Avord

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Avord
Wappen von Avord
Avord (Frankreich)
Avord
Region Centre-Val de Loire
Département Cher
Arrondissement Bourges
Kanton Avord (Hauptort)
Gemeindeverband La Septaine
Koordinaten 47° 2′ N, 2° 39′ OKoordinaten: 47° 2′ N, 2° 39′ O
Höhe 147–196 m
Fläche 27,98 km2
Einwohner 2.606 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 93 Einw./km2
Postleitzahl 18520
INSEE-Code
Website www.ville-avord.fr

Avord ist eine französische Gemeinde mit 2606 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Cher in der Region Centre-Val de Loire. Sie gehört zum Kanton Avord und zum Gemeindeverband Communauté de communes La Septaine.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Avord liegt im Berry an der Yèvre, 20 Kilometer südöstlich von Bourges und 7,8 Kilometer südwestlich des Kantonshauptorts Baugy, zwischen den Nachbargemeinden Farges-en-Septaine im Nordwesten und Jussy-Champagne im Süden.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In alten Urkunden hieß Avord noch „Vor“ (1064), 1123 war es schon „Avor“, 1219 „Avorz“, dann „Avour“ (1409) und seit 1507 „Avord“.

Anzahl Einwohner
(Quelle: [2])
Jahr 1793180018721906193119361946195419621968198220062016
Einwohner 37030745250258010191002200719082132249226462606

2006 hatte Avord siebenmal so viele Einwohner wie 1793. Die Einwohnerzahl stieg sprunghaft zwischen 1931 und 1936, und zwischen 1946 und 1954 an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen ist durch einen horizontalen weißen (silbernen) Wellenbalken geteilt. Im oberen Teil ist auf blauem Grund ein griechisches Kreuz zu sehen auf dem in einem Kreis ein Lamm mit Fahne dargestellt ist. Das Griechische Kreuz findet sich auch im Giebel der Kirche. Das Lamm im Wappen hat allerdings nicht nur religiöse Bezüge, sondern erinnert zugleich an die Zeit der Schafzüchter. Im unteren grünen Feld sind zwei goldene Flügel abgebildet, die auf die Luftwaffenbasis in der Nähe des Ortes hinweisen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Kirche Saint-Hugues stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist als Monument historique (classé MH) klassifiziert. In ihr befindet sich eine ebenfalls als Monument historique eingestufte Glocke von 1530.[3][4]
  • Avord ist mit zwei Blumen im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[5] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Avord

Ein bedeutender Erwerbszweig in Avord ist die Landwirtschaft, vor allem der Anbau von Getreide. Um 1900 gab es noch viele Schafzüchter in Avord, aber sie sind bis heute praktisch verschwunden.

Im Nordwesten der Gemeinde, teilweise auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Farges-en-Septaine, befindet sich die Base aérienne 702 Avord, die zweitgrößte Luftwaffenbasis der französischen Luftstreitkräfte.

Der Bahnhof von Avord liegt an der elektrifizierten Eisenbahnstrecke von Vierzon nach Saincaize, Teilstrecke der Verbindung NantesLyon, und wird bedient von der Eisenbahngesellschaft TER Centre.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1977 besteht eine Städtepartnerschaft mit Aindling in Bayern, seit 2009 mit der belgischen Gemeinde Beauvechain.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Luftwaffenstützpunkt wurde 1880 als Tochter eines Hauptmanns Élisabeth Catez geboren, die spätere heilige Karmelitin und Mystikerin Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880–1906).[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Cher. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-088-4, S. 111–113.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Avord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Avord auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  2. Avord auf Cassini.ehess.fr (französisch)
  3. Avord in der Base Mérimée des Ministère de la Culture (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  4. Avord in der Base Palissy des Ministère de la Culture (französisch) Abgerufen am 28. Februar 2010
  5. http://www.cnvvf.fr/site/index.php?page=1&idpt=18 (Link nicht abrufbar)
  6. Chronologie Élisabeth de la Trinité (Memento vom 23. April 2012 im Internet Archive)