Aussichtsturm Pyramidenkogel

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Aussichtsturm Pyramidenkogel
Klagenfurt 3
Aussichtsturm (Juni 2013)
Aussichtsturm (Juni 2013)
Basisdaten
Ort: Keutschach am See
Bundesland: Kärnten
Staat: Österreich
Höhenlage: 847 m ü. A.
Verwendung: Rundfunk-, Aussichtsturm
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich zugänglich
Besitzer: Pyramidenkogel Infrastruktur GmbH & Co KG
Turmdaten
Bauzeit: 2012–2013
Baukosten: 8 Mio. Euro
Bauherr: Pyramidenkogel Infrastruktur GmbH & Co KG
Architekt: klaura + kaden + partner
Baustoff: Holz und Stahl
Betriebszeit: seit 2013
Gesamthöhe: 100 m
Höhe der Aussichtsplattform: 70,56 m
Gesamtmasse: 800 t
Daten der Sendeanlage
Baujahr (Antenne): 2013
Wellenbereich: UKW-Sender
Rundfunk: UKW-Rundfunk
Positionskarte
Aussichtsturm Pyramidenkogel (Österreich)
Aussichtsturm Pyramidenkogel
Aussichtsturm Pyramidenkogel
Koordinaten: 46° 36′ 32,2″ N, 14° 8′ 41,5″ O

Der Aussichtsturm Pyramidenkogel ist ein Aussichts- und Sendeturm auf dem 851 m ü. A. hohen Pyramidenkogel südlich des Wörthersees in Kärnten, Österreich. Er befindet sich im Gemeindegebiet von Keutschach am See.[1] Eigentümer ist die Pyramidenkogel Infrastruktur GmbH & Co KG, ein Tochterunternehmen der Gemeinde Keutschach am See und der Kärnten Tourismus Holding G.m.b.H.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holzturm (aus 1950)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1950 wurde auf dem Pyramidenkogel ein Aussichtsturm aus Holz errichtet. Schon davor gab es eine Art Hochsitz auf 3 Föhren. Der Materialtransport für den hölzernen Aussichtsturm erfolgte mit Pferde- und Ochsengespannen, da es damals noch keine Straße auf den Gipfel gab. Die Teile wurden großteils am Boden vormontiert und mit Flaschenzügen in ihre Position gebracht. Insgesamt hatte dieser erste Turm eine Höhe von 27 Metern.[3] Daneben wurde 1957 der Sender Pyramidenkogel gebaut. In einem Gebäude neben dem 1968 erbauten Aussichtsturm waren von diesem allerersten Aussichtsturm noch Überreste zu sehen.

Alter Aussichtsturm (1968–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der alte Aussichtsturm mit seiner Turmhöhe von 54 Metern wurde in den Jahren 1966 bis 1968, nach den Plänen des Architekten Gustav Wetzlinger (1924–1992), in Stahlbetonbauweise errichtet. Mit einer im runden Turmschaft befindlichen Aufzugsanlage wurde die erste – unregelmäßig fünfeckige – Aussichtsplattform in 43 m Förderhöhe erreicht. Die Liftkabine fasste 16 Personen, die Fahrzeit 24 Sekunden bei einer Fördergeschwindigkeit von 1,7 Meter/Sekunde. Über eine Treppenanlage waren zwei kleinere, höher gelegene Plattformen zugänglich. Alle drei – polygonen - Plattformen boten den Besuchern Platz auf ca. 250 m².[4] Auf der obersten Plattform war ein Sendemast angebracht. 2007 wurden 105.000 Besucher am Turm gezählt. Für eine Sanierung des bestehenden Aussichtsturms wurden Kosten von 7,5 Millionen Euro beziffert, daher wurde ein Neubau geplant.[5]

Neuer Aussichtsturm (2013)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Holz-Stahl-Konstruktion im Detail, noch ohne Beleuchtung (Oktober 2013)

Architekturwettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einem Architekturwettbewerb siegte der Entwurf des Klagenfurter Architekturbüros Markus Klaura und Dietmar Kaden und des Tragwerkplaners Markus Lackner.

Der neue Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel stellt eine Schraube aus verdrehten Ellipsen dar. Die Steher sind aus Holz, die Ellipsen aus Stahl gebaut. Die Turmgesamthöhe beträgt 100 Meter. Es gibt einen Veranstaltungsraum in 70 Metern Höhe; eine Rutsche für Erwachsene und Kinder ab 130 cm Körpergröße, die die höchste Europas ist und eine Beleuchtung an der gerüstartigen Fassade, die den Turm nachts als Leuchtturm erscheinen lässt.[6] Die Erwartungen für den neuen Turm liegen bei bis zu 200.000 Besuchern pro Jahr. Als Baukosten wurden 10 Millionen Euro veranschlagt, die aber nach intensiver politischer Diskussion auf 8 Millionen Euro reduziert wurden. Gegen die Stimmen von ÖVP, SPÖ und GEL (Grüne Einheitsliste) beschloss der mehrheitlich BZÖ-dominierte Gemeinderat die Errichtung des Neubaus. Die Grüne Einheitsliste schlug den kostengünstigeren Umbau des bestehenden Turms zu einem „Energieturm“ mit Kraftwerksfunktion und den Verbleib im Eigentum der Gemeinde Keutschach vor.[7]

Mit 100.000 Besuchern jährlich und zu den gegenwärtigen erhöhten Preisen soll sich der Neubau in ungenannter Zeit amortisieren, es hat sich aber herausgestellt, dass die Besucherzahlen bereits im ersten Halbjahr seit der Eröffnung deutlich höher sind.

Planungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ersten Planungen zufolge sollte der alte Aussichtsturm im Herbst 2008 abgerissen und der neue Aussichtsturm bis Sommer 2009 errichtet werden.

Im Jänner 2008 wurde bekannt, dass sich die Finanzierung des neuen Aussichtsturms verzögert. Die Abtragung des alten, desolaten Aussichtsturms wurde auf den Zeitraum nach der Sommersaison 2008 verlegt, mit ungewissem Zeitpunkt des Neubaubeginns.[8]

Im Juli 2009 wurde verlautbart, dass sich der Neubau aufgrund politischer Gründe zwar verzögert hätte,[9] dass der Turm jedoch im Herbst 2010 gesprengt werden sollte und anschließend bis April 2011 der Neubau, als komplette Umsetzung des Siegerprojekts ohne Abstriche, so wie im Gemeinderat beschlossen, errichtet wird.

In der Gemeinderatssitzung am 16. Dezember 2009 wurde über die Gesellschaftsverträge der Errichtungsgesellschaft, die zugehörigen Notariatsakte, über den Managementvertrag, über den Superädifikats- und die Betriebsführungsvereinbarung sowie über die Förderverträge im Dreiecksverhältnis von Land Kärnten, der Gemeinde Keutschach und der Errichtungsgesellschaft abgestimmt.[10] Am 18. Februar 2010 wurden die Verträge zwischen der Gemeinde Keutschach und dem Land Kärnten für den neuen Aussichtsturm unterzeichnet, die an den Terminen von Juli 2009 festhielten. Darin wurde vereinbart, die geplanten Kosten von 10 Millionen Euro zwischen Gemeinde, Errichtungsgesellschaft und Land zu teilen.

Kritiker und Gegner des Neubaus monierten, dass das Land Kärnten aufgrund der Gesellschaftermehrheit der Kärntner Tourismusholding (KTH) (51 %) in der Errichtungsgesellschaft, indirekt Entscheidungen zu Ungunsten der Gemeinde Keutschach (Anteil 49 %) durchsetzen könnte, da die Gemeinde Keutschach später allein für die spätere Instandhaltung aufkommen müsste.[11][12][13]

In einer Gemeinderatssitzung am 30. April 2010 lehnte eine Mehrheit der Keutschacher Gemeinderäte die Kredithaftung der Gemeinde für das Bauvorhaben ab.[14] Damit verzögerte sich der für September 2010 geplante Abriss und der folgende Neubau erneut um zunächst unbekannte Dauer.[15]

Im August 2011 wurde im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung der Landesregierung von Kärnten eine Variante des Neubaus beschlossen, die nur 8 Millionen Euro kosten sollte.[16] Nach zwischenzeitlichen Diskussionen über einen Baubeginn im Frühjahr 2012, wurde beschlossen, den Turm im Herbst 2012 zu sprengen und anschließend mit dem Neubau zu beginnen.[17] Somit stand der letzte Öffnungstag mit 30. September 2012 fest. Am 12. Oktober 2012 fand die Sprengung statt und war weithin sicht- und hörbar.[18]


Bau und Eröffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuer Aussichtsturm im Bau (März 2013)

Der inklusive Antenne 100 Meter hohe Aussichtsturm ist mit elf Ebenen, davon sechs Aussichtsplattformen, der höchste Holzaussichtsturm der Welt. (Der höchste Holzturm der Welt ist der komplett aus Holz gebaute Sendeturm Gleiwitz.) Nach sieben Jahren Planung wurde am 31. Oktober 2012 sein Grundstein gelegt, in Form einer Zeitkapsel aus Metall in Beton mit Brief und einer 2-Euro-Münze.[19] Nach acht Monaten Bauzeit und ca. 8 Mio Euro Gesamtkosten wurde der Turm am 20. Juni 2013 eröffnet.[20][21][22]

Das von den Architekten Markus Klaura und Dietmar Kaden konzipierte Basisgebäude mit 700 m² Bruttogeschossfläche (mit Restaurant) bildet ein Ensemble mit dem Turm. Dieser besteht aus 16 Brettschichtholzpfählen, welche die vertikalen Kräfte tragen. Diese werden durch 10 elliptische Stahlringe und 80 Diagonalstreben ausgesteift. Integriert ist die höchste Gebäuderutsche Europas mit 52 m Höhe, 25° Neigung, 120 m Länge der Schraubenlinie und etwa 30 Sekunden Rutschdauer. 20 m tief in den Felsen reichende Stahlanker fixieren die Fundamentplatte mit 350 m³ Volumen und 800 t Masse.

In den ersten Betriebstagen blieb der Lift zweimal – mit Passagieren – je etwa 1 Stunde stecken. Zu kurze Zeit für den Test des Lifts wurde bemängelt. Am Nachmittag des 7. August 2013 blieb der Lift ein drittes Mal am Boden stehen. Der Grund war ein defektes Steuerungsseil, der Aussichtsturm war vom 8. bis 9. August nur über Treppen zu erreichen. Am 14. August 2013 wurde bekanntgegeben, dass die Liftseile ausgetauscht werden müssen und der Liftbetrieb für diese Tage eingestellt werden muss.[23] Der Eintritt betrug an diesen Tagen nur die Hälfte.

Kaum 2 Monate nach der Eröffnung absolvierten am 17. August 2013 ein – laut Augenzeugen – Australier und kurz darauf ein Burgenländer (oder Niederösterreicher) Base-Jumps vom Geländer auf der Plattform aus 72 m Höhe. Die Sprungausrüstung wurde bei einem Notausgang eingeschleust, beide Springer verschwanden unerkannt, ein Video vom ersten Sprung wurde veröffentlicht.[24][25][26]

Kurz vor Erreichen des Jahrestags der Eröffnung werden 330.000 Besucher gemeldet – gut doppelt so viel wie die erwarteten 150.000 Besucher pro Jahr.[27]

Der Turm weist zur Brandbekämpfung eine mit der Treppe verlaufende Sprinkleranlage auf.

Elemente und Attraktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aussichtsturm ist ganzjährig täglich geöffnet. Im Winter von 10–17 Uhr, sonst länger. Im Turm gilt Rauchverbot. Die verglaste Skybox auf Ebene 9 kann außerhalb der Öffnungszeiten privat für Veranstaltungen gemietet werden.

Der Aufstieg kann per aufwärtsführend durchgehend linksgekurvter[28] Treppe über 441 Stufen oder alternativ per – im Eintritt inkludiertem – Lift im zentral angeordneten Schacht bis auf die oberste Aussichtsplattform 12 erfolgen. Nur Servicepersonal für die Sendeanlagen gelangt noch höher.

Die Treppe ist in den wettergeschützten Bereichen des Erdgeschosses, und der Skybox mit Holzstufen ausgeführt, dazwischen, wo sie dem Wetter stärker ausgesetzt ist, jedoch in griffig geprägtem Lochblech. Die Stufen sind einheitlich 16 cm hoh. Die erste bildet den Auftritt ins Erdgeschoß, das als Ebene "00 – 0,16 m" ausgewiesen wird. Jeweils 10 Stufen bilden geradlinige Treppenläufe, die geknickt aufeinanderfolgen. Je 4 dieser 1,60 m hohen Treppenläufe bilden ein auch in der Außenansicht erkennbares Standard-Stockwerk zu 6,4 m. Nur das 9. Geschoß ist als Skybox rundum verglast und damit windgeschützt. Ebene 10 bildet die ovale, größte von 3 Aussichtsplattformen mit Fußbodenhöhe 64,16 cm über der Erde. Unter Regenschutzkappen enden hier die markanten Holzpfeiler des Turms in Brusthöhe.

Indem die zwei nächsthöheren jeweils etwas zurücktretenden Plattformen hier nur je 3,20 m höher bilden sie einen guten Regen- und Sonnenschutz für die jeweilig darunterliegende Plattform. Alle 3 Aussichtsplattformen sind von einem verzinkten Stahlstrebengeländer umgeben. An der Nordseite tragen diese auf horizontalen Tafeln je ein beschriftetes Panorama des Wörthersees.

Die oberste Aussichtsplattform trägt am Geländer die Tafeln „(Plattform) 12 / Turmhöhe 70,56 m / Seehöhe 919,06 m“ (FOK) und „441 / Stufen geschafft“ und noch weiter rechts: „Norden / north“

Bei einem oberen Ausstieg weist der Lift diametral gegenüberliegende Schachttüren aus klarem, zylindrisch gewölbtem Glas auf. Das ermöglicht das Aussteigen in eine Richtung und zugleich das Einsteigen von der anderen. Im durchwindeten Höhenbereich des Turms unter der Skybox verlaufen die Führungsschienen des Lifts sofern von Menschen unerreichbar ohne jeglich Verkleidung oder Schacht weitgehend transparent.

An der "höchsten überdachten Rutsche Europas" sind folgende Daten notiert "Länge 120 m, Geschwindigkeit ca. 25 km/h, Rutschdauer ca. 20 s, Höhe 52 m." Gerutscht wird gegen Gebühr, unter Anleitung einzeln. Dabei sitzt man auf einem Rutschtuch mit Sitzpolster, hat die Füße in Taschen des Tuchs, streckt die Beine nach vorne und zieht mit den Händen an Gurtschlaufen um den Körper mit Spannung zu wölben und den Kopf anzuheben. Der unbekleidete rechte Ellbogen erhält einen Skate-Schützer. Die Rutsche ist als geschlossenes NiRo-Stahlblechrohr in Bergab-Linkskurve[29] gefertigt und weist an der Oberseite in regelmäßigen Abständen 20 kleine Bullaugen zur Belichtung und als Orientierungshilfe auf. Rutschen dürfen Personen ab 130 cm Körpergrösse. Der zuletzt waagerechte Auslauf der Rutsche führt zwischen 2 Pfeilern aus dem Turmtorso hinaus. Bei Regen oder feuchtem Wetter wird die Rutsche wegen veränderter Reibungsverhältnisse und der Gefahr für Verschmutzung nicht betrieben, sonst ganzjährig, für 4 € pro Fahrt. Die gemessene Fahrtzeit wird angezeigt, Rutschenfotos werden angeboten.

Auf einer Schautafel wird die Einhüllende des Turms aus einer sich beim anheben beständig gedrehten Ellipse entwickelt und mit der Körperfigur einer sich drehenden Tänzerin verglichen. Zum Hinauf- und Hinuntersteigen sind zwei getrennte Treppenzüge angelegt, die sich wie eine Doppelhelix umschlingen und dabei die Rutschwendel umgeben.

An Mai-Wochenenden und den Folgemonaten bis September kann für 15 € aus 52 m Höhe (Plattform 8) über die Schrägselbahn Fly 100 abgefahren werden. Zwei Tragseile aus Stahl führen zu einer weichen Landefläche etwas schräg unterhalb des Turms am Rand eines Pkw-Parkplatzes, sodass auf 100 m Fahrtstrecke etwa 70 Höhenmeter abgebaut werden. Die Abfahrt erfolgt an einem hörbar bremsenden Rollenlaufwerk mit maximal 2 Höhenmeter/Sekunde (typische Fahrtzeit 100 Sekunden) und seilgesichert durch einen Betreuer. Am nur oben umgelenkten Pendelseil wird die andere, ebenfalls ballastierte Laufkatze dabei im Leerlauf nach oben gezogen. Ein zusätzliches drittes Fixseil trägt 4 orange Markierungskugeln zur Sicherheit für Flugverkehr. Der Start kann von an der Absprungkante sitzend und vorwärts oder von stehend nach hinten ins Seil gelehnt rücklings erfolgen. Dieses Schwebeseil ist ab Mitte September bis Frühling nicht in Betrieb.[30]

FreeFall bietet 6 m Fallen in aufrechter Körperhaltung – zum gleichen Preis. Start ist auf Plattform 8, man legt einen Klettergurt an, steigt eine Leiter hinauf, springt mit den Füssen voran ab und wird nach 6 m vom Seil gebremst und gelangt auf Höhe Plattform 5 durch ein Drehkreuz wieder ins Turminnere.

Bunte Beleuchtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Abend des 19. Juni 2017 wurde zum 4. Jahrestag der Turmeröffnung eine neue Außenbeleuchtung in Betrieb genommen. Sie wurde vom Klagenfurter Lichttechniker Hanno Kautz, von dem auch die Idee der Rutsche stammt, entwickelt und programmiert – in Zusammenarbeit mit dem Turmarchitekten Markus Klaura. 164 einzeln ansteuerbare LED-Strahler mit je drei weißen, roten, grünen und blauen Leuchtdioden sind auf die radial ausgerichteten Breitseiten der Holzpfähle gerichtet, einige strahlen auch von der Spitze. Indem die Stellen, wo sich die Pfähle einwärts wölben, ausgespart sind, wird eine Helixstruktur sichtbar. Sie wurden von Industriekletterern montiert und waren eigentlich schon in der Erstplanung vorgesehen, doch aus Budgetgründen vorerst eingespart worden. Zur Eröffnung spielte der kärntnerisch-armenische Keyboarder Karen Asatrian mit dem Alpen-Adria-Projekt vor 2.000 Gästen. In Zukunft soll gelegentlich Musik mit korrespondierend bewegter Lichtshow gespielt werden oder die Leuchtfarben anlassbezogen gewählt werden, etwa weiß zur Fête Blanche, rot-weiß-rot zum Nationalfeiertag.[31] [32] [33]

Seilbahnprojekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2016 wird ein 2,2 km langes Seilbahnbauprojekt von Pörtschach über den See zum Aussichtsturm Pyramidenkogel konzipiert. Siehe dazu: Wörthersee-Seilbahnprojekte.

Sendeanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antennenmast des neuen Aussichtsturms

Aufgrund der zentralen Lage war der Aussichtsturm Pyramidenkogel vor der Inbetriebnahme der Großsendeanlage am Dobratsch, errichtet 1971, wichtiger Standort als TV-Sender.

Seither fungiert der Aussichtsturm nur noch als UKW-Sender. Von ihm aus werden die Privatradioprogramme KroneHit und Welle 1 ausgestrahlt, bis zum Frühjahr 2012 sendete Radio Harmonie, das seinen Sendebetrieb eingestellt hat auf der heutigen Frequenz von Welle 1. Einige Funkdienste und Amateurfunksender nutzen diesen Standort ebenso.

Die Unsicherheiten über den Bau des neuen Turmes und die daraus resultierenden Verzögerungen waren auch mitverantwortlich, dass in weiterer Folge ein für Kärnten geplantes lokales DVB-T-Paket (Mux C Kärnten) nicht auf Sendung gehen durfte.[34]

Neben dem Aussichtsturm wurde für eine Übergangszeit ein Ersatzmast in Form eines freistehenden Stahlgitterturms aufgestellt. Der Betreiber des Mux C Zentralraum Kärnten hat inzwischen angekündigt, als Ersatzstandort die bei Bleiburg gelegene Petzen zu nutzen.[35] Für die Verbreitung der UKW-Programme wurde auf dem neuen 82 Meter hohen Aussichtsturm eine neue Antenne mit 18 Metern Höhe aufgesetzt.[36]

Frequenzen und Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Analoger Hörfunk (UKW)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frequenz
(MHz)
Programm RDS PS RDS PI Regionalisierung ERP
(kW)
Antennendiagramm
rund (ND)/gerichtet (D)
Polarisation
horizontal (H)/vertikal (V)
95,2 Welle 1 Klagenfurt WELLE_1_ A562 1 D (240–100°) H
103,7 KroneHit KRONEHIT A3FF Kärnten 1 ND H

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aussichtsturm Pyramidenkogel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Kontaktseite auf der Website des Betreibers des Aussichtsturms. Abgerufen am 6. August 2012.
  2. http://www.pyramidenkogel-ktn.at (unten rechts)
  3. Langer Weg zur schönen Aussicht. In: Kleine Zeitung. 28. September 2012, abgerufen am 11. Dezember 2014.
  4. Der Aussichtsturm Pyramidenkogel: Technische Daten auf der Website des Betreibers des Aussichtsturms. Abgerufen am 6. August 2012.
  5. Pyramidenkogel: Gute Aussichten für neuen Turm. In: Kleine Zeitung, 23. Juli 2009. (Online in der Version vom 23. Juli 2009 nicht mehr abrufbar, Artikel wurde unter neuer Überschrift neu geschrieben. Abgerufen am 23. Juli 2010.)
  6. Pyramidenkogelturm-neu: Siegermodell präsentiert. In: kärnten.ORF.at, 23. August 2007.
  7. http://www.elnet.at/gemeinde_newsdetail/keutschach/pyramidenkogel_finger_weg_vom_zuendkabel Gemeinde Keutschach / Hodiše: Pyramidenkogel: Finger weg vom Zündkabel! GEL, 28. September 2012.
  8. Finanzierung für Pyramidenkogel-Turm offen. In: kärnten.ORF.at, 23. Jänner 2008.
  9. Für die Verzögerungen machte der Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko (BZÖ) die Wahlen im März 2009 ebenso verantwortlich, wie die Gegner des Projekts, ÖVP, SPÖ und GEL.
  10. Michael Holliber: Chaos im Gemeinderat. In: keutschacher.at, 28. Dezember 2009. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  11. Pyramidenkogel-Neu: Baustart im Herbst fix. In: kärnten.ORF.at, 18. Februar 2010
  12. Pyramidenkogel: Gute Aussichten für neuen Turm. In: Kleine Zeitung, 15. Dezember 2009. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  13. Pyramidenkogel neu. (PDF) Finanzierung und Besitzverhältnisse, S. 1. Planrechnung, S. 2. Dokument datiert mit 25. März 2010. Auf der Website der Grünen Kärnten. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  14. Rückschlag für neuen Pyramidenkogel-Turm. In: Kleine Zeitung, 30. April 2010. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  15. Der neue Pyramidenkogel-Turm rückt in die Ferne. In: Kleine Zeitung, 5. Mai 2010. Abgerufen am 23. Juli 2010.
  16. Vanessa Pichler: Pyramidenkogel: Aussichtsturm wird 2012 gebaut. In: woche.at, 11. August 2011. Abgerufen am 29. April 2012.
  17. Karin Hautzenberger: Pyramidenkogel: Turmneubau schon wieder verschoben. In: Kleine Zeitung, 4. April 2012. Abgerufen am 29. April 2012.
  18. ORF: Die letzten Stunden des Pyramidenturms (abgerufen am 12. Oktober 2012)
  19. http://kaernten.orf.at/tv/stories/2557021/ Grundstein für Pyramidenkogel-Turm gelegt, orf.at 1. November 2012
  20. http://kaernten.orf.at/news/stories/2585057/ Pyramidenkogel: Eröffnungsdatum geheim, ORF.at 20. Mai 2013
  21. http://kaernten.orf.at/news/stories/2583037/ Pyramidenkogel: Sperre für „Bautouristen“, ORF.at 6. Mai 2013
  22. http://kaernten.orf.at/news/stories/2589472/ Holzturm auf Pyramidenkogel eröffnet, ORF.at 20. Juni 2013
  23. [http://www.pyramidenkogel.info/blog/ Aussichtsturm Pyramidenkogel.] Info zum Liftbetrieb. Gemeinde Keutschach am See, 14. August 2013, abgerufen am 21. August 2013.
  24. Exklusiv: Erstes Interview der Basejumper orf.at, 21. August 2013, abgerufen 14. März 2017.
  25. Zwei Basejumps vom Pyramidenkogel, ORF.at, 18. August 2013, abgerufen 4. September 2013
  26. Prinzessin Horst: basejump pyramidenkogel 17. August 2013 youtube.com, Video (1:04), 17. August 2013, zuletzt abgerufen 14. März 2017.
  27. Ein Jahr Pyramidenkogel: Riesenansturm ORF.at, 19. Juni 2014.
  28. Im Rechtsgewinde-Sinn
  29. Im Linksgewinde-Sinn
  30. Freizeitpark News NRW: Fly 100 & 120 m Rutsche Onride POV Pyramidenkogel 10. Juli 2015, abgerufen 14. März 2017.
  31. Pyramidenkogel wird zum „Leuchtturm“ orf.at, 20. Juni 2017, abgerufen 20. Juni 2017.
  32. Karin Waldner-Petutschnig: Kärntner des Tages: Hanno Kautz baut mit Licht am Pyramidenkogel kleinezeitung.at, 19. Juni 2017, abgerufen 20. Juni 2017.
  33. Elisabeth Peutz: Keutschach: Erste "Lichterproben" auf dem Pyramidenkogel kleinezeitung.at, 31. Mai 2017, abgerufen 20. Juni 2017.
  34. Lizenzentzug MUX C Kärnten (KOA 4.219/11-009) auf der Website der RTR, abgerufen am 26. September 2011.
  35. Lokales TV-Paket Mux C Zentralraum Kärnten abgerufen am 9. August 2012.
  36. Kleine Zeitung: Einsame Spitze: Turm ist jetzt 100 Meter hoch. Abgerufen am 7. Juli 2013.