Autobahnkreuz München-Ost

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Vorlage:Infobox Autobahnkreuz/Wartung/DE-A
Autobahnkreuz München-Ost
A94 A99 E552 E45 E52
Karte
Übersichtskarte Autobahnkreuz München-Ost
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Bayern
Koordinaten: 48° 8′ 34″ N, 11° 45′ 28″ OKoordinaten: 48° 8′ 34″ N, 11° 45′ 28″ O
Höhe: 526 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Kleeblatt
Brücken: 1 (Autobahn) / 2 (Sonstige)
Baujahr: 1977
Letzter Umbau: 2013

Das Autobahnkreuz München-Ost ist ein Autobahnkreuz östlich der bayerischen Landeshauptstadt München und verbindet die Bundesautobahnen 94 (München–Passau), die sich derzeit teilweise im Bau befindet und die 99 (Autobahnring München).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreuz befindet sich auf dem Gemeindegebiet von Vaterstetten, an das direkt nördlich und westlich vom Kreuz das Gemeindegebiet von Feldkirchen angrenzt. Etwa 1 km nordöstlich des Kreuzes beginnt zudem das Gemeindegebiet von Kirchheim. Somit ist das Autobahnkreuz an der Grenze zwischen dem Landkreis Ebersberg und dem Landkreis München gelegen. Es befindet sich dabei etwa 10 km östlich der Münchener Innenstadt und etwa 150 km westlich von Passau. Beide Städte sollen nach ihrer Fertigstellung durch die A 94 verbunden sein. In Richtung Norden und Süden schließt sich mit der A 99 der Münchener Autobahnring an, der die Stadt mit Ausnahme der südwestlich gelegenen Strecke zwischen Autobahndreieck München-Süd-West und Autobahnkreuz München-Süd weitgehend umrundet.

Das Kreuz stellt des Weiteren den Treffpunkt dreier Europastraßen dar, von denen eine, nämlich die Europastraße 552, sogar direkt am Kreuz beginnt. Diese führt über die A 94 und die B 12 nach Österreich, wo sie in Linz endet. Außerdem passieren die in Straßburg beginnende und weitgehend über die A 8 verlaufende Europastraße 52, die aufgrund der Unterbrechung der A 8 im Münchener Stadtgebiet in diesem Bereich über die A 99 geführt wird, und die Europastraße 45, die von Nordfinnland bis Sizilien verläuft, dieses Autobahnkreuz. Auch bei dieser dient die A 99 als Verbindungsstück, so überbrückt sie die Lücke zwischen der A 9 in Richtung Nürnberg und der A 8 in Richtung Rosenheim.

Das Autobahnkreuz trägt auf der A 94 die Nummer 8, während es auf der A 99 die Nummer 17 trägt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahnkreuz entstand 1977[2] durch die Verlegung der B 12, die in diesem Bereich heute als A 94 gewidmet ist, auf eine neue, vierspurige Trasse. Diese endete bis zu ihrer Verlängerung nach Osten im Jahr 1989[3] kurz hinter dem Autobahnkreuz.[4] Die A 99 hingegen passierte diesen Ort schon seit 1973.[5]

Von Herbst 2009 bis zum Herbst 2013 wurde die Ausfahrt der bereits zuvor zweispurig ausgebauten Rampe aus Richtung Nürnberg in Richtung München bis zur Abfahrt Feldkirchen-Ost um eine Spur erweitert. Hierbei wurde neben der Ausfahrt dieser Rampe auch diese Abfahrt sowie die Verteilerbahn des Kleeblatts baulich von der Hauptfahrbahn der A 94 getrennt.[6][7]

Bauform und Ausbauzustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schema der Struktur des Kreuzes ohne den westlich gelegenen Anschluss Feldkirchen-Ost

Die A 99 ist im Bereich des Kreuzes sechsspurig, die A 94 hingegen vierstreifig ausgebaut, wobei erstere im Kreuzungsbereich zudem über eine Verkehrsbeeinflussungsanlage verfügt. Die A 99 soll in diesem Bereich achtspurig, die A 94 sechsspurig ausgebaut werden, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Auf der A 99 gibt es allerdings schon jetzt eine temporäre Seitenstreifenfreigabe.[8] Das Vorhaben an der A 99 ist im aktuellen Bundesverkehrswegeplan im „vordringlichen Bedarf“, das an der A 94 im „weiteren Bedarf“ eingestuft.[8][9]

Das Kreuz ist als klassisches Kleeblatt mit vergrößerten Ohren angelegt, wobei die Verbindungsrampe von der A 99 aus nördlicher Richtung zur A 94 in Richtung München als einzige zweispurig ausgebaut ist, während alle anderen Verbindungsrampen einspurig ausgebaut sind. Die zweispurige Verbindungsrampe weist des Weiteren die Besonderheit auf, dass sie direkt mit der angrenzenden Anschlussstelle Feldkirchen-Ost verknüpft ist, sodass diese von der rechten Spur der Verbindungsrampe ohne Spurwechsel erreichbar ist. Aufgrund einer Fahrbahntrennung in diesem Bereich ist eine Ausfahrt aus Richtung Passau somit nur möglich, wenn man sich bereits vor der Kreuzung entsprechend auf die Fahrbahnen, die auch mit den Verbindungsrampen verknüpft sind, einordnet.[10]

Anschlussstellen und Fahrbeziehungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A99 Münchener Autobahnring
AB-AS-blau.svg (15) Kirchheim bei München
über
A9 Richtung Nürnberg
AB-AS-blau.svg (7) Feldkirchen-Ost
A94 Richtung München
Windrose klein.svg AB-AS-blau.svg (9a) Parsdorf
A94 Richtung Passau
A99 Münchener Autobahnring
AB-AS-blau.svg (18) Haar
über
A8 Richtung Salzburg

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesanstalt für Straßenwesen ermittelte in manuellen Verkehrszählungen in den Jahren 2005, 2010 und 2015 folgende Fahrzeugaufkommen:[11][12][13]

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil
Schwerlastverkehr
2005 2010 2015 2005 2010 2015
AS Feldkirchen-Ost (A 94) AK München-Ost 053.400 056.300 058.700 06,0 % 06,0 % 06,3 %
AK München-Ost AS Parsdorf (A 94) 049.800 052.700 063.400 07,9 % 09,6 % 10,8 %
AS Kirchheim bei München (A 99) AK München-Ost 112.300 115.700 118.800 14,7 % 14,5 % 14,6 %
AK München-Ost AS Haar (A 99) 101.700 106.000 112.300 13,4 % 11,6 % 11,8 %

Diesen Daten zufolge war die A 99 im Abschnitt nördlich des Autobahnkreuzes im Jahr 2010 nach einigen weiteren Abschnitten dieser Autobahn und einigen Abschnitten der A 9 nördlich von München die am siebthäufigsten befahrende Autobahnstrecke Bayerns.

Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß einem im November 2017 erschienenen Zeitungsartikel ist ein weiterer Ausbau mit zwei halbdirekten Verbindungsrampen in Diskussion.[14]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hendrik Bugdoll: Kreuz München-Ost. Abgerufen am 18. August 2015.
  2. Unterrichtung durch die Bundesregierung: Straßenbaubericht 1977. (PDF; 9,8 MB) Deutscher Bundestag, 28. Juli 1978, S. 35, abgerufen am 20. August 2015: „B 12 Verlegung Zamdorf-Riem-Feldkirchen“
  3. Unterrichtung durch die Bundesregierung: Straßenbaubericht 1989. (PDF; 1,8 MB) Deutscher Bundestag, 27. Juli 1990, S. 40, abgerufen am 20. August 2015: „A94: München-Simbach: AK München-Ost bis Forstinning“
  4. Autobahnen und Bundesstraßen 1985. (PDF; 3,3 MB) In: Autobahnatlas Online. Patrick Scholl, abgerufen am 20. August 2015.
  5. Unterrichtung durch die Bundesregierung: Jährlicher Bericht über den Fortgang des Bundesfernstraßenbaues. ((PDF; 3,6MB)) Straßenbaubericht für das Jahr 1973. Deutscher Bundestag, 18. Juli 1974, S. 31, abgerufen am 20. August 2015: „Autobahnring München (Nord- und Ostring) (…) Aschheim-Haar“
  6. BAB A 94 München - Pocking: Umbau des Autobahnkreuzes München Ost. (PDF; 482 KB) Vollsperrung der Richtungsfahrbahn München in den Nächten 12.08/13.08.2009 und 17.08./18.08.2009. Autobahndirektion Südbayern, 10. August 2009, abgerufen am 21. August 2015.
  7. vgl. Google Earth, im Vergleich zwischen Daten von 2001 und heute erkennbar
  8. a b A 99. Autobahnring München. In: Autobahnatlas Online. Patrick Scholl, abgerufen am 20. August 2015.
  9. A 94. München - Dorfen - Mühldorf - Altötting - Simbach - Passau. In: Autobahnatlas Online. Patrick Scholl, abgerufen am 20. August 2015.
  10. vgl. Google Maps und ähnliche Dienste: Der westliche Kreuzbereich in Google Maps, abgerufen am 20. August 2015.
  11. Manuelle Straßenverkehrszählung 2005. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. BASt Statistik, 2005, abgerufen am 17. November 2018.
  12. Manuelle Straßenverkehrszählung 2010. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. BASt Statistik, 2010, abgerufen am 17. November 2018.
  13. Manuelle Straßenverkehrszählung 2015. (PDF) Ergebnisse auf Bundesautobahnen. BASt Statistik, 2015, abgerufen am 17. November 2018.
  14. Kreuz München Ost – Die A94 soll von sechs auf zehn Spuren ausgebaut werden. SZ-Online, 11. Oktober 2017, abgerufen am 6. April 2018.