Autobahnkreuz Kaiserberg

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Autobahnkreuz Kaiserberg
A3 A40 E34 E35
Karte
Übersichtskarte Autobahnkreuz Kaiserberg
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinaten: 51° 26′ 31″ N, 6° 48′ 18″ OKoordinaten: 51° 26′ 31″ N, 6° 48′ 18″ O
Höhe: 31 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Spaghetti-Knoten
Brücken: 6 (Autobahn) / 13 (Sonstige)
Baujahr: 1966
ehemaliger Vorwegweiser auf der A3 aus Richtung Köln
ehemaliger Vorwegweiser auf der A3 aus Richtung Köln

Das Autobahnkreuz Kaiserberg (Abkürzung: AK Kaiserberg; Kurzform: Kreuz Kaiserberg) ist ein Autobahnkreuz in Nordrhein-Westfalen in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Es verbindet die Bundesautobahn 3 (von der niederländischen Grenze über Oberhausen, Köln, Frankfurt am Main, Würzburg nach Passau an der österreichischen Grenze) mit der Bundesautobahn 40 (Ruhrschnellweg, von der niederländischen Grenze über Moers und Essen nach Bochum).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahnkreuz liegt auf dem Stadtgebiet der Großstadt Duisburg, im Osten des bis zu 75 m ü. NN hohen Kaiserberges. Westlich befindet sich der Stadtteil Duissern und im Süden liegt der Duisburger Zoo. Nördlich verläuft die Ruhr mit dem vorgelagerten Ruhrdeich und einem Hochbunker[2], der sich unmittelbar neben der Autobahn befindet.

Umliegende Städte sind Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Das Autobahnkreuz befindet sich etwa 3 Kilometer östlich der Duisburger Innenstadt, etwa 25 Kilometer nördlich von Düsseldorf und etwa 15 Kilometer westlich von Essen.

Sowohl auf der A 3 als auch auf der A 40 trägt das Autobahnkreuz Kaiserberg die Anschlussstellennummer 14.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahnkreuz entstand ab Oktober 1966, mit der Freigabe für den Verkehr abschnittsweise von April bis Juni 1969 wurde auch der Anschluss des Ruhrschnellwegs (bis dahin Bundesstraße 60) im östlichen Bereich in Betrieb genommen. 1974 wurde der westliche Abschnitt der damaligen A 2 und heutigen A 40 zwischen dem Kreuz Duisburg und dem neuen Autobahnkreuz fertiggestellt.[3]

Bis April 1992 wurde die A 40 östlich des Kreuz Kaiserberg als Bundesautobahn 430 und westlich als Bundesautobahn 2 geführt. Nördlich verlief die A 3 gemeinsam mit der A 2 bis zum Autobahnkreuz Oberhausen.

Das Autobahnkreuz hieß bis damals offiziell Duisburg-Kaiserberg und wurde 1992 in Kaiserberg umbenannt. Die Umbenennungen der Autobahnen und des Autobahnkreuzes waren erforderlich, da es keine Doppelnennungen geben soll (Anschlussstelle Duisburg-Kaiserberg und Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg) und auch keine Streckenabschnitte mit doppelten Streckenbezeichnungen belegt sein sollten (A 2/A 3), wie dies heute noch z. B. bei der A 1/A 61 der Fall ist.

Bauart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das als „Spaghettiknoten“ bezeichnete Autobahnkreuz ist in einer ungewöhnlichen Form errichtet. Im Gegensatz zu Autobahnkreuzen in Kleeblattform sind alle Verbindungen vollständig kreuzungsfreie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und der in spitzem Winkel kreuzenden Autobahnen wurden die Verbindungsrampen auf geringem Raum mit aufwändigen und zahlreichen Brückenkonstruktionen angelegt. Alle Rampen befinden sich südlich des zentralen Brückenbauwerks, an dem die Autobahnen kreuzen.

Im Osten schließt die Anschlussstelle Duisburg-Kaiserberg an der A 40 unmittelbar an das Autobahnkreuz an. Die Ein- und Ausfahrbereiche und Verteilerfahrbahnen werden gemeinsam genutzt.

Im nördlichen Bereich kreuzen zwei Innerortsstraßen sowie insgesamt zehn Eisenbahnbrücken (zwei derzeit ohne Gleis) der Bahnstrecke Duisburg–Oberhausen und der Bahnstrecke Duisburg–Mülheim (Ruhr), westlich des Kreuzes verlaufen zwei weitere zweigleisige Eisenbahnstrecken. Zwischen dem Autobahnkreuz und der Anschlussstelle kreuzt eine weitere Straße, und südlich wird die A 3 von einer Fußgängerbrücke des Zoos überführt.

Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A 3 ist im Bereich des Autobahnkreuzes seit dem letzten Ausbau 2015 durchgehend sechsstreifig, zuvor war sie im Bereich zwischen Ausfahrt und Einfahrt nur vierstreifig.

Die A 40 ist auf Essener Seite vierstreifig, auf Duisburger Seite sechsstreifig ausgebaut. Zudem ist seit dem Jahr 2014 die A 40 vom Kreuz Duisburg bis zum Kreuz Kaiserberg (in Richtung Essen) vierstreifig ausgebaut, wobei allerdings der Standstreifen fehlt. Der sechsstreifige Ausbau der A 40 auf der Essener Seite wird im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ geführt.

Alle Verbindungsrampen sind einstreifig, abgesehen von den Rampen, die als Verteiler fungieren.

Der Landesbetrieb Straßenbau NRW plant, das Kreuz umfassend aus-, teilweise umzubauen. Im Juni 2017 fand hierzu bereits eine vorgezogene Bürgerbeteiligung statt. Derzeit wird die Umweltverträglichkeitsprüfung erarbeitet.[4]

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreuz wird täglich von rund 187.000 Fahrzeugen befahren.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil Schwerlastverkehr[5]
AS Oberhausen-Lirich (A 3) AK Kaiserberg 110.500 11,4 %
AK Kaiserberg AS Duisburg-Wedau (A 3) 105.000 10,2 %
AK Duisburg (A 40) AK Kaiserberg 101.300 12,8 %
AK Kaiserberg AS Duisburg-Kaiserberg (A 40) 056.800 08,7 %

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AK Kaiserberg. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 19. Mai 2013.
  2. http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/bund-verkauft-hochbunker-im-kreuz-kaiserberg-in-duisburg-id11985722.html
  3. Andreas Schreiber: Autobahn - Geschichtliches und Philosophisches in: im blickpunkt, Jahrgang 14, Ausgabe 1987 Nr. 1 Hrsg. LV Rheinland Köln
  4. A3/A40: Umbau des Autobahnkreuzes Kaiserberg. Landesbetrieb Straßenbau NRW, abgerufen am 6. Dezember 2017.
  5. Manuelle Verkehrszählung BAB 2015. (PDF) BASt Statistik, 2015, abgerufen am 27. August 2017.