Autobahn 8 (Schweiz)

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Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/CH-A
Autobahn 8 in der Schweiz
Autobahn 8 (Schweiz)
Karte
Verlauf der A8
Basisdaten
Betreiber: Bundesamt für Strassen
Strassenbeginn: Spiez
(46° 42′ N, 7° 39′ O)
Strassenende: Hergiswil NW
(46° 59′ N, 8° 18′ O)
Gesamtlänge: ca. 94 km

Kanton:

Strassenverlauf
Verzweigung (18)  Verzweigung Lattigen A6
Anschlussstelle (19)  Spiez H11
Autobahn Ende Autobahnende
Autostrasse Beginn Autostrasse A8
Tunnel Leimeren/Hondrich (250 m)
Autobahnabzweig (20)  Faulensee
Autostrasse Ende Autostrassenende
Weiter auf Hauptstrasse N8 H6 H11
Autostrasse Beginn Autostrasse A8
Autobahnabzweig (21)  Leissigen (West)
Tunnel Umfahrung Leissigen (2200 m)
Autobahnabzweig (21)  Leissigen (Ost) H6 H11
Autostrasse Ende Autostrassenende
Weiter auf Hauptstrasse N8 H6 H11
Autobahnabzweig (22)  Därligen (West)
Tunnel Umfahrung Därligen
Autobahnabzweig (22)  Därligen (Ost)
Autobahn Beginn Autobahn A8
Anschlussstelle (24)  Unterseen / Interlaken West H6 H11
Tunnel Rugen (780 m)
Anschlussstelle (25)  Wilderswil
Anschlussstelle (26)  Interlaken H6 H11
Autobahn Ende Autobahnende
Autostrasse Beginn Autostrasse A8
Tunnel Lutschinen (545 m)
Autobahnabzweig (27)  Bönigen
Tunnel Sengg (823 m)
Autobahnabzweig (28)  Iseltwald
Tunnel Chüebalm (1339 m)
Tunnel Giessbach (3340 m)
Autobahnabzweig (29)  Brienz
Autobahnabzweig (30)  Unterbach H6 H11
Autostrasse Ende Autostrassenende
Weiter auf Hauptstrasse N8 H4
Autostrasse Beginn Autostrasse A8
Autobahnabzweig (32)  Lungern (Süd)
Tunnel Umfahrung Lungern (3570 m)
Autobahnabzweig (32)  Lungern (Nord)
Autostrasse Ende Autostrassenende
Weiter auf Hauptstrasse N8 H4
Tunnel Tunnel Kaiserstuhl (2100 m)
Autostrasse Beginn Autostrasse A8
Autobahnabzweig (33)  Giswil Süd H4
Tunnel Aecherli/Umfahrung Giswil (2066 m)
Autobahnabzweig (34)  Giswil Nord H4
Tunnel Zollhaus (417 m)
Tunnel Umfahrung Sachseln (5213 m)
Anschlussstelle (35)  Sarnen Süd / Sachseln H4
Anschlussstelle (36)  Sarnen Nord
Autobahnabzweig (37)  Alpnach H4
Autobahnabzweig (38)  Hergiswil H4
Tunnel Lopper (1560 m)
Autostrasse Ende Autostrassenende
Autobahn Beginn Autobahn A8
Verzweigung (39)  Verzweigung Lopper A2 E35
  • In Bau
  • In Planung
  • Die Schweizer Autostrasse 8 und Autobahn 8 ist eine wichtige, über weite Strecken als Autostrasse ausgebaute Querverbindung zwischen dem Berner Oberland und der Zentralschweiz; sie ist Teil der Nationalstrasse 8. Für den Kanton Obwalden ist sie die Lebensader und erlaubt das Ansiedeln von Industrieunternehmen in dieser Region, welche durch die A8 rasche Verbindung zu den grossen Wirtschaftszentren im Mittelland und der Nord-Süd-Transitachse A2 haben. Touristisch erschliesst sie in umgekehrter Richtung die grossen Skigebiete im Berner Oberland und die Touristikregionen Meiringen-Hasliberg und Interlaken.

    Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    A8 mit Blick auf Brienz, links der Brienzersee und das Brienzer Rothorn

    Die A8 beginnt bei der Verzweigung Lattigen in der Nähe von Spiez. Anschliessend führt sie, teils als Autobahn, teils als Autostrasse, teils unterbrochen als Hauptstrasse 6 und 11 dem Thunersee entlang nach Interlaken, vorbei am Jungfraupark und weiter am südlichen Ufer des Brienzersees nach Brienz. Von dort aus bis Giswil ist die Autostrasse mit Ausnahme des 3,5 km langen Umfahrungstunnel Lungern unterbrochen: Auf der kurvigen Passstrasse hinauf zum Brünigpass und mit weiteren Kurven auf der Nordseite des Passes hinunter und dem Lungerersee entlang in Richtung Giswil ist die Strasse als Hauptstrasse 4 geschildert. Der Umfahrungstunnel Giswil, von wo aus die Autostrasse wieder durchgehend ist, entlastet den Ort vom Durchgangsverkehr und erspart den Reisenden den Bahnübergang der Brünigbahn. Nach der Durchquerung des 400 m langen Zollhaustunnels gelangt man anschliessend zum Portal des Umfahrungstunnels Sachseln. Dieser führt unter Sachseln durch und ist mit seiner Länge von über fünf Kilometern der sechstlängste Strassentunnel der Schweiz. Nach dem Tunnel befindet man sich am Ortsrand von Sarnen, wo die Strasse für wenige Kilometer 4-spurig ausgebaut ist. Über die ehemals als militärischer Behelfsflugplatz (mitsamt Brücke) dienende gerade Autostrasse erreicht man Alpnach, während sich geradeaus der Pilatus erhebt. Dem Alpnachersee entlang geht es zum Loppertunnel, an dessen Ende die A8 in die A2 mündet.

    Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die A8 ist die einzige Ost-West-Verbindung in weitem Umkreis und ist deshalb stark befahren. Ausser im Raum Interlaken, wo sie vierspurig ist, handelt es sich um eine Autostrasse, am Brünigpass um eine Hauptstrasse. In konkreter Planung ist der 2,1 km lange Tunnel Kaiserstuhl, der den Weiler Kaiserstuhl umgehen und die engen Kurven im Norden des Ortes am Abhang des Kaiserstuhls umgehen soll.[1] Der Bau soll von 2019 bis 2032 ausgeführt werden.[2]

    Ein Scheiteltunnel unter dem Brünigpass, der zeitweise angedacht war, ist gemäss Bundesamt für Strassen ASTRA bis ca. 2050 aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar.[3]

    Wichtige Kunstbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Umfahrungstunnel LungernUmfahrungstunnel Giswil – Tunnel Zollhaus – Umfahrungstunnel SachselnLoppertunnel

    Militärische Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die Autostrasse 8 gehörte zu den Schweizer Nationalstrassen mit militärischer Bedeutung. Sie war südlich von Alpnach als Notlandeplatz für Militärflugzeuge vorgesehen. Aus Sicherheitsgründen wurden jedoch nur Starts ausgeführt, in den 1970er-Jahren mit Kampfflugzeugen des Typs Hunter und in den 1980er-Jahren mit Tiger F-5E; die Landungen erfolgten jeweils auf der normalen Piste.[4]

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: A8 (Schweiz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Lungern Nord – Giswil Süd mit Tunnel Kaiserstuhl , abgerufen am 26. Juli 2018
    2. Obwalden: Grünes Licht für Tunnel Kaiserstuhl. In: Obwaldner Zeitung, 26. Juli 2018
    3. Brünigtunnel sicher für 30 Jahre vom Tisch In: Luzerner Zeitung vom 17. Februar 2017
    4. Uno Zero Zero – Ein Jahrhundert Schweizer Luftwaffe. Aeropublications, Teufen/ZH 2013, ISBN 978-3-9524239-0-5, S. 230