Austria Metall

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AMAG Austria Metall AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN AT00000AMAG3
Gründung 1939 [1]
Sitz Ranshofen, Braunau, OsterreichÖsterreich Österreich
Leitung Helmut Wieser (Vorstandsvorsitzender)
Mitarbeiter 1762 (2016)[2]
Umsatz 906,2 Mio. Euro (2016)[3]
Branche Aluminiumindustrie - Primäraluminium, Guss- und Walzprodukte
Website www.amag.at

Die AMAG Austria Metall AG, kurz AMAG, am Standort Ranshofen, einem Stadtteil von Braunau am Inn (Oberösterreich), ist der größte österreichische Aluminiumkonzern. Sie ist Anbieter von Primäraluminium und Aluminiumhalbzeugen.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Anschluss wurde 1939 von der Vereinigten Aluminiumwerke AG, Berlin in Ranshofen bei Braunau am Inn eine als Mattigwerk (benannt nach dem Fluss Mattig) bezeichnete Aluminiumhütte errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten US-Truppen das Werk und übergaben diese 1946 an die wiedererrichtete Republik Österreich.

Die 1946 von der Republik Österreich gegründete Aluminiumwerke Ranshofen GmbH hatte als Auffanggesellschaft 1957 die bis dahin öffentlich verwalteten, in Österreich gelegenen Vermögensteile der Vereinigte Aluminiumwerke AG, Berlin, faktisch übernommen. Diese Betriebsstätten, die Aluminiumhütte in Ranshofen und der Bauxitbergbau Unterlaussa wurden 1946 verstaatlicht.

Die Österreichische Metallwerke Aktiengesellschaft wurde 1948 durch die Republik Österreich gegründet und errichtete in Ranshofen Press- und Walzwerksanlagen zur Erzeugung von Aluminiumhalbzeug.

1957 erfolgte die Verschmelzung der Aluminiumwerke Ranshofen GesmbH und der Österreichische Metallwerke AG mit der 1946 ebenfalls verstaatlichten Berndorfer Metallwarenfabrik Arthur Krupp AG, Berndorf, als aufnehmende Gesellschaft, deren Firmierung im Zusammenhang mit dieser Fusion auf Vereinigte Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG abgeändert wurde. 1958 erfolgte Sitzverlegung von Berndorf nach Braunau. Auf Grund einer weiteren Verschmelzung wurde 1958 die Leichtmetall-GesmbH, Wien-Berndorf, in die Vereinigte Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG aufgenommen.

Die Gesellschaft hatte Betriebe in Ranshofen, Berndorf, Amstetten, Unterlaussa und Esslingen am Neckar sowie ein Forstgut in Halltal bei Mariazell. Sie erzeugte Hüttenaluminium und Aluminiumlegierungen in Barren, Halbzeug aus Aluminium und Aluminiumlegierungen, Halbzeug aus Buntmetall, Metallwaren, Apparate und Behälter, Fensterrahmen u. dgl., Bestecke, Tafelgeräte und Geschenkartikel, Filmgiessbänder sowie Bauxit. Beschäftigt wurden rund 4400 Arbeiter und Angestellte. Die Unternehmung besass sämtliche Stammanteile der Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft „Arthur Krupp“ GesmbH, Berndorf sowie sämtliche Aktien der J. C. Klinkosch AG, Wien, mit welcher ein Organschaftsverhältnis bestand. Im Herbst 1960 wurden sämtliche Anteilsrechte der ehemaligen ausländischen Tochtergesellschaften Societa per Azioni Italiana Metalli ed Argenteria Arthur Krupp, Mailand und Berndorfer Metall-Werk AG, Luzern erworben.[4]

Zur weiteren branchenweisen Zusammenfassung verstaatlichter Industrieunternehmen wurden 1974 die Vereinigte Wiener Metallwerke AG, die Montanwerke Brixlegg GesmbH gegen Gewährung von Aktien an die Österreichische Industrieverwaltungs-AG, sowie die Metallwerk Möllersdorf AG gegen Aufgabe der Aktien an der übertragenden Gesellschaft mit der Vereinigte Metallwerke Ranshofen-Berndorf AG durch Aufnahme verschmolzen. 1978 wurde die Berndorfer Aluminium-Verarbeitungs GesmbH, Berndorf, durch Aufnahme verschmolzen. In etwa zur selben Zeit wurde mit der Auseinandersetzung um eine Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf bekannt, dass die VMW Ranshofen, Großverbraucher von elektrischer Energie, einen eklatant günstigen Stromtarif erhielten, der als verdeckte Förderung der Aluminiumproduktion gesehen werden konnte. 1984 wurden die Finalbetriebe in Berndorf und Wien verselbständigt und in eigenverantwortliche GesmbH’s umgewandelt (die Berndorf Metallwaren GesmbH wurde 1988 zu 100 % in Form eines Management-Buy-out privatisiert). Mit Beginn 1985 wurde das Unternehmen in Austria Metall Aktiengesellschaft (AMAG) umbenannt.[5]

Im Zuge eines von der Österreichischen Industrieholding AG, Wien, beschlossenen Strukturkonzeptes für die Betriebe des ÖIAG-Konzerns, das nach dem Prinzip der koordinierten Dezentralisation die alten Teilkonzerne in kleinere Gesellschaften gliedert und diese nach ihrer branchenweisen Zugehörigkeit zu Branchenkonzernen neu ordnete, trat bei der Austria Metall AG eine tiefgreifende Neustrukturierung ein: Die Austria Metall AG gliederte rückwirkend mit 1. Jänner 1987 ihre operativen Funktionen in selbständige Gesellschaften aus und konzentrierte sich ausschließlich auf Funktionen einer Holdinggesellschaft für den Bereich NE-Metalle. Die Hüttenaluminium Erzeugung und Verarbeitung wurden in die AMAG Metall GesmbH, Ranshofen, der Geschäftsbereich Sekundär-Aluminium in die Austria Sekundär-Aluminium GesmbH, Ranshofen, der Bereich Kupferhütte in die Montanwerke Brixlegg GesmbH, Brixlegg (diese Gesellschaft wurde 1989 zu 51 % an die Metallgesellschaft Austria AG, Wien, abgegeben), und der Kupfer-Halbzeugbereich in die Buntmetall Amstetten GesmbH, Amstetten (diese Gesellschaft wurde 1989 zu 100 % in Form eines Management-Buy-out privatisiert) ausgegliedert. Im Zuge einer neuerlichen Umstrukturierung des Konzerns erfolgte Anfang 1990 die Aufteilung in sechs Konzernbereiche, die sich nunmehr in die Bereiche AMAG Metall (Elektrolysen in Australien und Kanada, Umschmelzwerke in Ranshofen, Wuppertal und Furth), AMAG Walzprodukte (Walzwerke in Ranshofen und Unna), AMAG Extrusion (BOAL Gruppe, Aluminium Ranshofen Preßwerk GesmbH, AMAG AluTeam Extrusion AG, Aluminiumwerk Unna AG, AluTeam Metal Forming GmbH, Unna, AluTeam Wexal, Irland), AMAG Formprodukte (Formgießerei- und Schmiedeuntemehmen in Österreich, Deutschland, Ungarn und Frankreich), AMAG Packaging (European Packaging Holding) und AMAG Systeme (Weiterverarbeitung von Halbzeugen aus den Bereichen Walzprodukte, Extrusion und Gußprodukte) gliedern. Aus dem Bereich Formprodukte wurde im Herbst 1991 die Aluminiumgießerei Villingen GmbH, Villingen, BRD, an Hans Joachim Schönberg verkauft.[6]

1996 wurde die AMAG privatisiert. Durch das Management-Buy-out von Klaus Hammerer (40 %) mit Beteiligung von Constantia (40 %) und Arbeitnehmer Privatstiftung (20 %). 2007 kam es zum Aktienverkauf Hammerers an die Constantia Packaging AG, mit der Ausnahme der ehem. AMAG extrusion GmbH (Presswerk), die im Besitz Hammerers bleibt (jetzt HAI Hammerer Aluminium Industries GmbH). Außerdem wurde der Ankauf von 10 % der Arbeitnehmerstiftung durch die Constantia schließlich im November 2007 abgeschlossen.

Seit dem 8. April 2011 werden die Aktien der AMAG Austria Metall AG unter dem Börsenkürzel "AMAG" im amtlichen Markt (Prime Market) der Wiener Börse gehandelt. Vom 24. September 2012 bis zum 23. September 2013 war das Unternehmen im ATX vertreten. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben seit 2010 im Werk Ranshofen mit 100 Prozent Auslastung.

Seit Oktober 2014 hält die B&C Industrieholding GmbH eine Stimmrechtsmehrheit von 52,7 % an der AMAG Austria Metall AG.[7]

Konzerndaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2016:[8]

  • Umsatz (Mio. €): 906,2
  • Mitarbeiter: 1762

2015:[9]

  • Umsatz (Mio. €): 913,3
  • Mitarbeiter: 1704

2014:[10]

  • Umsatz (Mio. €): 823,0
  • Mitarbeiter: 1638

2013:

  • Umsatz (Mio. €): 786,4
  • Mitarbeiter: 1564

2012:

  • Umsatz (Mio. €): 819,8
  • Mitarbeiter: 1490

2011:

  • Umsatz (Mio. €): 813,1
  • Mitarbeiter: 1.422

2010:

  • Umsatz (Mio. €): 728,0
  • Mitarbeiter: 1.175

Operative Gesellschaften und Betriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennzahlen 2014
  • AMAG rolling GmbH
    • Absatz: 169.900 Tonnen
    • Umsatz (Mio. €): 601,0
    • Beschäftigte: 1.181
    • Hauptmärkte: Westeuropa, Nordamerika, Asien
    • Hauptabnehmer: Verpackungsbranche, Maschinenbau, Automobil- und Luftfahrtindustrie, Transport-, Elektro- und Bauindustrie, Ski- und Sportartikelhersteller
    • Hauptprodukte: Glanzqualitäten, Trittbleche, Shates, Platten, Bleche und Bänder, Kathodenbleche, lotplattierte Werkstoffe, hochfeste Werkstoffe (z. B. Titanal) für Sport und Industrie, aber auch unterschiedlichste Legierungen für Automotive- und Luftfahrtindustrie
  • AMAG casting GmbH
    • Absatz: 83.300 Tonnen
    • Umsatz (Mio. €): 121,7
    • Beschäftigte: 122
    • Hauptmärkte: Deutschland, Österreich, Italien, Beneluxstaaten
    • Hauptprodukte: HSG-Massel, 2-Teiler-Massel, Sows und Flüssigaluminium
    • Hauptkunden: Automobil- und Zuliefererindustrie, Maschinenbau
  • AMAG metal GmbH (Metallhandelsgesellschaft), wickelt als Metallhandelsgesellschaft den Metallfluss der AMAG Gruppe ab und stellt damit die Schnittstelle des Konzerns zum Rohstoffmarkt dar.
  • AMAG service GmbH
  • Aluminerie Alouette (2014)
    • Produktion gesamt (t/Jahr): 600.000
    • 20 % Anteil AMAG (t/Jahr): 116.300
    • Partner: Alcan (40 %), Hydro (20 %), SGF/Marubeni (20 %)
    • Beschäftigte: 1.000
    • Produkte:

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Austria Metall AG ist führender Anbieter von:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. [2]
  3. https://www.amag.at/fileadmin/user_upload/amag/Investor_Relations/Finanzen_und_Berichte/Geschaeftsberichte/AMAG_Geschaeftsbericht_2016_DE.pdf
  4. Finanz Compass Österreich 1961, Seite 643 (Direktlink via ZEDHIA auf S. 643)
  5. Finanz Compass Österreich 1987/88, Seite 1319 (Direktlink via ZEDHIA auf S. 1319)
  6. Finanz Compass Österreich 1992/93, Seite 69 (Direktlink via ZEDHIA auf S. 69)
  7. Wirtschaftsblatt.at: Oberbank zieht sich weitgehend aus der Amag zurück. 16. Oktober 2014, archiviert vom Original am 18. Oktober 2014; abgerufen am 28. August 2015.
  8. [3]
  9. AMAG: AMAG-Geschäftsbericht 2015. In: AMAG. AMAG, abgerufen am 21. Februar 2018 (deutsch).
  10. Geschäftsbericht 2014 (PDF)