Autobahnkreuz Münster-Süd

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Autobahnkreuz Münster-Süd
A1 A43 E37
Karte
Übersichtskarte Autobahnkreuz Münster-Süd
Lage
Land: Deutschland
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinaten: 51° 54′ 55,5″ N, 7° 33′ 37,4″ OKoordinaten: 51° 54′ 55,5″ N, 7° 33′ 37,4″ O
Höhe: 62 m ü. NN
Basisdaten
Bauart: Kleeblatt mit einer halbdirekten Rampe
Brücken: 2 (Autobahn) / 4 (Sonstige)
Baujahr: 1973
Letzter Umbau: 2005
Blick auf das Kreuz Münster-Süd nach dem Umbau.
Blick auf das Kreuz Münster-Süd nach dem Umbau.

Das Autobahnkreuz Münster-Süd (Abkürzung: AK Münster-Süd; Kurzform: Kreuz Münster-Süd) ist ein Autobahnkreuz in Nordrhein-Westfalen in der Nähe von Münster. Es verbindet die Bundesautobahn 1 (HeiligenhafenKölnSaarbrücken; E 37) mit der Bundesautobahn 43 (MünsterWuppertal).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Autobahnkreuz liegt auf dem Stadtgebiet von Münster im Stadtbezirk Münster-West. Nächstgelegene Stadtteile sind Albachten und Mecklenbeck. Es befindet sich etwa 10 km südwestlich der Münsteraner Innenstadt, etwa 45 km nördlich von Dortmund und etwa 50 km südwestlich von Osnabrück.

Das Autobahnkreuz Münster-Süd trägt auf der A 1 die Anschlussstellennummer 78, auf der A 43 die Nummer 2.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umbau des Autobahnkreuzes bis 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich war das Autobahnkreuz in Kleeblattform ausgeführt worden. Aufgrund der Zunahme des Verkehrs aus dem Ruhrgebiet in Richtung Norden über die A 43 und des gleichzeitigen Ausbaus der bisherigen sechsspurigen A 1 zwischen dem Kreuz Münster-Süd und Münster-Nord wurde die Form des Kreuzes verbessert. Anfang des Jahres 2003 wurde damit begonnen, einen Überwurf quer über das Autobahnkreuz hin zur A 1 in Fahrtrichtung Norden zu bauen. Nach fast 2,5 Jahren Bauzeit wurde am 12. August 2005 dieser Überwurf offiziell für den Verkehr freigegeben. Der Umbau des gesamten Autobahnkreuzes hat circa 15 Millionen Euro gekostet.[2] Das hierfür erforderliche Brückenbauwerk ist 412 Meter lang und überwindet einen Höhenunterschied von 15 Metern zwischen den beiden Autobahnen. Besonders hieran ist die Bauweise im Taktschiebeverfahren mit einem Bogen im Radius von 340 Metern.

Die nicht mehr benötigten Abbiegespuren wurden daraufhin abgebrochen bzw. zurückgebaut. Der Rest des Autobahnkreuzes wurde in Kleeblattform beibehalten. Es ist daher nur noch bedingt möglich, auf dem Kreuz zu wenden. Es entfallen die Wendemöglichkeiten auf der A 43 in Fahrtrichtung Münster und der A 1 in Fahrtrichtung Süden.

Sechsspuriger Ausbau der A 1 ab 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. August 2010 begannen die Bauarbeiten für den sechsspurigen Ausbau der A 1 im Bereich des Autobahnkreuzes. Hierbei werden die beiden im Jahre 1965 errichteten Brücken über die A 43 nacheinander abgetragen und neu aufgebaut. Die Arbeiten sollen bis 2014 dauern und voraussichtlich 9,7 Mio. Euro kosten.[3][4]

Verkehrsaufkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kreuz wird täglich von rund 134.000 Fahrzeugen befahren.

Von Nach Durchschnittliche
tägliche Verkehrsstärke
Anteil Schwerlastverkehr[5]
AS Münster-Nord (A 1) AK Münster-Süd
81.500
16,3 %
AK Münster-Süd AS Ascheberg (A 1)
66.100
13,4 %
Knoten Münster (B 51) AK Münster-Süd
55.600
06,1 %
AK Münster-Süd AS Senden (A 43)
65.400
10,8 %

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. AK Münster-Süd. Autobahnkreuze & Autobahndreiecke in Deutschland, 2011, abgerufen am 19. August 2013.
  2. Das Kleeblatt direkt überwinden - "Überwurf" von der A43 zur A1 für den Verkehr freigegeben. westline.de, 12. August 2005, abgerufen am 1. März 2015.
  3. Baustelle am Autobahnkreuz Münster-Süd am Dienstag überwiegend staufrei. Westfälische Nachrichten, 9. August 2010, abgerufen am 5. November 2010.
  4. Brückenabriss am Autobahnkreuz: Bagger beißen sich die Stahlzähne aus. Westfälische Nachrichten, 17. Oktober 2010, abgerufen am 5. November 2010.
  5. Manuelle Verkehrszählung BAB 2015. BASt Statistik, 2015, abgerufen am 25. August 2017. (PDF-Datei)