Ausstellung "Geschmackssache"

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Begründung: macht ein kurzzeitiger Sturm im medialen Wasserglas diese zweiwöchige Ausstellung in einer Unimensa relevant? --Schnabeltassentier (Diskussion) 17:01, 7. Dez. 2017 (CET)

Am 20. Oktober 2017 eröffnete die Künstlergruppe Das KomiTee (Johannes Esser, Stephan Heupst, Klaus Kasperszak, Ulrike Martens, Guido Rohm, Jochen Schaudig, Marion Vina und Werner Towara) eine bis Februar 2018 geplante Sammelausstellung satirischer Kunst mit dem Titel „Geschmackssache“ in der Zentralmensa des Studentenwerks Göttingen.

Eklat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der zweiten Ausstellungswoche erhob die Frauenbeauftragte der Georg-August-Universität Göttingen gegen zwei erotische Motive unter den Exponaten der Künstlerin Marion Vina den Vorwurf des Sexismus und verlangte die Abhängung der in Rede stehenden Bilder. Ohne weitere Rücksprache wurden die Werke abgehängt und wenig später von Verantwortlichen des Studentenwerkes wieder aufgehängt. In die sich schnell erhitzende öffentliche Diskussion stimmten Gruppen unterschiedlicher Zugehörigkeit und große Teile der Göttinger Öffentlichkeit ein.

Eskalation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich unterband kurz darauf die Jüdische Gemeinde Göttingen die weitere Verwendung des Ausstellungsplakats mit einem Motiv von Ulrike Martens, das sie als antisemitisch interpretierte. Das Interesse an diesem Kunststreit weitete sich daraufhin überregional aus. Medial flankiert entbrannte ein öffentlicher Streit über Fragen der Kunst- und Satirefreiheit, die Grenzen politischer Korrektheit und die Rolle von Künstlern in der Gesellschaft. Die Künstlergruppe distanzierte sich mit Nachdruck von allen gegen sie, ihre Intentionen und ihre Kunstwerke erhobenen Vorwürfe, entschied aber einstimmig, die Ausstellung geschlossen nach nur zwei Wochen zu beenden, um nicht Teile ihrer Gruppe zu großem öffentlichen Druck auszusetzen.

Pressestimmen zum Thema (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 3SAT[1]
  • WELT[2]
  • HAMBURGER ABENDBLATT[3]
  • GÖTTINGER TAGEBLATT[4]
  • STADTRADIO GÖTTINGEN[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]