich allerdings mit der Zeit als falsch heraus. Seit ungefähr 2005 gewann die Integrationspolitik in Deutschland an Bedeutung.[50]

Heute bezeichnet das Bundesministerium des Innern es als „eine der wichtigsten innenpolitischen Aufgaben“, die „Integration der ständig in Deutschland lebenden Zuwanderer zu fördern“. Leitlinie bleibe dabei Fördern und Fordern[51] in der Tradition der aktivierenden Sozialpolitik, wie sie in Deutschland vor allem seit der Agenda 2010 praktiziert wird.

Nach einer aktuellen Studie der Stiftung für Zukunftsfragen - eine Initiative von British American Tobacco gehen 2017 lediglich 16 Prozent der Bürger davon aus, dass die Integration von Ausländern und Flüchtlingen einfacher wird als zuvor.[52] Für das Jahr 2030 erwarten hingegen fast doppelt so viele der Befragten (30 %) eine Verbesserung der Situation – allen voran die unter 29-Jährigen (34 %).

Integrationspolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zuwanderungsgesetz wurde 2005 erstmals der Begriff der „Integration“ in einer migrationspolitischen Gesetzgebung verwendet.[53] In diesem Zusammenhang wurden auch die heutigen Integrationskurse eingeführt.

2005 wurde im Mikrozensus neben der bis dahin üblichen Unterscheidung in Ausländer und Deutsche erstmals eine Einteilung von Menschen deutscher Staatsbürgerschaft zur Untersuchung der Migration Zugewanderter und der Nachfolgegeneration vorgenommen: Der Mikrozensus unterscheidet Menschen seitdem im Hinblick auf ihren Migrationsstatus sowie auf eine eventuelle Migration ihrer Eltern nach 1949 in Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Hintergrund dieser Abgrenzung war laut BiB „die Frage nach dem Integrationsbedarf und der tatsächlichen Integration von Personen, die zwar die deutsche Staatsbürgerschaft haben, aber trotzdem über einen Migrationshintergrund verfügen (zum Beispiel Aussiedler, Eingebürgerte, Kinder ausländischer Eltern)“.[54]

Asylpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Asylbewerber unterliegen im Hinblick auf ihre Integration zunächst starken Beschränkungen: einem Arbeitsverbot, der verpflichtenden zentralen Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften und der Residenzpflicht. Derartige Regelungen stehen zwar dem Integrationsinteresse der Gesellschaft und des Individuums entgegen, sind aber darauf ausgerichtet, Anreize („Pull-Faktoren“) für das Ersuchen um Asyl in Deutschland zu verringern.

Zum 1. Januar 2009 (§ 18a AufenthG[55]) und ergänzend zum 1. Juli 2011 (§ 25a AufenthG[56]) wurden Regelungen für eine Aufenthaltserlaubnis für gut integrierte Geduldete eingeführt.

Weitere Entwicklungen im Zuge der Flüchtlingskrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besondere Brisanz erhielt das Thema Integration in der deutschen Politik 2015 im Zuge der Flüchtlingskrise.

Mit Inkrafttreten des Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes zum 24. Oktober 2015 wurden Integrationskurse auch für Asylbewerber und Geduldete, eine gute Bleibeperspektive vorausgesetzt, geöffnet.[57]

Im Dezember 2015 legten die SPD-Politikerinnen und -Ministerinnen Manuela Schwesig, Andrea Nahles, Barbara Hendricks, die Staatsministerin für Integration Aydan Özoguz und Malu Dreyer einen Zwölf-Punkte-Plan für Zusammenhalt und Integration in Deutschland vor. Das Integrationskonzept war auf Bildung als Schlüssel zu Integration und Teilhabe ausgerichtet und sah unter anderem 10.000 zusätzliche Stellen im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug, 80.000 zusätzliche Kita-Plätze, 20.000 zusätzliche Erzieher­stellen und eine Ganztagsschul-Offensive vor.[58] Im Sinne der Arbeitsmarktintegration sollten Flüchtlinge gleichzeitig mit an Sprachkursen und Maßnahmen zum Arbeitsmarkteinstieg teilnehmen, die Qualifikationen sollen schneller und unbürokratischer verlaufen und 100.000 zusätzliche Arbeitsgelegenheiten sollten im Umfeld der Flüchtlingshilfe geschaffen werden.[59] Auch eine Förderung des Wohnungsbaus für 350.000 neue Wohnungen war vorgesehen.[60] Auf eine Anfrage der Grünen hin bezeichnete die Bundesregierung dieses Integrationskonzept im Januar 2016 als ein „politisches Positionspapier“, das die Bundesregierung nicht kommentieren müsse. Katja Dörner wertete die Vorstellung dieses Plans im Nachhinein als eine „reine Show-Veranstaltung“.

Ende 2015 wurde der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (§ 18 BFDG) eingeführt und der BFD mit 10.000 zusätzlichen, auf drei Jahre begrenzten Stellen ausgestattet. Seit 2016 bieten einige Bundesländer zusätzlich zum Integrationskurs einen Rechtsbildungsunterricht für Flüchtlinge an.

Im Mai 2016 beschloss die Bundesregierung einen Entwurf für ein Integrationsgesetz. Nach Änderungen wurde im Juli 2016 das Integrationsgesetz verabschiedet, das unter anderem eine Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge, das Erfordernis von Integrationsleistungen für eine Niederlassungserlaubnis, einen teilweisen Verzicht auf die Vorrangprüfung, eine Ausweitung der Orientierungskurse und eine Duldung für die Dauer der Ausbildung und eventuelle weitere zwei Jahre vorsieht. Es trat überwiegend am 6. August 2016 in Kraft.

Im Zuge der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 kam es zu verstärkten gesellschaftlichen Auseinandersetzungen über Islam und Islamismus, etwa mit Bezug auf die Scharia in westlichen Staaten der Gegenwart und die Rolle der Frau.

Es wurde wiederholt versucht, näher zu definieren, was die Integration bedeutet und was ihre Voraussetzungen sind. So erklärte beispielsweise Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Flüchtlinge müsste zur Integration nicht nur das Grundgesetz anerkennen, sondern sich auch auf die deutsche Gesellschaft einlassen. Hierfür sei das Bekenntnis zum gewaltfreien Zusammenleben ebenso wichtig wie das Verstehen des Holocaust.[61]

Im Jahr 2016 gab die Bundesregierung nach eigenen Angaben rund 21,7 Milliarden Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise aus, darunter 2,1 Milliarden Euro für Integrationsleistungen.[62] Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung sprach von rund 400 Milliarden Euro zusätzlicher Kosten oder aber 20 Milliarden Euro zusätzlicher Staatseinnahmen, je nachdem, wie die (Arbeitsi-)Integration gelinge.[63] Allerdings lassen sich die Gesamtkosten und -erträge, die sich insgesamt aus der Flüchtlingskrise ergeben, laut Clemens Fuest, dem Präsidenten des Ifo-Instituts, „kaum seriös beziffern“.[64]

Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Zahl von unter 40.000 Einwohnern leben in Liechtenstein Menschen aus über 100 verschiedenen Nationen.[65][66] Der Ausländeranteil in Liechtenstein lag 2010 mit 33 % hinter dem von Monaco (78 %), Andorra (64 %) und Luxemburg (43 %).[67] Auf zwei Drittel der Arbeitsplätze arbeiten Ausländer,[68] und die meisten von ihnen sind Pendler. Liechtenstein vergibt jährlich nur 72 Aufenthaltsbewilligungen an EWR-Bürger und 17 an Schweizer Staatsbürger.[69] Liechtenstein hat eine Ausnahme von der für andere EWR-Staaten vorgeschriebenen Personenfreizügigkeit ausgehandelt, die es dem Land ermöglicht, derartige Kontingente für die Zuwanderung festzusetzen. EWR-Staatsangehörige mit Aufenthaltsbewilligung haben allerdings das Recht auf den vollumfänglichen Familiennachzug,[67] und EU-Bürger dürfen sich drei Monate in Liechtenstein aufhalten, ohne sich anmelden zu müssen.

Integration ist in Liechtenstein ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, und die Bemühungen, dort einen bewussten und sorgsamen Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt zu garantieren, richten sich an die Gesamtheit aller Gesellschaftsmitglieder: an Zugezogene und an Einheimische.[65]

Die Grundsätze der Integration sind in § 6 des Ausländergesetzes (AuG) festgelegt, das Erfordernis des Sprachenlernens in § 5 des Gesetzes über die Freizügigkeit für EWR- und Schweizer Staatsangehörige (PFZG), die Bildungsförderung in §§ 1, 44 und 58 Berufsbildungsgesetz (BBG) und in §§ 1 und 16 bis 24 des Schulgesetzes sowie der Verordnung zum heimatsprachlichen Unterricht, welche eine Förderung schulpflichtiger Kinder von Wanderarbeitnehmern in ihrer Muttersprache und in heimatkundlicher Landeskunde vorsieht.[70]

Im Jahr 2007 verabschiedete die Regierung ein Grundsatzpapier zur Integrationspolitik Liechtensteins, sowie im Jahr 2010 ein Integrationskonzept unter dem Titel „Integration – Stärke durch Vielfalt“. Im Grundsatzpapier von 2007 wurde ein „bewusster und sorgsamer Umgang mit Verschiedenheit und Vielfalt“ angemahnt. Das Integrationskonzept umfasst fünf Leitgedanken:[70]

  1. Potenziale nutzen – ressourcenorientiert (den „Defizitansatz“ überwinden), Schwerpunkte auf der Schulbildung und der Bewusstseinsbildung in den Familien
  2. Vielfalt (er)leben - im Sinne von Diversity
  3. Teilhabe ermöglichen und Zusammenhalt fördern - mit schrittweise Erreichen von Chancengleichheit und Chancengerechtigkeit im Bildungssystem, mit einer weiteren Öffnung ehrenamtlicher Tätigkeit für Ausländer und in Anlehnung an „interkulturelle Städte“
  4. Gemeinsam Verantwortung übernehmen – zur langfristigen Sicherung der Lebensqualität
  5. Mehrsprachigkeit fördern – mit Deutsch als „persönlicher Adoptivsprache“ der Zugewanderten.

Als Integrationsmodell wird das Modell von Kenan Güngör verwendet, mit den aufeinander aufbauenden Stufen der strukturellen, sozialen, kulturellen und identifikativen Integration.[70]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 19 Januar 2010 im Ministerrat beschlossene Nationale Aktionsplan Integration (NAP.I) umfasst Maßnahmen zur Förderung der Integration von Migranten, EU-Bürgern bzw. Personen nicht-deutscher Muttersprache sowie von Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten. Seit Anfang 2016 definiert sich Österreichs bundesweite Integrationsstrategie durch den 50 Punkte — Plan zur Integration, der 50 Maßnahmen zur Integration von anerkannten Flüchtlingen und subsidiär Schutzberechtigten beinhaltet.

Am 28 März 2017 beschloss der Ministerrat das Integrationsgesetz, welches das Hauptziel hat, Integration zu fördern und zu fordern. Das Gesetz sieht u. a. ein durchgängiges und bindendes System für Deutsch- und Wertekurse mittels einer verpflichtenden Integrationserklärung sowie eine bundesweit einheitliche Integrationsprüfung und höhere Qualitätsstandards vor. Ergänzend beschloss er am selben Tag das Integrationsjahrgesetz, das ab September 2017 ein verpflichtendes standardisiertes Integrationsprogramm – das „Integrationsjahr“ – für Asylberechtigte, für subsidiär Schutzberechtigte und für Asylwerbende mit hoher Anerkennungswahrscheinlichkeit vorsieht. Sie sind im Rahmen dieses Programms zur gemeinnützigen Tätigkeit verpflichtet und erhalten als Teil des Programms eine Kompetenzfeststellung sowie Deutsch- und Wertekurse.[71][72] Sanktionen in Form einer Kürzung der Mindestsicherung sind vorgesehen, wenn eine Person zur Teilnahme am Programm verpflichtet ist aber nicht mitwirkt.[73]

Asylwerber, die seit mindestens 3 Monaten zum Asylverfahren zugelassen sind, dürfen in Privathaushalten für haushaltstypische Dienstleistungen mittels Dienstleistungsscheck beschäftigt werden.[74]

Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schweiz ist die Integration von Ausländern in Artikel 4 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) geregelt:

  1. Ziel der Integration ist das Zusammenleben der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf der Grundlage der Werte der Bundesverfassung und gegenseitiger Achtung und Toleranz.
  2. Die Integration soll längerfristig und rechtmässig anwesenden Ausländerinnen und Ausländern ermöglichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben.
  3. Die Integration setzt sowohl den entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer als auch die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung voraus.
  4. Es ist erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen.

Nach Artikel 2 der Verordnung über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern (VIntA) ist das Ziel der Integration die chancengleiche Teilhabe der Ausländerinnen und Ausländer an der schweizerischen Gesellschaft. Nach Artikel 5 VIntA zeigt sich der Beitrag der Ausländerinnen und Ausländer zu ihrer Integration namentlich:

a. in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung;
b. im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache;
c. in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz;
d. im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung.

Die Behörden berücksichtigen die Integration nach Artikel 3 VIntA bei ihrem Ermessen bezüglich der vorzeitigen Erteilung der Niederlassungsbewilligung.

Auch bei der Einbürgerung wird die Eingliederung in die Gemeinde berücksichtigt. Des Weiteren sieht die am 17. Juni 2016 verabschiedete Bürgerrechtsverordnung mit Wirkung zum 1. Januar 2018 auf Bundesebene angepasste Integrationskriterien vor.

Weitere Staaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Niederlanden sieht ein Integrationsgesetz (wet inburgering) für bestimmte Zuwanderer seit 2007 einen obligatorischen Test vor, der die Kenntnisse der niederländischen Sprache, Gesellschaft und bestimmter Aspekte des Arbeitsmarkts überprüft und nach dreieinhalb oder fünf Jahren abzulegen ist. Für im Ausland wohnende Personen mit Einwanderungswunsch legt ein weiteres Gesetz (wet inburgering in het buitenland) ähnliche Bestimmungen fest. Ein Nichtbestehen des Tests hat finanzielle Konsequenzen. Ein ab 2013 in Kraft getretenes Gesetz (wet inburgering 2013) verkürzt die Zeit bis zum Test auf drei Jahre und bestimmt zudem, dass Zuwanderer selbst für die Vorbereitung und die Kosten des Tests aufkommen müssen; es besteht aber die Möglichkeit, dafür einen Kredit[75] zu erhalten. Bis einschließlich Mai 2016 waren allerdings 47.000 der 53.000 Personen, die den Test hätten bestehen müssen, ihrer Verpflichtung noch nicht nachgekommen.[76]

Die Vereinigten Staaten sind seit je ein Einwanderungsland. Der in den USA weit verbreitete Gedanke des Melting Pot (engl. für: Schmelztiegel) geht von einer Angleichung der verschiedenen Kulturen aus. Die Vorstellung der Salad Bowl (engl. für: Salatschüssel) hingegen geht davon aus, dass die Eigenheiten verschiedener Kulturen nebeneinander bestehen bleiben. Migrantenkinder, die in den USA geboren sind, gelangen automatisch in den Besitz der amerikanischen Staatsbürgerschaft. Dennoch erfordert die Integration von Zuwanderern in die US-amerikanische Gesellschaft zumeist mehr als eine Generation: Kinder von Einwanderern erreichen regelmäßig höhere Standards mit Bezug auf Bildungsabschlüsse, berufliches Niveau und Wohneigentum als ihre Eltern.[77]

In Kanada stellt die Einwanderung den größten Beitrag zum Bevölkerungswachstum dar. Einwanderer haben im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als die einheimische Bevölkerung. Das Land hat eine selektive Einwanderungspolitik mit einem Punktesystem, das qualifizierte Arbeitskräfte bevorzugt, indem es persönliche Fertigkeiten, Erfahrungen und das Alter berücksichtigt. Hinzu kommen Zielvorgaben zu Zahl und Herkunft der Einwanderer, ähnlich einem Quotensystem. Neuankömmlingen werden Integrationshilfen angeboten, die auch Sprachkurse umfassen, welche bereits im Herkunftsland absolviert werden können.[78][79][80] Seit 2015 gelten keine berufsgruppenspezifische Quoten mehr bei der Einwanderung, internationale Abschlüsse werden zusätzlich überprüft, ein Arbeitsplatzangebot und Kenntnisse der englischen und französischen Sprache erhalten mehr Gewicht, und die Zahl der Einwanderer ist auf jährlich 230.000 bis 250.000 (Stand: 2016) begrenzt.[81]

Zu weiteren Staaten siehe auch: Einwanderung und Einwanderungspolitik in Dänemark seit 1945

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Integration ausländischer Arbeitnehmerfamilien: Deutsche Familien beim Besuch einer Ausländerfamilie. Briefmarke der BRD, 1981
Zur Integration in West- und Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg siehe beispielsweise: Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950#Integration und Geschichte der Juden in Deutschland#Rückkehr aus dem Exil und Heimatloser Ausländer
Zur Geschichte der Flüchtlingsaufnahme in Deutschland siehe: Flüchtlingspolitik (Deutschland)

Forschung und Lehre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Forschungseinrichtungen zur Integration zählen unter anderem das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin, das interdisziplinäre und interfakultative Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück,[82] das Europäische Forum für Migrationsstudien, das 2011 gegründete Frankfurter Institut für empirische Migrations- und Integrationsforschung der Goethe-Universität Frankfurt am Main[83] sowie die Stiftung für Türkeistudien und Integrationsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Am IMIS ist unter anderem das von der DFG geförderte Netzwerk Flüchtlingsforschung[84] angesiedelt. An der Universität Konstanz ist ein Exzellenzcluster Kulturelle Grundlagen von Integration mit Laufzeit 2006–2017 verortet.

An einigen Universitäten werden diesbezüglich Programme, Abschlüsse oder Zertifikate angeboten, so der Master of Arts Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen an der Universität Osnabrück,[85] der Internationale Bachelor-Studiengang Sozialwissenschaften: Migration und Integration an der Katholischen Hochschule Mainz,[86] der Master of Science Migrations- und Integrationsmanagement am Department für Migration und Globalisierung der Donau-Universität Krems[87] sowie die Zertifikate Internationales im Programm „Integration und Diversity an der Göttinger Universität“ (InDiGU)[88] und Integration, Interkulturalität und Diversität an der Universität Passau.[89]

Allgemeiner auf die Migration und Interkulturelles beziehen sich der Master of Arts European Master in Migration and Intercultural Relations an der Universität Osnabrück,[90] der Master of Arts Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe[91] und der Master of Arts „Migration und Diversität“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.[92]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamuran Sezer, Soziologie und Initiator der TASD-Studie, hebt hervor, dass der deutschen Integrationsdebatte ein praktikabler Begriff von Integration fehlt. Es sei problematisch, hierfür allein die Kriterien der Kenntnis der deutschen Sprache, des Bildungsabschlusses und der Erwerbstätigkeit heranzuziehen.[93]

Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften gibt an, den Begriff „Integration“ nur ungern zu verwenden, weil die Gesellschaft etwas anderes brauche. Es gehe vielmehr um „das gemeinsame Vergewissern, Balancieren, Aushandeln, wo man gemeinsam steht und wo man zusammen hin möchte“,[94] somit um die Gestaltung einer „inklusiven Gesellschaft“. In diesem Sinne befürwortet der Verband einen weiten Begriff von Inklusion, der über die Gruppe der Behinderten hinaus führt: Inklusion dürfe nicht bei einer Gruppe der Gesellschaft stehenbleiben.[95]

Paul Mecheril sieht den öffentlichen Diskurs über Integration als Reaktion darauf, dass das Phantasma des natio-ethno-kulturellen „Wir“ in eine Krise geraten sei. Die Rede von der „Integration“ der Anderen richte das Augenmerk vorrangig auf eine Unterscheidung zwischen „Wir“ und „Nicht-Wir“ und diene dazu, das „Wir“ überhaupt erst deutlich zu machen.[96]

Bei der Betrachtung der Integration stehe das „Fördern und Fordern“ stärker im Fokus als die Betrachtung der Chancengleichheit im Sinne sozialer, ökonomischer, politischer und kultureller Rechte auf Teilhabe. Der Ruf nach der Einpassung an bestehende kulturellen Paradigmen basiere auf dem „Containermodell“ mit der Vorstellung einer homogenen Gesellschaft im Einwanderungsland. Aus einer Mainstreaming-Perspektive wird diesbezüglich auf die Normalität auch von transnationalen Lebensvollzügen – eines Lebens „quer zur nationalstaatlichen Grenzziehung“ – verwiesen.[97][98]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Interkultureller Dialog und Integration – Artikel, Kategorien und mehr

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hacı-Halil Uslucan: Psychologische Aspekte der Integration von Zuwanderern. Abgerufen am 22. Mai 2016 (PDF; 132 kB).
  2. Integration in Deutschland. Bundesausländerbeauftragte, 2009, abgerufen am 3. Juni 2017.
  3. Kamuran Sezer: Was ist Integration? Projekt „Migration und Integration“, Goethe-Institut, 2010, abgerufen am 3. Juni 2017.
  4. a b Andreas Damelang: Arbeitsmarktintegration von Migranten: die Potenziale kultureller Vielfalt nutzen, W. Bertelsmann Verlag, 2011, ISBN 978-3-7639-4033-2. S. 9–10
  5. a b Integration trotz Segregation – zum Stand der wissenschaftlichen Debatte. Schader-Stiftung, 26. Februar 2007, abgerufen am 18. Juni 2016.
  6. Hartmut Esser: Sprache und Integration: Konzeptionelle Grundlagen und empirische Zusammenhänge (Memento vom 24. Juni 2016 im Internet Archive). Österreichische Akademie der Wissenschaften. Abgerufen am 2. November 2016 (PDF; 200 kB).
  7. Integration in Deutschland. Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, abgerufen am 23. Mai 2016.
  8. Von den nachziehenden Ehepartnern haben beispielsweise in Deutschland 43 % zum Zeitpunkt der Migration eine Hochschulzugangsberechtigung und mehr als die Hälfte einen Studien- oder Berufsabschluss (Stand: 2014), aber nur für 15 % wird ihr Berufsabschluss anerkannt. Studie zur Heiratsmigration: Wenn die Liebe keine Grenzen kennt. 14. Mai 2014, abgerufen am 28. Mai 2016.
  9. Richtlinie 2011/95/EU, Artikel 34 Zugang zu Integrationsmaßnahmen: „Um die Integration von Personen, denen internationaler Schutz zuerkannt worden ist, in die Gesellschaft zu erleichtern, gewähr­leisten die Mitgliedstaaten den Zugang zu Integrationsprogram­men, die sie als den besonderen Bedürfnissen von Personen mit Flüchtlingsstatus oder subsidiärem Schutzstatus angemessen er­achten, oder schaffen die erforderlichen Voraussetzungen, die den Zugang zu diesen Programmen garantieren.“
  10. Entwurf eines Gesetzes zur Integration von Asylsuchenden in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. In: Referentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. 14. April 2016, abgerufen am 14. Juni 2016 (PDF; 240 kB). S. 14.
  11. Rudolf de Cillia: Spracherwerb in der Migration – Deutsch als Zweitsprache. Bundesinstitut bifie – Zentrum für Innovation & Qualitätsentwicklung. Wien 2011, S. 5 (PDF; 317 kB).
  12. a b Schule: Die Muttersprache gehört in die Klassenzimmer. Süddeutsche Zeitung, 16. März 2017, abgerufen am 17. März 2017.
  13. Dagdelen bemängelt vage Angaben zu Deutschkursen. Mitteldeutscher Rundfunk, 24. Januar 2017, abgerufen am 31. Januar 2017.
  14. Deutschkurse für Asylbewerber: Dagdelen fordert personelle Konsequenzen nach Bundesrechnungshofbericht. Mitteldeutscher Rundfunk, 28. März 2017, abgerufen am 31. März 2017.
  15. siehe z. B.: Alfred Gaffal: Vorwort. vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., abgerufen am 21. Mai 2016 (PDF; 3,3 MB). In: Integration durch Bildung. Migranten und Flüchtlinge in Deutschland. Waxmann Verlag, 2016, ISBN 978-3-8309-3463-9, S. 9.
  16. Difu-Berichte 4/2015 – Zuwanderung und Arbeitsmarktintegration. Deutsches Institut für Urbanistik, 2015, abgerufen am 28. Juni 2016.
  17. OECD-Studie überrascht: Flüchtlinge in Deutschland sind oft überqualifiziert. In: T-Online.de. 7. September 2016, abgerufen am 7. September 2016.
  18. Herfried und Marina Münkler über „Die neuen Deutschen“. In: Focus. 30. August 2016, abgerufen am 30. August 2016.
  19. Networking für Migrantinnen. BMFSFJ, 14. November 2013, abgerufen am 7. November 2016.
  20. Exclusive: Expats to get 'vote for life' as Tories announce plan to scrap 15-year limit. The Telegraph, 6. Oktober 2016, abgerufen am 6. November 2016 (englisch).
  21. Bundestagspräsident spricht vor der Konferenz „Islam und der Westen“. In: schule.judentum.de. 6. Mai 2001, abgerufen am 12. März 2017.
  22. Bundestagspräsident spricht vor der Konferenz "Islam und der Westen". In: thierse.de. 5. Juli 2000, abgerufen am 12. März 2017.
  23. Sera Choi, Nina Althoff: Stellungnahme des Deutschen Instituts für Menschenrechte für die 17. Öffentliche Anhörung der Enquetekommission „Migration und Integration in Hessen“ zum Thema „Diskriminierungserfahrungen und Antidiskriminierungsstrategien“ am 8. Juni 2012 in Wetzlar. Deutsches Institut für Menschenrechte, 8. Juni 2012, abgerufen am 23. Mai 2016 (PDF; 178 kB). S. 10.
  24. Michaela Dälken: Betriebsvereinbarungen als Positive Maßnahmen zur Gleichstellung von Menschen mit Migrationshintergrund in der Arbeitswelt. In: Heimatkunde. Migrationspolitisches Portal. Heinrich-Böll-Stiftung, abgerufen am 23. Mai 2016.
  25. Das Alter wird bunter. Lebenslagen älterer Menschen mit Migrationshintergrund und Handlungsbedarfe für Politik und Gesellschaft. Friedrich-Ebert-Stiftung. August 2013, abgerufen am 16. Januar 2017
  26. Wolfgang Clemens: Erwerbsarbeit und Tätigkeiten im Alter. In: Alter als Last und Chance (Hrsg.: Konrad-Adenauer-Stiftung). 2005, S. 379f. (online), abgerufen am 16. Januar 2017
  27. Heike Neidhardt: Rezension zu Sylvia Kade: Altern und Bildung. Eine Einführung. socialnet.de; 22. Mai 2007, abgerufen am 16. Januar 2017
  28. E. Seils: Armut im Alter – aktuelle Daten und Entwicklungen. In: WSI-Mitteilungen 5/2013.
  29. Peter Schimany / Stefan Rühl / Martin Kohls: Ältere Migrantinnen und Migranten – Entwicklungen, Lebenslagen, Perspektiven. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). 2012. S. 77, abgerufen am 16. Januar 2017
  30. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Alternde Gesellschaften im Internationalen Vergleich. 2007. S. 95, abgerufen am 16. Januar 2017
  31. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Alternde Gesellschaften im Internationalen Vergleich. 2007. S. 96, abgerufen am 17. Januar 2017
  32. Integrationsmonitoring der Länder. Konferenz der für Integration zuständigen Ministerinnen und Minister / Senatorinnen und Senatoren der Länder (IntMK), abgerufen am 14. Juli 2016.
  33. Integration in klaren Zahlen? Ansätze des Integrationsmonitorings in Deutschland. In: focus Migration, Kurzdossier, Nr. 16. 2010, abgerufen am 14. Juli 2016 (PDF; 240 kB). S. 2–6.
  34. Integration in klaren Zahlen? Ansätze des Integrationsmonitorings in Deutschland. In: focus Migration, Kurzdossier, Nr. 16. 2010, abgerufen am 14. Juli 2016 (PDF; 240 kB). S. 5.
  35. Integration in klaren Zahlen? Ansätze des Integrationsmonitorings in Deutschland. In: focus Migration, Kurzdossier, Nr. 16. 2010, abgerufen am 14. Juli 2016 (PDF; 240 kB). S. 7.
  36. Brünner, Bernd et al.: Vom Nationalen Aktionsplan für Integration zum Integrationsbericht 2011. In: SIAK-Journal – Zeitschrift für Polizeiwissenschaft und polizeiliche Praxis (4), 20-27. Online publiziert: März 2013, abgerufen am 3. Juni 2017.
  37. Matthias Kaufmann: Fälle in Nürnberg und Duisburg: Aus dem Unterricht zur Abschiebung – ist das erlaubt? Spiegel online, 1. Juni 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  38. Immer öfter werden Schüler aus Klassenzimmern abgeführt – Polizei-Gewerkschaft und GEW fordern: Schule muss Schutzraum sein. News4teachers, 31. Mai 2017, abgerufen am 2. Juni 2017.
  39. Julian Staib: Flüchtlingskrise: Nicht mal am Horizont ein Ausbildungsplatz. In: FAZ.net. 27. Februar 2016, abgerufen am 24. Juli 2016.
  40. Dokumentarfilm Willkommen auf Deutsch (2014): Bundeszentrale für politische Bildung: Willkommen auf Deutsch | bpb. In: www.bpb.de. Abgerufen am 13. Januar 2017.
  41. Ethnische Herkunft. Antidiskriminierungsstelle des Bundes, abgerufen am 20. Mai 2017.
  42. Anschläge: Die Kollateralschäden der Integration. In: N24. 26. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  43. Dritte Generation ist anfällig für Extremismus. Handelsblatt, 10. Januar 2015, abgerufen am 4. Juni 2017.
  44. Michaela Wiegel: Islamforscher im Gespräch: „Radikalisierung ist keine Folge gescheiterter Integration“. FAZ.net, 26. März 2016, abgerufen am 22. März 2017.
  45. Bassam Tibi: Europa ohne Identität? Die Krise der multikulturellen Gesellschaft. btb. 2000. S. 154
  46. Bassam Tibi: Leitkultur als Wertekonsens. Bilanz einer missglückten deutschen Debatte. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Ausgabe 1-2/2001
  47. Steffen Mau: Migrationsforscher streiten über Integration Assimilation oder Multikulti? Der Tagesspiegel, 25. Juli 2016, abgerufen am 10. Januar 2017.
  48. Migration & Integration. Auf einen Blick: Ausländische Bevölkerung. Statistisches Bundesamt, abgerufen am 22. Mai 2016.
  49. Integration der Flüchtlinge „Massenmigration führt immer zu Problemen“ (Memento vom 27. August 2016 im Internet Archive). In: Tagesschau ARD. 10. September 2015. Abgerufen am 2. November 2016.
  50. Carolin Butterwegge: Neue Zuwanderungs- und Integrationspolitik seit 2005. Bundeszentrale für politische Bildung, 7. Oktober 2007, abgerufen am 1. Juni 2016.
  51. Integration. Bundesministerium des Innern, abgerufen am 22. Mai 2016.
  52. Stiftung für Zukunftsfragen - eine Initiative von British American Tobacco: Deutschland zwischen Angst und Zuversicht, Forschung Aktuell, 271, 37. Jg., 26.12.2016.
  53. Paul Mecheril: Kulturell-ästhetische Bildung. Migrationspädagogische Anmerkungen. Abgerufen am 21. Mai 2016.
  54. Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, 2016, abgerufen am 28. Mai 2016.
  55. Änderung § 18a AufenthG vom 01.01.2009, buzer.de
  56. Änderung § 25a AufenthG vom 01.07.2011 buzer.de
  57. Trägerrundschreiben 06/15: Öffnung der Integrationskurse für Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, 23. Oktober 2015, abgerufen am 1. Juni 2016 (PDF; 47 kB).
  58. Neustart in Deutschland: Integrationsplan vorgestellt. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 1. Dezember 2015, abgerufen am 1. November 2016.
  59. Konzept zur Integration in Deutschland. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 1. Dezember 2015, abgerufen am 1. November 2016.
  60. SPD-Ministerinnen mit Integrationskonzept. Fünf Frauen und ein Plan. In: Tagesschau ARD. 1. Dezember 2015, abgerufen am 1. November 2016.
  61. Integration: De Maizière fordert von Flüchtlingen Offenheit. Zeit online, 2. Dezember 2016, abgerufen am 2. Dezember 2016.
  62. Flüchtlingskrise kostet Deutschland jährlich 22 Milliarden Euro. Welt N24, 27. Januar 2017, abgerufen am 3. Juni 2017.
  63. Mark Schieritz: Arbeitsmarkt: Flüchtlinge kosten bis zu 400 Milliarden Euro. Zeit online, 27. April 2016, abgerufen am 3. Juni 2017.
  64. Integration: „Es wird lange dauern und viel kosten“. Zeit online, 28. August 2016, abgerufen am 3. Juni 2017.
  65. a b Integration. In: www.liechtenstein-business.li. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  66. Das Integrationskonzept. Aus dem Vorwort zum Integrationskonzept. In: integration.li. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  67. a b Christian Frommelt: Europarechtliche und europapolitische Rahmenbedingungen der Migration. In: Wilfried Marxer (Hrsg.): Migrationfakten und Analysen zu Liechtenstein. S. 62–65.
  68. Liechtenstein braucht beide. In: integration.li. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  69. Bewilligungen. In: www.liechtenstein-business.li. Abgerufen am 7. Juni 2017.
  70. a b c Liechtenstein – Stärke durch Vielfalt. Ausländer- und Passamt, 2010, abgerufen am 7. Juni 2017.
  71. Integrationsgesetz im Ministerrat beschlossen. Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, 28. März 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
  72. Beschlussprotokoll des 37. Ministerrates vom 28. März 2017. Bundeskanzleramt Österreich, 28. März 2017, abgerufen am 25. Mai 2017.
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  95. Aspekte einer inklusiven Gesellschaft – eine Positionierung des Verbandes binationaler Familien und Partnerschaften. Verband binationaler Familien und Partnerschaften, abgerufen am 11. Juni 2017.
  96. Paul Mecheril: Wirklichkeit schaffen: Integration als Dispositiv – Essay. Bundeszentrale für politische Bildung, 18. Oktober 2011, abgerufen am 21. Mai 2016.
  97. Zwischen Anpassung und transnationalen Lebensentwürfen: Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Integrationsdebatte. LMU München, 22. Juni 2009, abgerufen am 10. Januar 2017.
  98. Sabine Hess, Johannes Moser: No integration?! Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Integrationsdebatte in Europa, transcript, 2009. ISBN 978-3-89942-890-2.
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