Automobiles Erad

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Automobiles Erad
Rechtsform SARL
Gründung 1975
Auflösung 1997
Auflösungsgrund Übernahme durch Savel
Sitz Aniche
Leitung M. Renard
Mitarbeiter 105[1]
Branche Automobilhersteller

Automobiles Erad war ein französischer Hersteller von Automobilen.[2][3]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M. Renard gründete 1975 das Unternehmen in Aniche. 1978 begann die Serienproduktion von Kleinstwagen. Der Markenname lautete Erad. Erad stand für Études et Réalisations du Douaisis. 1979 betrug die Jahresproduktion fast 2400 Fahrzeuge.[4] 1980 fertigten 105 Mitarbeiter etwa 2640 Fahrzeuge.[1] 1997 endete die Produktion. Insgesamt entstanden etwa 30.000 Fahrzeuge, darunter 800 Elektroautos. Savel übernahm das Unternehmen.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstes Modell war der Capucine.[3] Dies war ein Einsitzer mit einer Karosserie aus Kunststoff. Das Fahrzeug war 169 cm lang, 125 cm breit, 160 cm hoch und wog 170 kg. Für den Antrieb sorgte ein Zweitaktmotor von Sachs mit 47 cm³ Hubraum. Ab 1981 waren auch ein Dieselmotor von Farymann mit 290 cm³ Hubraum und ein Ottomotor von BCB mit 123 cm³ Hubraum lieferbar. 1984 wurde das Modell überarbeitet und war sowohl mit offener Karosserie als auch als Viersitzer erhältlich.

Erad Midget

1982 ergänzte eine verkleinerte Nachbildung des 1936er MG Midget das Sortiment.[3] Das Fahrzeug war 270 cm lang. Zur Wahl standen ein Benzinmotor mit 125 cm³ Hubraum und ein Dieselmotor mit 600 cm³ Hubraum.

1988 kam das Einsteigermodell Junior dazu.[3] Mit einem Preis von 35.000 Französische Franc war es das billigste Auto auf dem französischen Markt. Der Junior verwendet die Scheinwerfer aus dem Peugeot 205.

Erad Junior

1990 erschien der Spacia.[3] Mit seiner Form ähnelte er dem später erschienenen Renault Twingo. Dieselmotoren mit bis zu 505 cm³ Hubraum und Elektromotoren standen zur Auswahl.

Letztes neues Modell war der 1993 vorgestellte Agora.[3] Dies war ein leichter Zweisitzer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1. (englisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 94. Toutes les voitures françaises 1978. Salon 1977. Histoire & Collections, Paris 2009. (französisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 84. Toutes les voitures françaises 1979. Salon 1978. Histoire & Collections, Paris 2006. (französisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 74. Toutes les voitures françaises 1980. Salon 1979. Histoire & Collections, Paris 2005. (französisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 90. Toutes les voitures françaises 1981. Salon 1980. Histoire & Collections, Paris 2008. (französisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 80. Toutes les voitures françaises 1982. Salon 1981. Histoire & Collections, Paris 2006. (französisch)
  • René Bellu: Automobilia. Ausgabe 96. Toutes les voitures françaises 1983. Salon 1982. Histoire & Collections, Paris 2009. (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Allcarindex (englisch, abgerufen am 30. November 2013)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bellu: Toutes les voitures françaises 1980.
  2. Linz, Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie.
  3. a b c d e f Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.
  4. Bellu: Toutes les voitures françaises 1979.