Automobil-Weltmeisterschaft 1969

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Automobil-Weltmeisterschaft 1969
Weltmeister
Fahrer: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart
Konstrukteur: FrankreichFrankreich Matra-Ford-Cosworth
Saisondaten
Anzahl Rennen: 11
< Saison 1968

Saison 1970 >

Jackie Stewart im Matra

Die Automobil-Weltmeisterschaft 1969 war die 20. Saison der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird. In ihrem Rahmen wurden über elf Rennen in der Zeit vom 1. März 1969 bis zum 19. Oktober 1969 die Fahrerweltmeisterschaft und der Internationale Pokal der Formel-1-Konstrukteure ausgetragen.

Jackie Stewart gewann zum ersten Mal die Fahrerweltmeisterschaft. Matra wurde zum ersten und einzigen Mal Konstrukteursweltmeister.

Rennberichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großer Preis von Südafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:50:39,1
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 18,8 Sek.
3 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 31,8 Sek.
4 SchweizSchweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 49,2 Sek.
5 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
6 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 2 Runden
PP AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth 1:20,0 Min.
SR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:21,6 Min.

Der Große Preis von Südafrika auf dem Kyalami Grand Prix Circuit fand am 1. März 1969 statt und ging über eine Distanz von 80 Runden à 4,094 km, was einer Gesamtdistanz von 327,520 km entspricht.

Der aus der zweiten Reihe gestartete Jackie Stewart dominierte das Rennen und sicherte sich einen Start-Ziel-Sieg vor Graham Hill und Denis Hulme.

Bei einigen Wagen brachen die hohen, an Vorder- und Hinterachse montierten Flügel.

Großer Preis von Spanien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:16:53,990
2 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 2 Runden
3 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 3 Runden
4 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 3 Runden
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees B.R.M. + 6 Runden
6 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth + 7 Runden
PP OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:25,7 Min.
SR OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:28,3 Min.

Der Große Preis von Spanien auf dem Circuit de Montjuïc fand am 4. Mai 1969 statt und ging über eine Distanz von 90 Runden à 3,790 km, was einer Gesamtdistanz von 341,100 km entspricht.

Jochen Rindt, der die schnellste Trainingszeit gefahren war, führte zunächst das Feld an. In der 20. Runde knickte an seinem Lotus 49 der hoch montierte Heckflügel ein. Rindt verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und schleuderte 150 Meter weit. Dabei überschlug er sich und traf den Lotus seines Teamkollegen Graham Hill, der einige Runden zuvor an gleicher Stelle aus dem gleichen Grund verunglückt war. Rindt wurde leicht verletzt, Hill blieb unverletzt. Die Sportkommission verbot daraufhin die hohen Flügelkonstruktionen.

Nach diesen Unfällen führte Chris Amon das Rennen an, bis ihm in der 57. Runde das Kühlwasser auslief und er seinen Ferrari 312 abstellen musste. Damit war der Weg frei für Jackie Stewart zu seinem zweiten Sieg in Folge.

Großer Preis von Monaco[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth 1:56:59,4
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Brabham-Ford-Cosworth + 17,3 Sek.
3 SchweizSchweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 34,6 Sek.
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Attwood Lotus-Ford-Cosworth + 52,9 Sek.
5 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
6 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 2 Runden
PP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:24,6 Min.
SR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Brabham-Ford-Cosworth 1:25,8 Min.

Der Große Preis von Monaco auf dem Circuit de Monaco fand am 18. Mai 1969 statt und ging über eine Distanz von 80 Runden à 3,145 km, was einer Gesamtdistanz von 251,600 km entspricht.

Im Vorfeld des Rennens fand angesichts der Unfälle von Barcelona eine heftige Diskussion über das Für und Wider von Flügeln statt, die dazu führte, dass alle nicht unmittelbar am Rumpf montierte, also hochgelegte Abtriebsflächen jeder Art bis auf Weiteres verboten wurden.

Zunächst führte Jackie Stewart das Rennen an, gefolgt von Chris Amon; jedoch fielen beide im weiteren Verlauf aus. So konnte sich Graham Hill seinen fünften und letzten Sieg in Monte Carlo sichern.

Großer Preis der Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 2:06:42,080
2 SchweizSchweiz Joseph Siffert Lotus-Ford-Cosworth + 24,520 Sek.
3 NeuseelandNeuseeland Chris Amon Ferrari + 30,510 Sek.
4 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth + 37,160 Sek.
5 BelgienBelgien Jackie Ickx Brabham-Ford-Cosworth + 37,670 Sek.
6 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth + 1:10,810 Min.
PP OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:20,85 Min.
SR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:22,94 Min.

Der Große Preis der Niederlande auf dem Circuit Park Zandvoort fand am 21. Juni 1969 statt und ging über eine Distanz von 90 Runden à 4,185 km, was einer Gesamtdistanz von 376,650 km entspricht.

Im Training porbierten Lotus und Matra Fahrzeuge mit Vierradantrieb aus.

Den Start zum Rennen selbst gewann Graham Hill vor Jochen Rindt und Jackie Stewart. Rindt bremste Hill jedoch in 3. Runde aus und ging in Führung. Diese behielt er bis zur 17. Runde, als seine Halbwelle brach. Damit gelangte Stewart, der Hill zuvor ebenfalls überholt hatte, in Führung und gewann seinen dritten Grand Prix in dieser Saison.

Großer Preis von Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:56:47,4
2 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 57,1 Sek.
3 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth + 57,3 Sek.
4 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vic Elford McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 1 Runde
PP Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 3:00,6 Min.
SR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 3:02,7 Min.

Der Große Preis von Frankreich auf dem Circuit de Charade fand am 6. Juli 1969 statt und ging über eine Distanz von 38 Runden à 8,055 km, was einer Gesamtdistanz von 306,090 km entspricht.

Das Rennen stand völlig unter der Dominanz von Jackie Stewart und Matra; nach der Pole-Position gelang Stewart ein Start-Ziel-Sieg. In der Anfangsphase hielt Denis Hulme noch Anschluss, fiel dann aber mit Problemen zurück. Der zweite Platz ging an Jean-Pierre Beltoise, der in einem über mehrere Runden andauernden Zweikampf Jacky Ickx in der letzten Runde besiegen konnte. Jochen Rindt musste wegen Übelkeit aufgeben.

Der erste Start eines Allrad-Fahrzeuges unter (John Miles im Lotus 63) seit dem Großen Preis von Großbritannien 1961 endete bereits nach einer Runde mit einer defekten Einspritzpumpe.

9 der 13 gestarteten Wagen erreichten das Ziel in Wertung. Damit ist dies das Rennen mit der geringsten Ausfallquote 1969.

Großer Preis von Großbritannien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:55:55,6
2 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth + 1 Runde
3 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 1 Runde
4 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Brabham-Ford-Cosworth + 1 Runde
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vic Elford McLaren-Ford-Cosworth + 2 Runden
PP OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:20,8 Min.
SR Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:21,3 Min.

Der Große Preis von Großbritannien auf dem Silverstone Circuit fand am 19. Juli 1969 statt und ging über eine Distanz von 84 Runden à 4,711 km, was einer Gesamtdistanz von 395,724 km entspricht.

Bis zur 62. Runde wurde das Rennen von einem Zweikampf zwischen Jochen Rindt und Jackie Stewart um die Führung bestimmt, bei dem Rindt zunächst die Oberhand zu gewinnen schien. Dann musste er jedoch die Box ansteuern, um seinen Heckflügel reparieren zu lassen. Dadurch gelangte Stewart in Front und gewann sein fünftes Rennen in der Saison. Rindt, der auch noch nachtanken musste, blieb der 4. Platz und damit die ersten Weltmeisterschaftspunkte 1969.

Großer Preis von Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 1:49:55,4
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 57,7 Sek.
3 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 3:21,6 Min.
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Lotus-Ford-Cosworth + 3:58,8 Min.
5 FrankreichFrankreich Henri Pescarolo Matra-Ford-Cosworth + 8:11,0 Min.
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Attwood Brabham-Ford-Cosworth + 1 Runde
PP BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 7:42,1 Min.
SR BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 7:43,8 Min.

Der Große Preis von Deutschland auf dem Nürburgring fand am 3. August 1969 statt und ging über eine Distanz von 14 Runden à 22,835 km, was einer Gesamtdistanz von 319,690 km entspricht.

Wie schon 1966 und 1967 wurde das Feld der Formel 1 durch Fahrzeuge der Formel 2 ergänzt, um den Zuschauern auf der langen Strecke mehr Fahrzeuge zeigen zu können und die zu erwartende hohe Ausfallquote zu kompensieren. Am Freitagnachmittag vor dem Rennen verunglückte Gerhard Mitter am Schwedenkreuz mit seinem BMW F269 tödlich. Das Team zog seine Formel-2-Wagen vom Start zurück. Unfallursache war wahrscheinlich eine fehlerhaft montierte Lenkung.

Im Training unterbot zum ersten Mal ein Formel-1-Wagen die 8-Minuten-Grenze.

Das Formel-1-Rennen war von einem Zweikampf zwischen Jackie Stewart und Jacky Ickx gekennzeichnet, den Ickx im Brabham für sich entschied. Vic Elford verunglückte schwer und fiel für den Rest der Saison wegen eines komplizierten Armbruches aus. Das Formel-2-Rennen gewann Henri Pescarolo vor Richard Attwood und Kurt Ahrens.

Großer Preis von Italien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth 1:39:11,260
2 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth + 0,080 Sek.
3 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 0,170 Sek.
4 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 0,190 Sek.
5 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Brabham-Ford-Cosworth + 33,440 Sek.
6 MexikoMexiko Pedro Rodríguez Ferrari + 2 Runden
PP OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:25,48 Min.
SR FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth 1:25,20 Min.

Der Große Preis von Italien auf dem Autodromo Nazionale di Monza fand am 7. September 1969 statt und ging über eine Distanz von 68 Runden à 5,750 km, was einer Gesamtdistanz von 391,000 km entspricht.

In Monza bildete sich sofort nach dem Start eine Gruppe aus mehreren Fahrzeugen, aus der sich keines von seinen Verfolgern lösen konnte. Stewart, Rindt, Hulme und Courage wechselten sich in der Führung ab. Nach dem Sieger Stewart kamen innerhalb von 0,190 Sekunden die nächsten drei Fahrer ins Ziel. Es war einer der engsten Rennausgänge in der Formel-1-Geschichte.

Jackie Stewart sicherte sich mit seinem Sieg die Fahrer- und Matra die Konstrukteursmeisterschaft.

Großer Preis von Kanada[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 1:59:25,7
2 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth + 46,2 Sek.
3 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth + 52,0 Sek.
4 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 1 Runde
5 NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren McLaren-Ford-Cosworth + 3 Runden
6 FrankreichFrankreich Johnny Servoz-Gavin Matra-Ford-Cosworth + 6 Runden
PP BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 1:17,4 Min.
SR BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 1:18,1 Min.

Der Große Preis von Kanada auf dem Mosport Park fand am 20. September 1969 statt und ging über eine Distanz von 90 Runden à 3,956 km, was einer Gesamtdistanz von 356,040 km entspricht.

In den ersten sechs Runden führte Jochen Rindt, bis er von Stewart überholt wurde. Dieser wurde dann seinerseits von Ickx in einen Zweikampf verwickelt. Ickx gelang es, an Stewart in der 33. Runde vorbeizugehen, jedoch kollidierten die beiden Fahrzeuge und Stewart musste aufgeben. Ickx gelang daraufhin ein ungefährdeter Sieg, der durch den zweiten Platz von Jack Brabham zu einem Doppelsieg für das Brabham-Team wurde.

Johnny Servoz-Gavin fuhr mit dem Matra MS84 auf den 6. Platz und war damit der erste und einzige Pilot, der mit einem allradgetriebenen Formel-1-Wagen einen WM-Punkt erzielte.

Großer Preis der USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:57:56,840
2 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Brabham-Ford-Cosworth + 46,990 Sek.
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees B.R.M. + 2 Runden
4 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth + 2 Runden
5 MexikoMexiko Pedro Rodríguez Ferrari + 7 Runden
6 SchweizSchweiz Silvio Moser Brabham-Ford-Cosworth + 10 Runden
PP OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:03,62 Min.
SR OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford-Cosworth 1:04,34 Min.

Der Große Preis der USA auf der Rennstrecke Watkins Glen International fand am 5. Oktober 1969 statt und ging über eine Distanz von 108 Runden à 3,701 km, was einer Gesamtdistanz von 399,708 km entspricht.

Das Rennen, in dem Jochen Rindt seinen ersten von insgesamt sechs Grand-Prix-Siegen erzielte, beendeten nur sieben der 18 gestarteten Fahrzeuge. Damit wurde im längsten Rennen der Saison die niedrigste Ankunftsquote erzielt. Unter anderem platzte an Stewarts Matra in der 31. Runde eine Ölleitung und Graham Hill verunglückte gegen Ende des Rennens schwer. Sein Lotus überschlug sich nach einem Reifenschaden mehrmals, wobei Hill, der nicht angeschnallt war und aus dem Fahrzeug geschleudert wurde, komplizierte Beinbrüche erlitt.

Großer Preis von Mexiko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Fahrer Team Zeit
1 NeuseelandNeuseeland Denis Hulme McLaren-Ford-Cosworth 1:54:08,8
2 BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth + 2,560 Sek.
3 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth + 38,480 Sek.
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford-Cosworth + 47,040 Sek.
5 FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise Matra-Ford-Cosworth + 1:38,430 Min.
6 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver B.R.M. + 2 Runden
PP AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Ford-Cosworth 1:42,90 Min.
SR BelgienBelgien Jacky Ickx Brabham-Ford-Cosworth 1:43,05 Min.

Der Große Preis von Mexiko auf der Rennstrecke Magdalena Mixhuca fand am 19. Oktober 1969 statt und ging über eine Distanz von 65 Runden à 5,000 km, was einer Gesamtdistanz von 325,000 km entspricht.

Das Rennen stand im Zeichen von Denis Hulme. Der aus der zweiten Reihe gestartete McLaren-Pilot überholte nacheinander Jackie Stewart und Jochen Rindt und gewann zum ersten Mal in der Saison einen Grand Prix.

Weltmeisterschaftswertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fahrerwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Fahrerweltmeisterschaft 1969 galten folgende Regeln der Punkteverteilung:

Platz 1 9 Punkte
Platz 2 6 Punkte
Platz 3 4 Punkte
Platz 4 3 Punkte
Platz 5 2 Punkte
Platz 6 1 Punkt
  • Es wurden die besten fünf Ergebnisse der ersten sechs Rennen sowie die besten vier der letzten fünf Rennen für die WM gewertet.
Pos. Fahrer Konstrukteur Flag of South Africa (1928-1994).svg Flag of Spain (1945 - 1977).svg Flag of Monaco.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Italy.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Punkte
01. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart FrankreichFrankreich Matra 0001000 0001000 DNF 0001000 0001000 0001000 2 0001000 DNF DNF 4 63
02. BelgienBelgien Jacky Ickx Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNF 6 DNF 5 3 2 0001000 10 0001000 DNF 2 37
03. NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren 5 2 5 DNF 4 3 3 4 5 DNS DNS 26
04. OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus DNF DNF DNF DNF 4 DNF 2 3 0001000 DNF 22
05. NeuseelandNeuseeland Denis Hulme Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren 3 4 6 4 8 DNF DNF 7 DNF DNF 0001000 20
06. FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise FrankreichFrankreich Matra 6 3 DNF 8 2 9 12 (F1:6) 3 4 DNF 5 21
07. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 2 DNF 0001000 7 6 7 4 9 DNF DNF 19
08. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNF 2 DNF DNF 5 DNF 5 DNF 2 10 16
09. SchweizSchweiz Joseph Siffert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 4 DNF 3 2 9 8 11 (F1:5) 8 DNF DNF DNF 15
10. AustralienAustralien Jack Brabham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNF DNF DNF 6 DNF 2 4 3 14
11. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. DNF 5 DNF 9 DNF DNS DNC DNF 3 DNF 6
12. NeuseelandNeuseeland Chris Amon ItalienItalien Ferrari DNF DNF DNF 3 DNF DNF 4
13. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Richard Attwood Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 4 3
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 6 (F2)
14. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vic Elford Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Cooper 7 3
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren 10 5 6 DNF
15. MexikoMexiko Pedro Rodriguez Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. DNF DNF DNF 3
ItalienItalien Ferrari DNF 6 DNF 5 7
16. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. 7 DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF DNF 6 1
17. FrankreichFrankreich Johnny Servoz-Gavin FrankreichFrankreich Matra DNF 6 DNC 8 1
18. SchweizSchweiz Silvio Moser Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNF DNF 7 DNF DNF 6 11 1
FrankreichFrankreich Henri Pescarolo FrankreichFrankreich Matra 5 (F2) 0
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Pete Lovely Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 7 DNF 9 0
DeutschlandDeutschland Kurt Ahrens Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 7 0
ItalienItalien Ernesto Brambilla ItalienItalien Ferrari 0
DeutschlandDeutschland Rolf Stommelen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus 8 (F2) 0
Republika SrpskaRepublika Srpska Sam Tingle Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 8 0
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Westbury Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 9 (F2) 0
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Miles Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus DNF 10 DNF DNF DNF 0
SchweizSchweiz Xavier Perrot Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham 10 (F2) 0
Sudafrika 1961Südafrika Peter de Klerk Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNC 0
KanadaKanada Bill Brack Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. DNC 0
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus DNF DNF DNF 0
KanadaKanada George Eaton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. DNF DNF 0
SchwedenSchweden Joakim Bonnier Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus DNF DNF 0
Sudafrika 1961Südafrika Basil van Rooyen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren DNF 0
Republika SrpskaRepublika Srpska John Love Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus DNF 0
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Derek Bell Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren DNF 0
FrankreichFrankreich François Cevert ItalienItalien Tecno DNF 0
KanadaKanada John Cordts Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham DNF 0
KanadaKanada Al Pease Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Eagle DNF 0

Konstrukteurswertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Es wurden die besten fünf Ergebnisse der ersten sechs Rennen sowie die besten vier der letzten fünf Rennen für die WM gewertet.
  • Es zählte nur das jeweils beste Ergebnis eines Konstrukteurs
Pos. Konstrukteur Fahrer Flag of South Africa (1928-1994).svg Flag of Spain (1945 - 1977).svg Flag of Monaco.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Italy.svg Flag of Canada.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Punkte
01. FrankreichFrankreich Matra-Cosworth DFV Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart 0009000 0009000 0009000 0009000 0009000 6 0009000 3 66
FrankreichFrankreich Jean-Pierre Beltoise 3
02. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Brabham-Cosworth DFV BelgienBelgien Jacky Ickx 1 2 4 6 0009000 0009000 6 49 (51)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Piers Courage 6 (2) 6
03. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lotus-Cosworth DFV OsterreichÖsterreich Jochen Rindt 3 6 4 0009000 47
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill 6 0009000 1 3
SchweizSchweiz Joseph Siffert 6
04. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Cosworth DFV NeuseelandNeuseeland Bruce McLaren 6 (2) 3 4 4 3 2 38 (40)
NeuseelandNeuseeland Denis Hulme 4 3 0009000
05. ItalienItalien Ferrari NeuseelandNeuseeland Chris Amon 4 7
MexikoMexiko Pedro Rodriguez 1 2
06. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich B.R.M. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Surtees 2 4 7
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Oliver 1

Kurzmeldungen Formel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

McLaren M7C vor dem Verbot solch hochragender Flügel
  • Beim Großen Preis von Spanien verunglückten beide Lotus (Graham Hill und Jochen Rindt) wegen gebrochener Flügel. Die zum damaligen Zeitpunkt üblichen, hoch über Vorder- und Hinterachse montierten Spoiler wurden in allen Klassen verboten und mussten durch kompaktere Flügel ersetzt werden. Ebenso verboten wurde jede Beweglichkeit, d. h. Montage direkt auf ungefederten Fahrwerksteilen, oder eine Verstellbarkeit während der Fahrt.
  • In Zandvoort debütierte in der Formel 1 der Lotus 63 mit Allradantrieb.
  • Johnny Servoz-Gavin fuhr den Allrad-Matra MS84 in Mosport Park (Kanada) auf den 6. Platz und war damit der erste und auch bisher einzige Pilot, der mit einem allradgetriebenen Formel-1-Boliden einen WM-Punkt erobern konnte.
  • Der Österreichring wurde eingeweiht.
  • Beim Großen Preis von Italien lagen die ersten vier Fahrer innerhalb von 0,2 Sekunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Automobil-Weltmeisterschaft 1969 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Schwab: Grand Prix 1969. Motorbuchverlag, Stuttgart.