Autonome Republik Abchasien

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აფხაზეთის ავტონომიური რესპუბლიკა
Аҧсны Автономтә Республика
Autonome Republik Abchasien

Autonome Republik innerhalb Georgiens
Wappen der Regierung

Wappen der Regierung

Flagge Georgiens

Flagge Georgiens

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Detailkarte Detailkarte

Landessprachen Abchasisch, Georgisch
Ethnien nach dem Zensus 2011:
Abchasen (50,7 %)
Georgier (19,3 %)
Armenier (17,3 %)
Russen (9,2 %)
Religionen Orthodoxe (60 %)
Muslime (16 %)
Sonstige/Konfessionslos (24 %)[1]
Hauptstadt Sochumi (de jure)
Tiflis (de facto)
Größte Städte Sochumi (65.000)
Gagra (15.700)
Status innerhalb Georgiens Autonome Republik
Fläche 8.600 km2
Gesamtbevölkerung 240.705 (2011)
Bevölkerungsdichte 28 Ew./km2
Gouverneur Giorgi Baramia
Webseite abkhazia.gov.ge

Die Autonome Republik Abchasien (abchasisch Аҧсны Автономтә Республика, georgisch აფხაზეთის ავტონომიური რესპუბლიკა) ist eine autonome Republik innerhalb Georgiens und erstreckt sich über die Region Abchasien. De facto wird die Staatsgewalt in Abchasien jedoch seit 1994 von der – von Georgien unabhängigen – Republik Abchasien ausgeübt. Während einige Staaten, darunter etwa Russland und Venezuela, die Republik Abchasien anerkannt haben, wird die georgische Exilregierung der Autonomen Republik Abchasiens noch immer von der großen Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft als rechtmäßige Regierung in Abchasien anerkannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Georgien 1991 wieder ein unabhängiger Staat. In den Regionen Abchasien und Südossetien strebte man jedoch nach der Loslösung von Georgien und rief die staatliche Unabhängigkeit aus. Bereits in der Vergangenheit hatte es dort Konflikte zwischen Georgien und Abchasen bzw. Osseten gegeben.

Die sehr national ausgerichtete Politik des ersten georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia, die Autonomierechte ablehnte und die auch mit dem Slogan „Georgien für Georgier“ in Verbindung gebracht wurde, verschärfte die Situation in den beiden Regionen zusätzlich.[2]

Im Falle von Abchasien kam es von 1992 bis 1993 zu einem blutigen Bürgerkrieg zwischen abchasischen Unabhängigkeitskämpfern und der georgischen Armee. Der Krieg forderte zunächst auf beiden Seiten schwere Opfer[3][4], als sich jedoch ein Sieg der Abchasen abzeichnete, kam es insbesondere zu schweren Verbrechen und ethnischen Säuberungen an der georgischen Zivilbevölkerung in der Region, die unter anderem im Massaker von Sochumi 1993 gipfelten. Auch auf georgischer Seite kam es zu Verbrechen an der abchasischen Bevölkerung.[5] Nach dem De-facto-Sieg der abchasischen Separatisten mussten 250.000 der Georgier in Abchasien fliehen[6], nur ein kleiner Teil kehrte seitdem wieder zurück. Seit 1994 war Abchasien de facto unabhängig, auch wenn dies zu diesem Zeitpunkt von keinem Staat weltweit anerkannt wurde und Georgien die Region nach wie vor als eigenes Territorium betrachtete.

Von 2006 bis 2008 befand sich der Sitz der Regierung der Autonomen Republik Abchasien in Tschchalta im Kodori-Tal in Ober-Abchasien. Unter Micheil Saakaschwili hatte Georgien im Rahmen einer militärischen Aktion dabei die Kontrolle über den Landesteil Oberabchasien zurückgewonnen. Die georgische Regierung kontrollierte nun wieder einen Teil von Abchasien. Infolge des Kaukasuskriegs 2008 verlor Georgien aber wieder die Kontrolle über diese Region, der Sitz der Exilregierung befindet sich seitdem wieder in Tiflis. Seit 2008 haben 5 Staaten die Unabhängigkeit Abchasiens anerkannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.portal-credo.ru/site/print.php?act=fresh&id=188
  2. http://www.bu.edu/iscip/vol4/Khutsishvili.html
  3. http://www.hrw.org/legacy/reports/1995/Georgia2.htm#P117_4464
  4. http://www.un.org/Docs/journal/asp/ws.asp?m=S/26795
  5. Chervonnaia, Svetlana Mikhailovna. Conflict in the Caucasus: Georgia, Abkhazia and the Russian Shadow. Gothic Image Publications, 1994
  6. Birgitte Refslund Sørensen, Marc Vincent (2001), Caught Between Borders: Response Strategies of the Internally Displaced, pp. 234-5. Pluto Press, ISBN 0-7453-1818-5.