Austrian Development Agency

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OsterreichÖsterreich  Austrian Development Agency
GmbHp1
Logo der Austrian Development Agency
Staatliche Ebene Bund
Stellung Privatwirtschaftliche Firma in 100 %-Bundesbesitz
Rechtsform G.m.b.H
Aufsichtsbehörde(n) / -organe Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Gründung 2004 (EZA-G 2002)[1]
Hauptsitz Wien 1, Zelinkagasse 2
Leitung Martin Ledolter


Website entwicklung.at

Die Austrian Development Agency GmbH (ADA) ist die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Im Auftrag des Bundes plant, finanziert und begleitet sie Entwicklungsprogramme und -projekte in Ländern Afrikas, Asiens, Zentralamerikas sowie in Südost- und Osteuropa. Weiters fördert sie in Österreich Projekte der entwicklungspolitischen Kommunikation und Bildung.

Die ADA ist eine gemeinnützige, nicht gewinnorientierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Wien. Eigentümer ist die Republik Österreich, Eigentümervertreter das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten. Ziele und Aufgaben der ADA sind in der Novelle 2003 des Gesetzes über Entwicklungszusammenarbeit (EZA-G 2002)[1] verankert. Das Dreijahresprogramm der österreichischen Entwicklungspolitik in der jeweils gültigen Fassung gibt die geografischen und inhaltlichen Schwerpunkte vor.

Organisation[Bearbeiten]

Für die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit führt das Unternehmen Koordinationsbüros in Albanien, Äthiopien, Bhutan, Burkina Faso, Georgien, Kosovo, Moldau, Mosambik, Palästinensische Gebiete und Uganda, die Teil der zuständigen Botschaften sind.

Seit 2013 wird die ADA von Martin Ledolter geleitet.

Auftraggeber und Partner[Bearbeiten]

Die ADA bietet allen öffentlichen Institutionen Beratung sowie die Abwicklung entwicklungspolitischer Programme und Projekte an. Diese werden gemeinsam mit Partnern umgesetzt, die über Ausschreibungen, Antragsverfahren oder Calls for Proposals ermittelt werden.

Die von der ADA geführten Koordinationsbüros der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit in den Schwerpunktländern sind dafür zuständig, im direkten Austausch mit den jeweiligen Regierungen, anderen Gebern, der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft die Programme abzustimmen und für den optimalen Einsatz österreichischer Mittel zu sorgen.

Eng zusammengearbeitet wird auch mit Organisationen der Vereinten Nationen, mit den internationalen Finanzinstitutionen und mit der Europäischen Union. Im Auftrag der Europäischen Kommission wickelt die ADA auch EU-finanzierte Vorhaben ab. In Südosteuropa beteiligt sie sich an Verwaltungspartnerschaften (auch Twinnings genannt) zum Auf- und Ausbau moderner, effizienter öffentlicher Strukturen.

Zur Bewältigung humanitärer Krisen kooperiert die ADA mit österreichischen und internationalen Organisationen. Für geeignete Projekte stehen nach entsprechenden Beschlüssen des Ministerrats Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten zur Verfügung.

Aufgaben und Förderungen[Bearbeiten]

Die ADA sieht ihre zentralen Aufgaben darin, zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Partnerländern beizutragen und das Verständnis für globale Zusammenhänge zu stärken.

Mit öffentlichen Mitteln fördert die ADA Projekte und Programme von Entwicklungsorganisationen, die ihren Sitz in Österreich haben und über entsprechende Eigenmittel verfügen. Die Vorhaben basieren auf der Eigeninitiative der Nichtregierungsorganisationen und werden gemeinsam mit lokalen Partnern im Süden und Osten geplant und durchgeführt.

Um mehr Verständnis für globale Zusammenhänge zu schaffen, werden Projekte und EU-geförderte Vorhaben von NRO in Österreich in den Bereichen Bildung und globales Lernen, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Publizistik und Wissenschaft sowie Kultur und audiovisuelle Medien unterstützt.

Über das Programm Wirtschaftspartnerschaften werden österreichische und europäische Unternehmen gefördert, Geschäftsideen mit entwicklungspolitischem Mehrwert in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Südost- und Osteuropa umzusetzen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bundesgesetz über die Entwicklungszusammenarbeit (Entwicklungszusammenarbeitsgesetz, EZA-G) StF: BGBl. I Nr. 49/2002 (i.d.g.F ris.bka; Entwicklungszusammenarbeitsgesetz inklusive EZA-Gesetz-Novelle 2003, entwicklung.at, pdf)