Autocluster Steiermark

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Der Steirische Autocluster ACstyria mit Sitz in Grambach ist ein Bindeglied zwischen Wirtschaft, Industrie, Forschung und öffentlichen Einrichtungen in der Automobil- und Mobilitätsindustrie der Steiermark. Eingebettet in die Wirtschaftsstrategie 2020 des Landes Steiermark, vernetzt der ACstyria Autocluster Unternehmen und bietet durch Netzwerktreffen stetigen Wissensaustausch unter den Partnerbetrieben.[1]

Gegründet wurde der ACstyria Autocluster 1995 mit dem Ziel, die Steirische Automobilindustrie zu fördern. Um der wachsenden Entwicklung im Mobilitätssektor Rechnung zu tragen, wurde das Tätigkeitsfeld des ACstyria Autocluster 2012 und 2013 auf die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik sowie Bahnsystemtechnik ausgeweitet. Mit Stand 1. Januar 2015 zählt der ACstyria Autocluster rund 180 Partnerbetriebe mit über 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von über 10 Milliarden Euro.[2] Die sieben Gesellschafter des ACstyria Autocluster sind AVL, Cross Industries Krenhof Schmiedetechnik, Magna Steyr, die Steirische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SFG), TCM International und Voestalpine.

Aufgaben und Schwerpunkte des ACstyria Autocluster[Bearbeiten]

Zu den Kernaufgaben in den drei Bereichen Automotive, Aerospace und Rail Systems gehören die Informations- und Netzwerkarbeit innerhalb des Partnernetzwerks, die Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) sowie die Qualifizierung über die ACstyria Academy. Darüber hinaus ist es das Ziel, Innovationen in den drei Sektoren zu unterstützen und das Synergiepotential zwischen Automotive, Aerospace und Rail Systems zu optimieren, um so die Wertschöpfungskette im steirischen Mobilitätssektor zu vertiefen.

Besonderes Augenmerk legt der ACstyria Autocluster auf das zentrale Kriterium der Forschung und Entwicklung (F&E). Durch die enge Vernetzung und Zusammenarbeit steirischer Universitäten wie der Montanuniversität Leoben und der Technischen Universität Graz sowie der FH Joanneum mit der großen Zahl an außeruniversitären Forschungsreinrichtungen sowie den zahlreichen innovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Cluster-Netzwerks konnte eine besonders hohe F&E-Quote erreicht werden: Mit 11,6 % F&E-Quote tragen die Partnerunternehmen des ACStyria Autocluster einen großen Teil zur Steirischen F&E-Leistung von knapp 4,7 %[3] - der zweithöchsten Quote im Vergleich der Europäischen Regionen – bei.

Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Automotive liegt auf der Strategie „Clean Mobility“. Ziel ist es, die Steiermark als automotive Region zu positionieren, in der an innovativen Technologien und nachhaltigen Lösungen zur Reduktion der Umweltbelastung im Bereich der Mobilität gearbeitet wird. Die Schwerpunkte dabei sind ECO-Powertrains, ECO-Materials sowie ECO-Design & Smart Production.

Struktur des ACstyria Autocluster[Bearbeiten]

Im Zentrum des Steirischen Autoclusters steht die operativ tätige ACstyria Autocluster GmbH. Sechs der sieben Gesellschafter (AVL, Cross Industries, Krenhof Schmiedetechnik, Magna Steyr, TCM International und Voestalpine) halten jeweils 12,33 % der Anteile. Die restlichen 26 % werden als Sperrminorität von der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft SFG gehalten.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wirtschaftsstrategie 2020, Land Steiermark
  2. Partnerbetriebe des ACstyria Autocluster, Stand 1. Januar 2015
  3. F&E-Quote der Steiermark, Statistik Austria, Erhebung über Forschung und experimentelle Entwicklung 2011
  4. Die Gesellschafter des ACstyria Autocluster