Automatisiertes Kommunikationssystem 90

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Das Automatisiertes Kommunikationssystem 90 (auch AutoKo 90 oder automatisiertes Korpsstammnetz 90) ist ein sogenanntes Weitverkehrsnetz und wird bei der Bundeswehr eingesetzt. Die Teilnehmer im Netz werden automatisch mit allen anderen Teilnehmern im Netz verbunden und über Schnittstellen in andere Netze (SatCom) weitervermittelt. Das AutoKo kann also als Netzebene zwischen der Endebene (BIGSTAF) und der Fernebene (SatCom) angesehen werden.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technisch besteht das AutoKo aus zwei verschiedenen Richtfunk-Systemen und zwar FM 1000 und FM 15000, deren Reichweite für ihre unterschiedlichen Aufgaben ausgelegt ist. Das FM 15000 hat eine durchschnittliche Reichweite von ca. 15 km und dient, alternativ zur Kabelverbindung, dazu, die Endebene Bigstaf an die Fernebene anzubinden.

Das FM 1000 dient mit seiner Reichweite von bis zu 60 km für die Vermaschung der einzelnen Netzknoten. Durch diese Vermaschung der Netzkomponenten wird die automatische Teilnehmersuche ermöglicht. Dies bedeutet, das auch eine Umwegsuche automatisch stattfindet, auch wenn einzelne Netzknoten nicht erreichbar sind.

Somit besteht das AutoKo aus 3 verschiedenen Komponenten, dem Netzknoten, den Rifu-Kräften und den Elcromux-Kräften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1977 wurde das AutoKo I als erster Vorläufer des heutigen Systems eingeführt. Es folgte 1985 AutoKo II, das 1995 von AutoKo 90 abgelöst wurde. Das Weitverkehrsnetz AutoKo 90 bildet zusammen mit dem drahtlosen Wählnetz DWN/SCRA und dem BIGSTAF ein Grundstein für das Fernmeldesystem des deutschen Heeres.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jens Henschel: Struktur und Management der nichtöffentlichen Funknetze. 1. Auflage, GRIN-Verlag, München 2007. ISBN 978-3638705516 S. 75.