Avanti – Projekt undogmatische Linke

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Avanti – Projekt undogmatische Linke ist eine linksradikale politische Organisation in Norddeutschland. Avanti hat lokale Gruppen in Hamburg, Flensburg, Kiel, Norderstedt, Hannover, Lübeck, Bremen und seit 2009 auch in Berlin. In ihrem Grundsatzpapier bekennt sich die Gruppe zu einer revolutionären Veränderung der Gesellschaft.

Geschichte und Organisation[Bearbeiten]

Avanti-Banner in Dresden 2010

Avanti wurde 1989 als Zusammenschluss der Autonomen Gruppe Kiel mit dem Lübecker Arbeitskreis antiimperialistischer Widerstand gegründet. Während größere Ansätze bundesweiter Zusammenarbeit in den 1990er Jahren zunächst scheiterten, nahm Avanti immer wieder einzelne Gruppen auf.

Seit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 ist Avanti Teil der Interventionistischen Linken, einem bundesweiten Zusammenschluss von Gruppen und Einzelpersonen der radikalen Linken. In den linken Bündnissen zum G8-Gipfel, insbesondere der Kampagne Block G8, die die Massenblockaden der Zufahrtsstraßen organisierte, spielte Avanti eine zentrale Rolle.[1][2]

Im Juni 2008 schloss sich die Bremer Gruppe „solid.org – Organisierung linker Basisgruppen“, die aus dem ehemaligen Bremer Landesverband von 'solid - die sozialistische jugend hervorgegangen war, als siebte Ortsgruppe dem avanti-Bündnis an.[3]

Avanti sucht innerhalb der radikalen Linken einen Weg, „der die autoritäre Erstarrung vieler traditioneller kommunistischer Gruppen vermeidet, aber gleichzeitig die Organisationsfeindlichkeit und Unverbindlichkeit großer Teile der linken Szene überwindet.“[4] Eine vergleichsweise große Bedeutung wird der Bündnisfähigkeit und der Vermittelbarkeit der Inhalte in die Öffentlichkeit beigemessen.

Themen und Aktivitäten[Bearbeiten]

Avanti befasst sich mit Antifaschismus, Globalisierungskritik und Bildungspolitik sowie sozialen Kämpfen und Klimawandel.

Einschätzung durch die Verfassungsschutzbehörden[Bearbeiten]

Die Organisation wird vom Verfassungsschutz beobachtet und durch das Bundesamt für Verfassungsschutz[5] und den Verfassungsschutz der Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen als linksextremistisch eingestuft.[6][7][8]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.schleswig-holstein.de/IM/DE/Service/Presse/PI/2008/080408__im__verfassungsschutzbericht.html
  2. http://www.g8-2007.net
  3. http://www.avanti-projekt.de/Grundsatz.htm#Avanti-Bremen
  4. http://www.block-it.org/avanti.html
  5. Verfassungsschutzbericht 2009, S. 148-149 (PDF; 4,3 MB)
  6. Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz: Verfassungsschutzbericht 2008, S. 127 (PDF; 3,8 MB)
  7. Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein: Verfassungsschutzbericht 2008, S. 71
  8. Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration: Verfassungsschutzbericht 2008, S. 156