Avast Antivirus

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Avast Antivirus

Avast Mobile Security & Antivirus.png
Basisdaten

Entwickler AVAST Software s.r.o.
Aktuelle Version 18.7.2354 (build 18.7.4041.0)[1] (Windows)
10. Oktober 2018

13.11[1] (Mac)
24. September 2018
6.11.6[1] (Android)
15. August 2018

Betriebssystem Windows (ab XP SP3), Linux, Android, macOS
Kategorie Antivirenprogramm
Lizenz Proprietär
deutschsprachig ja
www.avast.com

Avast Antivirus ist eine Reihe von Antivirenprogrammen des tschechischen Herstellers für Sicherheitssoftware AVAST Software s.r.o. mit Sitz in Prag. Avast stellt Antivirenprogramme für Microsoft Windows, Android und macOS in freien und gezahlten Versionen zur Verfügung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pavel Baudiš, ein Wissenschaftler des Instituts für mathematische Maschinen in Prag, entdeckte im Jahr 1988 den Viennavirus und schrieb ein Programm, das den Virus entfernen konnte.[2] Mit seinem Kollegen Eduard Kučera gründete er die Alwil Software Genossenschaft und wandelte sie 1991, nachdem der politische Wandel durch die Samtene Revolution dazu die Möglichkeit eröffnete, in eine Personengesellschaft um.

Ondrej Vlček stieß im Jahr 1995 dazu und schrieb das erste Antivirenprogramm für Windows 95. 1996 gewann Avast Antivirus den „VB100-Award“ des Virus Bulletin Magazin in allen getesteten Kategorien. Bis 2002 stieg die Nutzerzahl auf eine Million an, vor allem durch die ab 2001 erhältliche kostenfreie Version für Privatnutzer. Bis Ende 2006 steigerte sich die Zahl auf 20 Millionen und die Software wurde im gleichen Jahr mit den „SC Awards“ ausgezeichnet, in den Kategorien „Best Antivirus, Anti-Malware“ (Europa) und „Readers’ Choice“ (USA). Als sich Alwil 2006 in eine Aktiengesellschaft wandelte, hatte Avast Antivirus bereits 40 Millionen Nutzer.

Im Jahr 2010 übernahm das Unternehmen den Namen seines Antivirus-Programms und firmierte von Alwil Software in Avast Software um. Um das Kernprodukt entstanden in den folgenden zwei Jahren Ableger für Firmenkunden als „Business Protection Line“ und eine für mobile Geräte entwickelte „Avast Free Mobile Security“. Auf der Plattform Download.com war Avast Free Antivirus die am häufigsten heruntergeladene Software des Jahres 2012 und 2013 wurden mehr als 200 Mio PCs, Macs und Android-Geräte durch die Avast Programme geschützt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avast war ursprünglich eine Abkürzung für „Anti-Virus Advanced Set“. Das Akronym spielt aber mit seiner Ähnlichkeit zu einem Ausdruck, der auf den Ausruf „houd vast!“ niederländischer Seeleute zurückgeht, welcher so viel wie „Festhalten!“ bedeutet. Dies wurde als passende Bezeichnung für das Programm erachtet, da der Ausruf zugleich auch als „Stopp!“ verstanden werden kann. Daher rührt auch das Ausrufezeichen.

Versionen und Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kostenlose Version für die private, nichtgewerbliche Nutzung, bietet fast alle Funktionen, die auch in der kommerziellen Version verfügbar sind.

Die Anwendung arbeitet als residenter Provider, also als Hintergrundprozess, der bearbeitete Daten nach Malware durchsucht. Durch die Aufteilung in acht Teilprozesse (Dateisystem-, Mail-, Web-Schutz, P2P-, IM-, Netzwerk-, Skript- und Verhaltens-Schutz) können diese nach Bedarf einzeln aktiviert und deaktiviert werden.

Avast für Windows verfügt über eine sogenannte inkrementelle Update-Funktion, die nach neuen Programmversionen und Vireninformationen sucht und nur die Dateien herunterlädt, die in der eigenen Installation noch nicht enthalten sind. So kann die Dauer des automatisch und im Hintergrund ablaufenden Updates verkürzt werden.

Avast Free Antivirus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nutzung ist für den privaten, nicht kommerziellen Einsatz kostenlos. Nutzer von Avast Home (Version 4) beziehungsweise Avast Free Antivirus (Version 5 bis 12) mussten sich nach einem Testzeitraum von 30 Tagen durch Angabe ihres Namens und einer E-Mail-Adresse registrieren. Alle 12 Monate musste die Registrierung erneut durchgeführt werden, um das Produkt weiter nutzen zu können. Bei Version 17 des Avast Free Antivirus ist diese Verpflichtung ab Juli 2017 weggefallen.[3]

  • Echtzeit-Schutz
    • Dateisystem-Schutz (prüft alle Lese- und Schreibzugriffe)
    • Web-Schutz (richtet einen lokalen Proxy-Server ein und prüft den Web-Verkehr)
    • Mail-Schutz (überprüft E-Mails bei Ein- und Ausgang auf Schadsoftware)
    • Netzwerk-Schutz (blockiert schädliche URLs bei Aufruf)
    • P2P-Schutz (schützt bei Verwendung von Peer-to-Peer-Programmen)
    • IM-Schutz (schützt bei Verwendung von Instant-Messengern)
    • Verhaltens-Schutz (erkennt unbekannte Bedrohungen anhand ihres Verhaltens)
    • Skript-Schutz (schützt vor bösartigen Skripts in Websites)
    • Anti-Phishing
  • Echtzeit-Anti-Rootkit-Schutz
  • Anti-Spyware-Schutz (Schutz vor Spähsoftware)
  • Selbstschutzfunktion (verhindert Manipulation des Antivirusprogramms durch Malware)
  • Erkennung von potenziell unerwünschten Programmen
  • Avast AutoSandbox (verdächtige Programme können in einer geschützten Umgebung ausgeführt werden)
  • Avast Online Security (weist beim Aufrufen einer Website auf deren Seriosität hin, vergleichbar mit WOT)
  • URL-Blockierung (blockiert auf Wunsch vorher vom Nutzer definierte URLs)
  • Software Updater zeigt veraltete installierte Programme an
  • Avast Browser Cleanup (Entfernt unerwünschte Browser Add-ons)
  • Spielemodus (Verbessert die PC-Leistung beim Ausführen von Spielen)
  • WLAN-Inspektor (Scannt das Netzwerk auf Schwachstellen und erkennt mögliche Sicherheitsrisiken)
  • Avast Passwörter (Passwort-Manager)
  • Startzeit-Prüfung (Prüfung auf Bedrohungen vor Ausführung des Betriebssystems)
  • Avast Rettungs-Medium
  • CyberCapture (Analysiert seltene, verdächtige Dateien)
  • Anti-Exploit (Schutz gegen Exploits, Shellcode, etc.)
  • Avast Secure Browser

Avast Pro Antivirus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(zusätzlich zu den Funktionen Avast Free Antivirus)

  • Command-Line Scanner
  • Avast Sandbox
  • Avast SafeZone
  • Real Site (Schutz vor DNS-Hijacking)
  • Darf für kommerzielle Zwecke verwendet werden
  • Kann in Deutsch und zusätzlich in 43 weiteren Sprachen verwendet werden [4]

Avast Internet Security[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(zusätzlich zu den Funktionen von Avast Pro Antivirus)

Avast Premier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(zusätzlich zu den Funktionen Avast Internet Security)

  • Datenshredder
  • Software Updater aktualisiert automatisch installierte Programme
  • AccessAnywhere, um auf den PC von überall aus der Welt zugreifen zu können
  • Webcam-Schutz

Avast Ultimate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(zusätzlich zu den Funktionen von Avast Premier Antivirus)

  • Avast SecureLine (VPN)
  • Avast Cleanup Premium
  • Avast Passwörter Premium

Avast Mobile Security[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2012 hat Avast Software eine kostenlose Sicherheitslösung für Smartphones mit Android-Betriebssystem veröffentlicht.[5] Von der Fachzeitschrift PC-Welt wurde der Software gute Qualität bescheinigt.[6] Heise Security hat bei Tests im Jahre 2014 mit der Software erhebliche Probleme mit dem Datenschutz festgestellt.[7]

Entwicklungshistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Haupt)-Version Datum Beschreibung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: ? ? -
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.0 2003 Ab Version 4.8 im Jahr 2008 beinhaltet der Virenscanner einen Rootkit-Scanner sowie einen Spyware-Blocker. Beide Schutzmechanismen sind vom Benutzer nicht konfigurierbar, sie sind in den Einstellungen deaktivierbar.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 5.0 2009 Neue Benutzeroberfläche und ein Verhaltensblocker. Seit dieser Version gibt es die kostenpflichtige Version „Internet Security“ mit einer Firewall und einer Sandbox.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 6.0 2011 Die Gratisversion enthält jetzt zusätzlich eine Auto-Sandbox, ein Browser-Plug-in für Internet Explorer, Firefox, Google Chrome (ab Version 6.0.1091) und einen Skript-Blocker.
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 7.0 2012 Ab Version 7 enthält Avast „hybride Updates“, also eine Kombination aus herkömmlichen Signaturupdates und sogenannten „Streaming-Updates“, bei denen eine permanente Verbindung zu den Avast-Servern besteht, die die Updates direkt an die Installationen senden. Außerdem wurde eine Funktion namens FileRep eingefügt, die die Verbreitung von ausführbaren Dateien mithilfe einer Datenbank feststellt, um so Rückschlüsse auf ihre Bösartigkeit zu ziehen. Auch eine Fernunterstützung wurde eingefügt, die es ermöglicht, anderen Personen bei Problem zu helfen.[8] Des Weiteren unterstützt das WebRep-Plugin jetzt auch die beiden Webbrowser Opera und Safari.[9] Es besteht nun die Möglichkeit, ein Avast Konto anzulegen, mit dem sich mehrere Avast-Installationen auf anderen Computern aus der Ferne administrieren lassen.[8]
Ältere Version; noch unterstützt: 8.0 2013 In Avast 8 wurde die Benutzeroberfläche überarbeitet und eine Komponente hinzugefügt, die veraltete Programme aktualisiert.[10]
Ältere Version; noch unterstützt: 2014 2013 KI-gesteuerten DynaGen-Technologie; Avast SecureLine VPN, ein Virtual Private Network zur Verschlüsselung und Anonymisierung von Webaktivitäten und Avast GrimeFighter zur Optimierung/Beschleunigung
Ältere Version; noch unterstützt: 2015 2014 Vier neue Funktionen: Heimnetzwerk-Sicherheit, Sicheres DNS, HTTPS Scanning, and Smart-Scan
Ältere Version; noch unterstützt: 2016 bzw. 11 2015 Vereinfachte Benutzeroberfläche, Verbesserung der Performance.
Ältere Version; noch unterstützt: 12 2016 Die in Avast 7 eingeführte Fernunterstützung wurde kommentarlos sowohl aus der freien wie auch aus der kostenpflichtigen Pro-Version der Software entfernt.[11] Eine Enttäuschung für diejenigen Kunden, die auf diese Funktion vertraut und für die Zukunft mit ihrer Weiterentwicklung gerechnet hatten.
Ältere Version; noch unterstützt: 17 2017 Sprung der (Haupt-)Versionsnummer von 12 auf 17 mit Einführung eines neuen Designs. Ab dieser Version ein- oder zweimal pro Monat kleinere Updates, gekennzeichnet als 17.[Monatsnummer].x.
Aktuelle Version: 18 2018 Optimierung des Scan von heruntergeladenen ausführbaren Dateien (.exe) sowie ein neues Modul: Anti-Exploit.
Legende: Ältere Version; nicht mehr unterstützt Ältere Version; noch unterstützt Aktuelle Version Aktuelle Vorabversion Zukünftige Version

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Avast – Releases. In: Avast Forum. Abgerufen am 13. April 2018 (englisch).
  2. avast.com: Über uns
  3. Gute Nachrichten! Sie brauchen sich nicht mehr zu registrieren. In: Website des Herstellers. Abgerufen am 10. September 2017.
  4. Antivirus Vergleich (Memento des Originals vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.netzsieger.de
  5. Avast Free Mobile Security. Abgerufen am 18. März 2013.
  6. Test: Norton Mobile Security und Avast Mobile Security mit Theft Aware. Abgerufen am 18. März 2013.
  7. Android-Virenscanner schnüffeln Surf-Verhalten aus. heise Security, abgerufen am 2. Juli 2014.
  8. a b Avast 7 is here. Archiviert vom Original am 1. März 2012; abgerufen am 18. März 2013.
  9. Avast 7 sandbox. Archiviert vom Original am 14. März 2012; abgerufen am 18. März 2013.
  10. Avast 8 Release Candidate 2 (UPDATE!!!). Avast, abgerufen am 21. Februar 2013 (englisch).
  11. vgl. Wo finde ich Fernunterstützung?. In: Avast Kunden- und Technik-Support, abgerufen am 26. August 2016