Australische Basketballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der australischen Auswahl der Herren. Für die Auswahl der Damen siehe Australische Basketballnationalmannschaft der Damen.
Australien
Australia
AustralienAustralien
Spitzname(n) Boomers
Verband Basketball Australia
FIBA-Mitglied seit 1947
FIBA-Weltranglistenplatz 11
Trainer Andrej Lemanis
Rekordspieler Phil Smyth (346)[1]
Weltmeisterschaften
Endrundenteilnahmen 11
Beste Ergebnisse 5. Platz (1982, 1994)
Olympische Spiele
Endrundenteilnahmen 14
Beste Ergebnisse 4. Platz (1988, 1996, 2000, 2016)
Kontinentale Meisterschaften
Meisterschaft Ozeanienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 21
Beste Ergebnisse 19x Gold (1971 bis 1997,
2003 bis 2007, 2011, 2013, 2015)
Homepage www.basketball.net.au (englisch)
(Stand: 21. August 2016)

Die australische Basketballnationalmannschaft der Herren, in Australien meist Boomers genannt, repräsentiert Australien bei internationalen Basketballwettbewerben. Als stärkste Mannschaft Ozeaniens ist sie seit Anfang der 1970er Jahre regelmäßiger Teilnehmer an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie Seriensieger der Ozeanienmeisterschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Australiens erster Basketball-Star internationalen Ranges gilt Eddie Palubinskas, der Topscorer des Basketballturniers bei den Olympischen Spielen 1976 wurde. Unter Führung von Trainer Lindsay Gaze, der auch einer der wichtigsten australischen Spieler der 1960er-Jahre gewesen war, und Aufbauspieler Phil Smyth gelangen Anfang der 1980er-Jahre Achtungserfolge wie der Sieg gegen den späteren Silbermedaillengewinner Italien bei den Olympischen Spielen 1980, als Australien die Zwischenrunde nur aufgrund des schlechteren Korbverhältnisses verpasste, und der 5. Platz bei der Weltmeisterschaft 1982.

Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts sowie in den 1990er-Jahren führte vor allem Lindsay Gaze' Sohn Andrew Gaze die Mannschaft insgesamt dreimal (1988, 1996, 2000) ins Olympische Halbfinale, ohne jedoch eine Medaille gewinnen zu können. Dabei gelangen zahlreiche Siege gegen hoch eingeschätzte Gegner, u. a. 1988 gegen Spanien, 1996 gegen Kroatien und 2000 erneut gegen Spanien sowie gegen Italien und Russland. Zudem sammelten in dieser Zeit mehrere australische Spieler NBA-Erfahrung (neben Gaze Luc Longley, Mark Bradtke, Shane Heal und Chris Anstey; lediglich Longley konnte sich dauerhaft in der NBA etablieren).

Nach den Olympischen Spielen 2000 im eigenen Land jedoch beendeten viele dieser Spieler ihre Nationalmannschaftskarriere. Prompt verpasste Australien durch die Niederlage gegen Neuseeland bei der Ozeanienmeisterschaft 2001 erstmals seit 1968 wieder ein großes Turnier. Jedoch wurde gleichzeitig ein Umbruch vollzogen, der vor allem den Aufstieg von Andrew Bogut, der Australien 2003 zum Junioren-Weltmeistertitel geführt hatte und 2005 als erster Australier Nr.1-Pick einer NBA-Draft wurde, bedeutete.

Der große Triumph blieb den Australiern jedoch verwehrt. Bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 schied man jeweils im Viertelfinale aus und belegte in beiden Turnieren den siebten Platz. Auch bei den Basketball-Weltmeisterschaften 2006, 2010 und 2014 kamen die Australier nicht über das Achtelfinale hinaus. Seit einigen Jahren spielen jedoch vermehrt australische Spieler in der NBA, neben Bogut etwa Matthew Dellavedova, Dante Exum, Patrick Mills, Joe Ingles, Andrew Bogut, Cameron Bairstow und Aron Baynes. Der australische Jugendspieler Ben Simmons spielte für das US-College Louisiana State University und zählt zu den größten Basketballtalenten weltweit. Beim NBA-Draft 2016 wurde er nach Bogut der zweite Australier, der an erster Stelle ausgewählt wurde.

Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader Australien bei den Olympischen Spielen 2016
Spieler
Nr. Name Geburt Größe Info Einsätze Verein
Guards (PG, SG)
4 Chris Goulding 24.10.1988 192 Melbourne United
5 Patrick Mills 11.08.1988 183 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten San Antonio Spurs
8 Matthew Dellavedova 08.09.1990 193 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Cleveland Cavaliers
11 Kevin Lisch 16.05.1986 188 Sydney Kings
15 Damian Martin 05.09.1984 186 Perth Wildcats
Forwards (SF, PF)
7 Joe Ingles 02.10.1987 204 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Utah Jazz
9 Ryan Broekhoff 28.08.1990 201 RusslandRussland Lokomotive Kuban Krasnodar
10 Cameron Bairstow 07.12.1990 206 Brisbane Bullets
14 Brock Motum 16.10.1990 208 LitauenLitauen Žalgiris Kaunas
Center (C)
6 Andrew Bogut 28.11.1984 207 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dallas Mavericks
12 Aron Baynes 09.12.1986 207 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Detroit Pistons
13 David Andersen 23.06.1980 210 Melbourne United
Trainer
Nat. Name Position
AustralienAustralien Andrej Lemanis Chef
AustralienAustralien Trevor Gleeson Co
AustralienAustralien Luc Longley Co
Legende
Abk. Bedeutung
(C)Kapitän der Mannschaft Mannschaftskapitän
Quellen
Teamhomepage
Ligahomepage
Stand: 5. August 2016


Weitere bekannte Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschneiden bei internationalen Wettbewerben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1948 - nicht qualifiziert
  • 1952 - nicht qualifiziert
  • 1956 - 12. Platz
  • 1960 - nicht qualifiziert
  • 1964 - 9. Platz
  • 2008 - Viertelfinale, 7. Platz
  • 2012 - Viertelfinale, 7. Platz
  • 2016 - 4. Platz

Ozeanienmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1971 - Goldmedaille
  • 1975 - Goldmedaille
  • 1978 - Goldmedaille
  • 1979 - Goldmedaille
  • 1981 - Goldmedaille
  • 1983 - Goldmedaille
  • 1985 - Goldmedaille
  • 1987 - Goldmedaille
  • 1989 - Goldmedaille
  • 1991 - Goldmedaille
  • 1993 - Goldmedaille
  • 1995 - Goldmedaille
  • 1997 - Goldmedaille
  • 1999 - nicht teilgenommen
  • 2001 - Silbermedaille
  • 2003 - Goldmedaille
  • 2005 - Goldmedaille
  • 2007 - Goldmedaille
  • 2009 - Silbermedaille
  • 2011 - Goldmedaille
  • 2013 - Goldmedaille
  • 2015 - Goldmedaille

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographie von Smyth in der australischen Sport Hall of Fame (englisch)