Australische Südfrösche

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Australische Südfrösche
Crinia signifera

Crinia signifera

Systematik
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Lissamphibia
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Neobatrachia
Familie: Australische Südfrösche
Wissenschaftlicher Name
Myobatrachidae
Schlegel, 1850

Australische Südfrösche (Myobatrachidae) sind eine in Australien, auf Tasmanien sowie Neuguinea beheimatete Familie von Froschlurchen (Anura). Bei den Arten handelt es sich um sehr kleine bis mittelgroße Frösche (Kopf-Rumpf-Längen von zwei bis elf Zentimetern), die bodenbewohnend sind. Sie zählen zur Fauna Australiens und kommen dort nach der hier gebräuchlichen Systematik der Amphibien in 21 Gattungen und 132 Arten vor. Es sind sowohl Arten mit aquatilem Kaulquappenstadium als auch solche mit direkter terrestrischer Entwicklung innerhalb der Eier vertreten.

Manche Arten legen ihre Eier in Schaummassen ab, die sie selbst fabriziert haben und die auf dem Wasser treiben. Eine bizarre Form der Brutpflege wiesen die inzwischen wohl ausgestorbenen Magenbrüterfrösche (Rheobatrachus) auf. Die Banjo-Frösche Limnodynastes dumerilii und Limnodynastes dorsalis tragen ihren Namen daher, weil sich die Paarungsrufe der Männchen so ähnlich anhören wie die Saitenklänge eines Banjos.

Wie bei fast allen Froschlurchen weltweit zu beobachten ist, gehen auch die Populationen der Australischen Südfrösche zurück. Die Ursachen dafür sind noch ungeklärt. Als Erklärung werden unter anderem die erhöhte UV-Strahlung, eine Pilzerkrankung oder auch Pestizid-Einsatz vermutet.

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaumnest von Atelotus brevis
Assa darlingtoni
Schildkrötenfrosch (Myobatrachus gouldii)

Die systematische Abgrenzung der Myobatrachidae ist uneinheitlich. Anders als hier dargestellt, wird von manchen Autoren die Unterfamilie Limnodynastinae als eigene Familie Limnodynastidae aufgefasst. Die Magenbrüterfrösche (Rheobatrachus) waren ursprünglich einmal in einem separaten Taxon Rheobatrachidae eingeordnet worden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther E. Freytag, Bernhard Grzimek, Oskar Kuhn & Erich Thenius (Hrsg.): Lurche. In: Grzimeks Tierleben, Bd. 5: Fische 2, Lurche. Lizenzausgabe im dtv, München 1980, ISBN 3-423-03204-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Darrel R. Frost: Myobatrachidae Schlegel, 1850. In: Amphibian Species of the World: an Online Reference. Version 6.0. American Museum of Natural History, New York 1998–2016. Abgerufen am 15. Februar 2017
  2. Darrel R. Frost: Limnodynastidae Lynch, 1969 . In: Amphibian Species of the World: an Online Reference. Version 6.0. American Museum of Natural History, New York 1998–2016. Abgerufen am 15. Februar 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Myobatrachidae +/- i.S.v. Myobatrachinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Limnodynastidae +/- i.S.v. Limnodynastinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien