Axel-Springer-Straße

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Axel-Springer-Straße
Wappen
Straße in Berlin
Axel-Springer-Straße
Abschnitt der Axel-Springer-Straße
in Richtung Leipziger Straße, 2012
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Kreuzberg,
Mitte
Angelegt 10. April 1996
Neugestaltet 31. Mai 2012 (teilw.)
Hist. Namen Lindenstraße
Anschluss­straßen
Leipziger Straße (nördlich),
Lindenstraße (südlich)
Querstraßen Beuthstraße, Krausenstraße, Kommandantenstraße, Schützenstraße, Zimmerstraße
Bauwerke siehe Sehenswürdigkeiten
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßenlänge 350 Meter

Die Axel-Springer-Straße ist eine rund 350 Meter lange Straße in Berlin, die vom Ortsteil Mitte in den Ortsteil Kreuzberg führt. Sie befindet sich im historischen Stadtteil Friedrichstadt. Sie entstand als eigenständige Straße 1996 durch die Abtrennung des nördlichen Teils der Lindenstraße.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Axel-Springer-Straße beginnt an der Oranienstraße und verläuft nach Nordosten bis zur Leipziger Straße am Spittelmarkt. Die Hausnummern wurden nach der Abtrennung des Straßenabschnitts von der Lindenstraße vorerst nicht verändert. Sie verlaufen in Hufeisenform vom Haus Nr. 39 an der Ecke Oranienstraße bis zum Ende und wieder zurück zum Haus Nr. 65.

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1996 wurde ein Teil der Lindenstraße nach dem deutschen Zeitungsverleger Axel Springer (1912–1985) benannt. Das von ihm begründete Verlagshaus mit dem Axel-Springer-Hochhaus befindet sich in der Axel-Springer Straße 65.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauarbeiten am Spittelmarkt zur Anbindung der Axel-Springer-Straße an die Leipziger Straße, 2011

Die Geschichte der Straße beginnt mit der Umbenennung des nördlichen Teils der Lindenstraße. 2011 wurde ein Radweg auf der Fahrbahn der Axel-Springer-Straße und Lindenstraße eingerichtet. Bereits im Zusammenhang mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) gab es Überlegungen, einen eigenen Radfahrstreifen einzurichten.[1]

Im Jahr 2012 wurde die Axel-Springer-Straße, die bis dahin an der Beuthstraße endete, bis zur Leipziger Straße am Spittelmarkt verlängert.[2] Damit wurde die historische, durch den Mauerbau 1961 unterbrochene Verbindung des Straßenzug Lindenstraße/Axel-Springer-Straße an das Straßennetz in Berlin-Mitte wiederhergestellt. Nach Ansicht des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) führt die vielgenutzte alte/neue Verbindung zu einer Überschreitung der Grenzwerte für Lärm, Feinstaub und Stickstoffdioxid. Weiterhin wurde kritisiert, dass die Baukosten mit 11,4 Millionen Euro für ein Straßenstück von 90 Metern Länge zu hoch wären.[3] Anwohner hatten zuvor versucht, auf dem Klageweg einen Weiterbau der Straße zu verhindern.[4]

Auf der Baustelle des Medien-Campus Axel-Springer-Straße 59–63 wurde 2018 Richtfest gefeiert. Im Juni 2013 hatte der Springer-Konzern für ein digitales Medienzentrum, das 3500 neue Arbeitsplätze bieten soll und in der Architektur radikal anders ausfallen soll als die bisherigen Hochhäuser, einen Planungswettbewerb ausgelobt und dazu 22 Architekturbüros eingeladen. Die Architektengruppe Rem Koolhaas gewann den Wettbewerb mit einem aufgelockerten Gebäude, dessen Kernstück das über 30 Meter hohe Atrium darstellt. Das Atrium symbolisiert den Verlauf der Berliner Mauer. Das Gebäude soll zwischen Berliner Baublock und dem Axel-Springer-Hochhaus vermitteln, zu dem es sich öffnet. Miteinander verbundene Terrassen und eine öffentliche Arbeitsfläche schaffen eine Umgebung für individuelles wie kollektives Arbeiten. Zur Lindenstraße entsteht ein großes „Auge“. Mathias Döpfner, Vorsitzender der Axel-Springer AG, formulierte die Erwartungen wie folgt: „Das Gebäude soll nicht nur überwältigend schön sein, sondern auch der Frage nachgehen: Was bedeutet Materie in einer entmaterialisierten Medienökonomie, was bedeutet ein Büro in einer mobilen Arbeitswelt, die Büros eigentlich nicht mehr braucht?“ Das neue Gebäude solle so avantgardistisch sein, dass nicht nur Straßenpassanten staunen, sondern es soll den Digital Natives Möglichkeiten neuer kreativer Arbeit bieten.[5][6]

Bauten und Denkwürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Mitte/Friedrichstadt

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Axel-Springer-Straße (Berlin-Mitte) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gutachten über die Möglichkeiten der Radverkehrsplanung in Berlin-Kreuzberg. Abgerufen am 2. Juli 2011.
  2. Neue Axel-Springer-Straße freigegeben. In: Der Tagesspiegel, 1. Juni 2012
  3. Sidney Gennies: Das teuerste Pflaster Berlins. In: Der Tagesspiegel, 30. Dezember 2010.
  4. Axel-Springer-Straße darf ausgebaut werden. In: Berliner Morgenpost, 15. Februar 2011.
  5. a b c Isabell Jürgens: Startschuss für modernen Medien-Campus. In: Berliner Morgenpost vom 1. Juni 2013, S. 15
  6. Rem Koolhaas soll Axel-Springer-Campus bauen auf www.welt.de; abgerufen am 7. Juni 2014.
  7. Uta Baier Grenzgänger vor dem Axel-Springer-Haus. In: Die Welt, 25. Mai 2009.

Koordinaten: 52° 30′ 31,7″ N, 13° 23′ 58,4″ O