Awash (Fluss)

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Awash
Karte

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Daten
Lage Äthiopien
Flusssystem Awash
Quelle rund 3 km östlich von
Addis Alem
9° 2′ 33″ N, 38° 26′ 33″ O
Mündung bei Arissa in den Abbe-SeeKoordinaten: 11° 11′ 10″ N, 41° 42′ 28″ O
11° 11′ 10″ N, 41° 42′ 28″ O
Länge 1200 km[1]
Einzugsgebiet 110.000 km²[1]
Mittelstädte Asaita
Kleinstädte Awash, Gewane
Awash-Wasserfälle

Awash-Wasserfälle

Der Awash (amharisch አዋሽ ወንዝ awaš wänz) ist ein Fluss im nördlichen Teil Äthiopiens.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entspringt im Abessinischen Hochgebirge rund drei Kilometer östlich von Addis Alem, fließt entlang des Abessinischen Grabens, einem Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs und endet nördlich in der Senke von Danakil. Westlich der Stadt Nazreth wird der Fluss im Koka-Stausee angestaut.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima des Einzugsgebietes ist semi-arid bis arid. Zwischen Oktober und März herrscht Trockenzeit. Im Westen des Einzugsgebietes gibt es zwei Regenzeiten. Der erste Regen im Jahr fällt zwischen März und April und eine stärker ausgeprägte Regenzeit folgt zwischen Juni und September. Diese Niederschlagscharakteristik wird durch die Verlagerung der Innertropischen Konvergenzzone im Jahresverlauf bedingt. Im Nordöstlichen Hochland fallen beide Regenzeiten zu einer längeren zusammen. Im Rift Valley sind die Regenzeiten schwächer ausgeprägt. In der Quellregion des Awash im Hochland fällt durchschnittlich bis zu 1600 mm Niederschlag pro Jahr, während die Danakil-Senke extrem niederschlagsarm ist.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zuckerrohr-Plantagen der Zucker-Industrien in Wonji, Shewa und Metehara sind die größten Nutznießer dieses Flusses. Dank der sehr gut ausgebauten Bewässerungsinfrastrukturen ist die Bewässerung der Plantagen im Gegensatz zum übrigen Großteil des Landes unabhängig vom saisonbedingten Regenwasser.

Im Jahr 1997 überflutete der Awash und verursachte mit bis dahin unbekanntem Ausmaß Zerstörungen. Die Bevölkerung hatte damals nur vier Stunden Zeit, in höher gelegenen Orten Schutz zu suchen, bis die todbringende Flut alles niederriss, was sich ihr in den Weg stellte.

Archäologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang des Awash wurden zahlreiche Hominiden-Fossilien gefunden (darunter die berühmte Lucy und das Fossil DIK 1-1, genannt „Dikika-Mädchen“ oder „Selam“), sowie die ältesten bisher entdeckten Steinwerkzeuge. Das Gebiet gilt daher als eine der Geburtsstätten der Menschheit. Geleitet von Tim White und Berhane Asfaw finden am Mittleren Awash seit 1990 durch das Middle Awash Research Project wieder paläoanthropologische Ausgrabungen statt; zwischen 1982 und 1990 waren die Grabungsgenehmigungen aufgrund eines Moratoriums, das dem Schutz des kulturellen Erbes Äthiopiens dienen sollte, ausgesetzt gewesen. Die Fundstätten stehen bereits seit 1980 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Improving Management of Livestock in Awash River Livestock in Awash River Basin: A Challenge to Basin: A Challenge to Ethiopia
  2. Knoche, M., Fischer, C., Pohl, E., Krause, P., & Merz, R. (2014). Combined uncertainty of hydrological model complexity and satellite-based forcing data evaluated in two data-scarce semi-arid catchments in Ethiopia. Journal of Hydrology, 519, 2049–2066.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]