Auszieher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
11 – Der Auszieher am Beispiel der Colt Government M1911A1
vereinfachter Auswurfprozess (voll- bzw. halbautomatisch) als 3D-Modell

Der Auszieher ist Bestandteil der Verschlusssysteme von Feuerwaffen. Weitere Bezeichnungen sind „Auszieherkralle“ oder „Auszieherhaken“.

Auszieher und Auswerfer in Aktion

Der Auszieher ist krallen- oder hakenförmig ausgebildet und im beweglichen Teil des Verschlusssystems federnd gelagert. Die Kralle oder der Haken greift im Ruhezustand (Verschluss verriegelt) durch eine Aussparung am Ende des Patronenlagers in die dafür vorgesehene Rille (Rand) oder Kante der Patronenhülse, um diese, nach erfolgter Schussabgabe, bei der rückwärtigen Bewegung des beweglichen Teils des Verschlusssystems aus dem Patronenlager zu ziehen. Die Patronenhülse trifft dann auf den Auswerfer, der sie aus dem Verschlusssystem und somit aus der Waffe befördert.

Bei Waffen mit unverriegeltem Feder-Masse-Verschluss kann der Auszieher auch fehlen, da er dort nicht benötigt wird. Dort übernimmt der Gasdruck die Funktion, der die leere Hülse rückwärts aus dem Patronenlager gegen den Verschluss drückt, und so den Repetierzyklus einleitet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]