AwtoWAS

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AwtoWAS
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN RU0009071187
Gründung 1966
Sitz RusslandRussland Toljatti

Leitung

Mitarbeiter 44.000[3]
Umsatz 176,5 Mrd. Rubel (2,6 Mrd. Euro)[4]
Branche Autohersteller
Website www.avtovaz.ru
Stand: 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Firmenzentrale in Toljatti
Fahrzeugherstellung in Toljatti, 1969
Älteres Lada-Logo
Neueres Lada-Logo

AwtoWAS (russisch АвтоВАЗ, AvtoVAZ; anfänglich russisch Волжский автомобильный завод, Wolschskij awtomobilny sawod, „Wolga-Automobilwerk“) ist der größte Hersteller von Personenkraftwagen in Russland und ganz Osteuropa. Die Aktien des AwtoWAS sind gelistet im RTS-Index, der die 50 größten russischen Aktiengesellschaften aufführt.

Die Personenkraftwagen von AwtoWAS werden unter dem Markennamen „Lada“ (russisch Лада, Lada) verkauft. Lange Zeit war dieser Name lediglich für den Export ins westliche Europa gebräuchlich. Der Markenname für den RGW-Markt war zur Einführung der Modellreihe WAS-2107: Schiguli (russisch Жигули, in der DDR Shiguli).

Der Konzern hat einen Anteil von etwa einem Prozent am Bruttonationaleinkommen Russlands. Das Hauptwerk befindet sich in Toljatti in der Oblast Samara am Mittellauf der Wolga. Ladas werden unter Lizenz in der Ukraine, in Kasachstan, Ägypten, Ecuador und in Uruguay gefertigt.

Renault-Nissan hat mit Wirkung vom 25. Februar 2008 einen 25-prozentigen Anteil und somit eine Sperrminorität an AwtoWAS erworben. Weitere Großaktionäre sind außer Renault mit jeweils 25 Prozent die russische Staatsfirma Rostec und die Firmengruppe Troika Dialog. Die Mitarbeiter halten weitere Aktien; nur acht Prozent der Anteile sind breit gestreut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beginn der Produktion im Automobilwerk Wolschski awtomobilny sawod (WAS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1966 bis 1969 errichtete der italienische Autohersteller Fiat im damaligen Stawropol-Wolschski (später Toljatti) in der Oblast Samara das Automobilwerk Wolschski awtomobilny sawod (Abk. WAS), das ab 1971 eine Variante des Fiat 124 für den sowjetischen Markt produzierte. Am Zustandekommen des Geschäfts zwischen Fiat und der sowjetischen Regierung war Palmiro Togliatti, der 1964 verstorbene Vorsitzende der Kommunistischen Partei Italiens maßgeblich beteiligt gewesen, sodass man die Stadt Stawropol-Wolschskij ihm zu Ehren in „Toljatti“ umbenannte. Fiat selbst baute den Typ 124, der in Europa im Jahr 1967 zum Auto des Jahres gewählt worden war, von 1966 bis 1975. Die Russen bezahlten das Werk zum Teil mit sehr rostanfälligem Recycling-Stahl (wegen des hohen Kupferanteils), den Fiat und auch Alfa Romeo zum Bau ihrer eigenen Fahrzeuge verwendeten. Die italienischen Fahrzeuge aus dieser Zeit waren dementsprechend rostanfällig; manche mussten schon nach wenigen Jahren geschweißt werden, um durch die Hauptuntersuchung zu kommen.

Modellentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das zunächst WAZ-2101 genannte Fahrzeug bekam in der Sowjetunion und einigen Ostblockländern den Zusatznamen Schiguli (nach dem gleichnamigen Gebirge bei Toljatti, das seinen Namen von den so genannten Wolga-Segelbooten erhielt). 1974 führte man für die Exportmodelle den Namen Lada (slawisch für „Liebchen“, „Geliebte“) ein. Von diesem ersten Modell gab es mehrere Varianten (2101/1200, 2103/1500, 21011/1300, 2102 Kombi, 2106/1600, 21061/1500S, 21063/1300S), außerdem den Geländewagen 2121 (Lada Niva). Der Nachfolger Lada 2105/2104 (Limousine/Kombi) – in westlichen Ländern auch als Lada Nova oder Riva bekannt – kam 1979 mit einer leicht modernisierten Karosserie auf den Markt. Der Lada 2108 Dreitürer/2109 Fünftürer (1984–2005), der den Beinamen Samara (nach der Millionenstadt Samara und dem gleichnamigen Verwaltungsbezirk, zu dem Togliatti gehört) erhielt, war das erste komplett neu entwickelte Modell des Werkes; im Gegensatz zu den Fiat-124-Nachfolgemodellen (Frontmotor mit Hinterradantrieb) hatte der Samara einen quer eingebauten Motor und Frontantrieb. Neuere Modelle sind: der Lada 2110/11/12 (1995), der Kleinwagen Lada 1118/19/17 Kalina (2005) und der 2170/72/71 Priora (2007), der eine größere Überarbeitung der 2110/11/12 Reihe darstellte und diese ablöste. Der ursprünglich angedachte Nachfolger des Niwa, der weiterhin gebaut wird, wurde gemeinsam mit General Motors entwickelt. Seit 2003 ist er als Chevrolet Niva (Lada 2123) im Handel. Von 1992 bis 1995 wurde der Moskwitsch 2141 in Deutschland als Lada Aleko verkauft, zeitweise auch der Kleinstwagen Oka, der von mehreren nicht zu WAZ gehörenden Werken gebaut wird.

AwtoWAS seit den 1990 Jahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1993 gegründete Aktiengesellschaft OAO AwtoWAS wurde 2005 wieder ein Unternehmen im überwiegenden Besitz staatlicher Unternehmen; Hauptaktionäre waren die staatliche Rüstungsexportagentur Rosoboronexport, die staatliche Industrieholding Rosprom und die staatliche Wneschtorgbank. 2007 stieg das private russische Investmentbank Troika Dialog bei AwtoWAS ein und 2008 beteiligte sich Renault-Nissan mit 25 Prozent an dem Unternehmen. Weitere 25 Prozent hält die 2007 gegründete Staatsholding Rostechnologii.

Die Finanzkrise ab 2007 führte bei AwtoWAS im Jahr 2009 zu großen Schwierigkeiten. Hatte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2008 noch 378.000 Autos verkauft, waren es in der ersten Hälfte des Jahres 2009 nur noch 169.000.[5] Unternehmenschef Igor Komarow kündigte daraufhin eine Reduzierung des Personals um 22.000 Mitarbeiter an, was etwa einem Fünftel der Belegschaft entspricht.[6]

Im Mai 2012 gab Renault-Nissan in Paris bekannt, dass bis 2014 rund 750 Millionen US-Dollar (rd. 607 Mio. Euro) in AwtoWAS investiert werden sollen und im Gegenzug sie einen Anteil von 74,5 Prozent an AwtoWAS erhalten.

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Das Markenlogo geht auf den ursprünglichen Namen „Schiguli“ zurück. Schiguli ist die Bezeichnung der kleinen Wolgasegelboote Schiguli. Des Weiteren tragen die in der Nähe der Stadt gelegenen Berge diesen Namen. So bezieht sich das in Form eines kyrillischen W geformte Schiff auf die Wolga und ihre Segelboote und nicht, wie fälschlich angenommen, auf einen russischen Lastkahn namens Ladja. Dies ist auch zweifelhaft, da der Name Schiguli und das Schiffslogo schon seit Ende der 1960er Jahre benutzt werden, das Wort „Lada“ hingegen erst seit den 1970er Jahren.

Marktanteil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktanteil auf dem russischen Markt sank von 27 % (2010) auf 19 % (2016).[7]

Im Jahre 2008 waren in Deutschland 2.248 Lada-Fahrzeuge neu zugelassen worden. Im Jahre 2015 waren es noch 825.[8]

Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historische Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lada 2103
Lada Samara

Die vom Fiat 124 abgeleiteten Typen wurden zunächst als Schiguli, später Lada bekannt. Auf die Modelle 2101 (Lada 1300) und 2103 (Lada 1500) folgte der Kombi 2102, das Spitzenmodell 2106 (Lada 1600), mit der Karosserie des Lada 1600 der 21061 (Lada 1500s) und der 21063 (Lada 1300s), alle basierend auf dem vom Fiat 124 abgeleiteten Schiguli, jedoch innen und außen modifiziert und mit hubraumvergrößerten Motoren versehen.

Die ursprünglichen Schigulis wurden abgelöst von der Limousine 2105 (Lada 1300S, seit 1979) und dem Kombi 2104 (seit 1984). 1982 erschien das Spitzenmodell 2107 (Lada 1500S), seit 1994 auch mit 1700er Einspritzmotor. Die Modelle 2104 und 2105 wurden in Deutschland als Lada Nova, im englischen Sprachraum als Lada Riva vertrieben. Der 2107 erhielt in der ehemaligen BRD zeitweise die Verkaufsbezeichnung Toscana.

Der Lada Sputnik (Exportname Samara) (Modelle 2108, 2109 und 21099) ist ein PKW, der von 1984 bis 2005 bei AwtoWAS hergestellt wurde. Der Wagen hatte Frontantrieb und Einzelradaufhängung rundum. In geringen Stückzahlen werden die Modelle 2109 und 21099 in russischen (RosLada, Sysran) und ukrainischen Betrieben (LuAS, Luzk) heute noch montiert. Obwohl er nicht wesentlich weniger Platz bietet als die Schiguli, hatten sich mittlerweile die Maßstäbe für Mittelklassewagen verschoben, so dass der Samara nur noch als Kleinwagen galt. Er wurde in Kooperation mit Porsche (Motor) entwickelt[9] und in Deutschland bis ins Jahr 2004 angeboten. Nachfolger sind die Modelle 2113, 2114 und 2115 (Samara-2), welche in Deutschland nicht verkauft werden.

1992 kam der Lada Aleko, eigentlich ein Moskwitsch, nach Deutschland. Als Nachfolger für den Samara sind der Lada 110 (seit 1996) mit Stufenheck, der Kombi Lada 111 (seit 1998) und der Lada 112 mit Fließheck (seit 2000) in Deutschland und Österreich angeboten worden.

Der Oka (Modell 1111) ist ein Kleinstwagen, der von 1988 bis 1991 in Ischewsk produziert wurde und seitdem in den Automobilfabriken SeAS (Serpuchov) und KAMAZ (Miass) hergestellt wird. Für den Oka existiert bereits ein moderner Nachfolger (1121), der aber derzeit noch nicht in Serie gebaut wird.

Aktuelle Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lada 4X4
Lada Vesta
Lada Granta

Der 4X4 (Modell 2121, bekannt unter dem früheren Namen Niva) ist ein Geländewagen, der technisch vom Schiguli abgeleitet ist, seit 1977 weitgehend unverändert produziert und bis heute in Deutschland angeboten wird. Mitte der 1990er Jahre gab es ein Facelift mit neuem Innenraum, veränderter Heckpartie und technischen Verbesserungen im Detail. Motor und viele andere Teile stammen vom Schiguli, lediglich eine moderne Benzineinspritzung wurde hinzugefügt, mit der der Wagen aktuelle Abgasnormen (Euro 6) erreicht. Neuerdings gibt es den 4X4 auch mit ABS.[10] und seit 2015 in der Version Urban mit höherwertiger Ausstattung. Der geländegängige und robuste Wagen ist das günstigste allradgetriebene Fahrzeug auf dem deutschen Markt und findet z. B. in der Forstwirtschaft Verwendung. Auch beim Bau des Eurotunnels wurde eine Flotte von Nivas eingesetzt. Für den heimischen Markt wurden und werden außer dem zweitürigen Grundmodell eine Reihe modifizierter Versionen mit verlängerter, auch viertüriger Karosserie hergestellt. Der größere neue Niwa (auch Chevrolet Niva, Modell 2123) wird seit 2004 in Kooperation mit General Motors vom Gemeinschaftsunternehmen GM-AvtoVAZ produziert. Das Fahrzeug ist bis heute nur in den GUS-Ländern unter dem Markennamen Chevrolet zu kaufen.

In Westeuropa nicht anzutreffen war der Van 2120 Nadeschda (russisch Надежда) (seit 1998).

Der Kleinwagen Kalina (Modelle 1117, 1118, 1119) wurde seit 2004 produziert. Seit September 2006 war die Stufenheckvariante 1118 in Deutschland erhältlich, seit Anfang 2007 die Fließheckvariante 1119; der Kombi 1117 erschien im ersten Quartal 2008 in Deutschland. Seit 2013 ersetzt der modernisierte Kalina II als Fließheck (2192) und als Kombi (2194) die alten Kalina Varianten. An des Stelle des Kalina I Stufenheck (1118) tritt der Lada Granta (2190) den es auch als Fließheck (2191) gibt. Der Kalina II wird - ebenso wie der Granta - in Deutschland in zwei Motorvarianten (64 kW/87 PS mit 1,6 l Hubraum als 8V und 72 kW/98 PS mit 1,6 l Hubraum als 16V) ausgeliefert. Im deutschen Markt punktet Lada vor allem mit einem zu Vergleichsmodellen günstigen Preis (ab gut 7.000 €) bei recht umfangreicher Ausstattung. Selbst die Lux-Varianten mit Automatikgetriebe, Touchscreen, Sitz- und Frontscheibenheizung, Rückfahrkamera usw. bleiben unter 12.000 €. Die Verarbeitungsqualität und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Der Granta wird seit 2013 in Deutschland angeboten, der Kalina II ist seit Ende 2014 erhältlich. Seit 2016 gibt es den Kalina II Kombi auch in einer Cross-Variante mit erhöhter Bodenfreiheit und Kunststoffbeplankung. Eine Autogasanlage kann, wie bei allen anderen Lada-Modellen auch, dazubestellt werden.

Bei der IAA 2007 in Frankfurt am Main wurde die Stufenhecklimousine 2170 vorgestellt, welche seit November 2008 in Deutschland erhältlich war. 2013 wurde der Import des Priora eingestellt. Die Basisversion des Priora kostete ab 8500 Euro und war relativ modern ausgestattet (z. B. elektrische Fensterheber vorn, Bordcomputer usw.). Airbags sind ebenfalls serienmäßig und es gibt (wie jetzt auch beim Kalina) ABS mit Bremsassistent. Die besser ausgestatteten Varianten kosteten etwa 10.000 Euro. 2013 gab es eine Facelift-Version mit geänderter Front. Gegen Aufpreis waren auch Klimaanlage, Standheizung, Sitzheizung, elektrisch verstellbare und beheizbare Spiegel uvm. zu haben.

Der Lada Largus (russische Version des Dacia Logan MCV) ist ein Deutschland nicht erhältlich.

Im November 2015 wurde in Russland der Lada Vesta eingeführt, im Januar 2016 der Lada XRAY. Die Modelle sollen bis 2017 auch in Deutschland erhältlich sein.

Zukünftige Modelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen plant, das Design der Lada-Modelle deutlich zu ändern, und zeigte beim Autosalon in Genf 2007 die Studie Lada C-Concept, die seit 2011 als Serienfahrzeug Lada Granta erhältlich ist.

Bis 2017 sollen die neuen Lada Modelle Vesta und XRAY auch in Deutschland erhältlich sein.

Zeitleiste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitleiste der Lada-, bzw. WAS(ВAЗ)- und russischen Chevrolet-Modelle von 1970 bis heute
ВAЗ / Lada von AwtoWAS
von Moskwitsch
General Motors als GM-AvtoVAZ Chevrolet (Lada/Opel)
Renault-Nissan Gemeinschaftsentwicklung mit Nissan und Renault
Typ 70er 80er 90er 2000er 2010er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3
Kleinwagen Kalina (1117–1119)
Granta (2190)
Kompaktklasse Shiguli (2101–2103, 2106)[1] Nova (2104/2105/2107)[2]
110 / 111 / 112 (2110–2112) Priora (2170–2172)
Samara (2108/2109) Samara II (2113–2115)
Viva
Mittelklasse Aleko[3]
Geländewagen Niva / 4X4 (2121 / 2131)
Niva II (2123)
Minivan Nadezhda (2120)

[1] Lizenzbau des Fiat 124
[2] Auf Plattform des Fiat 124
[3] Als Lada exportierter Moskwitsch-2141


Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lada-Logo am Renault R30
Lada Priora in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2009

Bereits 2006 plante Lada, mit dem Lada 110 in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft einzusteigen. Allerdings wurden die Pläne zunächst wieder verworfen. Das Privatteam Russian Bears Motorsport erwarb später die bereits fertig entwickelten Fahrzeuge und brachte sie in der Saison 2008 in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft an den Start. Vor der anschließenden Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2009 entschloss Lada sich erneut zu einem Werkseinsatz[11] und unterstützte fortan die russische Mannschaft, die nun offiziell unter der Bezeichnung Lada Sport an den Start ging. Anfänglich war das werksseitige Engagement von wenig Erfolg gekrönt, da es den Fahrzeugen noch an Wettbewerbsfähigkeit mangelte. Im Laufe der Saison folgte ein neuer, stärkerer Motor[12] und wenige Wochen später mit dem Lada Priora eine neue Karosserie. Zur gleichen Zeit wurde mit dem ehemaligen britischen Tourenwagen-Meister James Thompson ein routinierter Rennfahrer unter Vertrag genommen.[13] Im Anschluss daran konnte Lada sich im Mittelfeld etablieren und Thompson erzielte im letzten Saisondrittel in Imola die ersten Weltmeisterschaftspunkte für Lada.[14]

Zu Beginn des Jahres 2010 herrschte zunächst Unklarheit über eine Fortsetzung des Werksengagements von Lada in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft. Obwohl Lada sich 2009 zu einem dreijährigen Programm in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft verpflichtete und bereits Verträge mit Fahrern ausgehandelt waren, schrieb Lada sich unerwartet nicht in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2010 ein.[15] Stattdessen entschloss Lada sich kurzfristig zum Sponsern des Renault-F1-Teams, dessen Renault R30 nun das Lada-Logo vor den Seitenkästen trug.[16]

Seit 2012 engagiert sich Lada wieder mit einem Werksteam in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), zuerst mit dem Lada Granta 1.6T, ab 2016 mit dem Lada Vesta WTCC.[17] Am 17. April 2016 gelang Nicky Catsburg mit dem Vesta als Drittem am Slovakiaring erstmals ein Podiumsplatz. In der Herstellerwertung liegt Lada Stand April 2016 an dritter Stelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: AwtoWAS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jason Chow: Renault, Nissan Name Nicolas Maure as New CEO at Russia’s AvtoVAZ. In: Wall Street Journal. 15. März 2016, abgerufen am 15. Juli 2016.
  2. AVTOVAZ Board of Director Will Run through Changes, 18. April 2016
  3. Profile
  4. AV reports 176.5 B-RUR of revenue in 2015
  5. Lada-Hersteller Avtovaz leidet gewaltig auf handelsblatt.de, 12. Oktober 2009
  6. «АвтоВАЗ» намерен сократить более 20 тысяч сотрудников (russisch)
  7. Lada-Konstrukteur gestorben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. März 2017, S. 20.
  8. Kraftfahrt-Bundesamt: Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeuganhängern nach Herstellern und Handelsnamen Jahr 2015, S. 6.
  9. http://www.porscheengineering.com/peg/de/about/history/about-milestones/81/ (Memento vom 21. April 2009 im Internet Archive) 1976 bis heute - Meilensteine - Historie - Porsche Engineering
  10. http://www.lada.de/niva_4x4.html
  11. Lada bestätigt Werkseinsatz auf Motorsport-Total.com, 22. November 2008
  12. Lada-Update: „Jetzt ist alles bereit“ auf Motorsport-Total.com, 28. Mai 2009
  13. „Bestätigt: Thompson ist der neue Lada-Pilot!“ auf Motorsport-Total.com, 26. Juni 2009
  14. „Lada bejubelt die ersten Punkte“ auf Motorsport-Total.com, 20. September 2009
  15. Lotti zum Lada-Aus: "Wir sind überrascht und enttäuscht" auf Motorsport-Total.com, 21. Februar 2010
  16. „Renault bestätigt Zusammenarbeit mit Lada“, auf Motorsport-Total.com, 4. März 2010
  17. FUA WTCC: Lada on top of WTCC preparations vom 26. Dezember 2015, abgerufen am 17. April 2016

Koordinaten: 53° 33′ 22,06″ N, 49° 15′ 52,88″ O