Axel Brennicke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Axel Brennicke (* 22. Januar 1953 in Werne;[1]26. Februar 2017[2]) war ein deutscher Biologe, Professor für molekulare Botanik der Universität Ulm und ein wissenschaftskritischer Autor.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brennicke war von 1988 bis 1994 Professor an der FU Berlin, zuerst für Pflanzenphysiologie und dann für Molekularbiologie. 1989 bis 1994 war er zugleich Geschäftsführer des Instituts für Genbiologische Forschung in Berlin (Vorgänger des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam) und wurde 1994 an die Universität Ulm berufen. Er war seit 1999 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.[3]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brennicke und sein Team forschten zur mRNA bzw. dem RNA-Editing. In In-vitro-Ansätzen untersuchte er Nukleotidsequenzen, welche die Ausbildung bestimmter Eigenschaften beeinflussen.

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brennicke publizierte sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Erkenntnisse über die Wissenschaft. Er veröffentlichte seit 2003 die Kolumne „Ansichten eines Profs“ in Laborjournal, in der er „den Wahn und Witz des Lebens und Arbeitens an den Universitäten“ aus der Sicht eines Professors niederschrieb.

Außerhalb des wissenschaftlichen Betriebes wurde Brennicke durch sein Buch „Wollen sie wirklich Wissenschaftler werden? ... dann los!“ bekannt. Er beschrieb darin realitätsnah und teilweise ironisch die verschiedenen Stationen einer naturwissenschaftlichen Karriere bis zum Professor. DRadio Berlin schreibt darüber: „Das Buch spielt ironisch mit Klischees, ohne sie zu widerlegen.“[4]

Wissenschaftliche Veröffentlichungen von Axel Brennicke liegen ebenfalls zahlreich vor. Er verfasste u. a. als Co-Autor das Standardwerk Pflanzenphysiologie.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachbücher (Auswahl):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BNB: Axel Brennicke
  2. Nachruf Uni Ulm
  3. Mitgliedseintrag von Axel Brennicke bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. April 2015.
  4. Michael Lange: Von Spinnern und Sonderingen. Axel Brennicke: "Wollen Sie wirklich Wissenschaftler werden? … dann los!" Deutschlandradio Kultur, 15. Mai 2011.