Axel Fischbacher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Axel Fischbacher (* 24. April 1956 in Lübeck) ist ein deutscher Jazzgitarrist, Komponist und Produzent.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischbacher wuchs in verschiedenen Städten auf, zuletzt im Rheinland. Er entschied sich bereits als Schüler für die Tätigkeit als Berufsmusiker und wirkte als Rockmusiker in verschiedenen Bands. Nach dem Abitur spielte er zunächst Tanzmusik in Spanien und war nach seiner Rückkehr unter anderem bei Prox und im Fusion-Funk-Jazz-Projekt Senora tätig. Er studierte am Robert-Schumann-Konservatorium Düsseldorf und der Pädagogischen Hochschule Rheinland (Neuss), der Musikhochschule Köln, und am kanadischen Banff Center of Arts, wurde aber vor allem durch Unterricht bei John Scofield und John Abercrombie geprägt. Während der 1980er Jahre trat er als Gitarrist der Christoph Spendel Group in ganz Europa auf und gründete seine eigene Band, mit der er sechs Alben veröffentlichte.

Fischbacher wirkte bei mehr als fünfzig CD-Aufnahmen mit, spielte zahlreiche Tourneen in Europa, Kanada und den USA und trat auf vielen namhaften Jazzfestivals auf. Dabei arbeitete er mit Musikern wie Danny Gottlieb, Mark Egan, Adam Nussbaum, Ohad Talmor, Marc Johnson, Michael Urbaniak, Joe Haider, Barney Willen, Steve Grossman, Curt Cress, Stu Goldberg, Hermeto Pascoal und Ronnie Barrage, Annie Whitehead, Béatrice Graf und Ingrid Jensen.

In den 80er Jahren tourt Fischbacher als Mitglied der etablierten Christoph Spendel Group durch Europa. 1984 erhält er mit seiner eigenen Combo, der Axel Fischbacher Group, den Preis der Deutschen Phono-Akademie für das Album „Rumba Ibiza“. Ende der 80er kommt die Zeit der Fernsehmusik. Fischbacher vertont ganze Serien („Sekt oder Selters“), er ist Komponist und Produzent von Film-, TV- und Schauspielmusik. Dann ruft die Schweiz. Kaum, dass er sich eingelebt hat – er spielt für das Musical „Little Shop of Horrors“ und lernt diverse Musiker kennen - nimmt Fischbacher 1992 einen Lehrauftrag an der Swiss Jazz School in Bern an. Zwischen 1992 und 1999 ist er Mitglied des Daniel Küffer Quartet. 1999 ist Fischbacher wieder zurück im Rheinland. Mit Stefan Rademacher, Kurt Billker und Frank Kirchner gründet er „Jazz Attack“. 2010 erhielt Axel Fischbacher einen Kompositionsauftrag der Stadt Hilden („The World is not a Disc“).

Einzelne Projekte führen Axel Fischbacher jetzt von Zeit zu Zeit mit den Gitarristen Philipp van Endert und Markus Winstroer sowie dem New Yorker Pianisten (und Namensvetter) Walter Fischbacher zusammen.

Seit einigen Jahren legt Fischbacher den Fokus seiner Arbeit auf hochkarätige Jazz-Sessions in kleinen Clubs. Daher hat er neben dem Capio-Jazz (Hilden) und der Jazzattack (Jazzkeller Krefeld) seine Blue Monday Reihe in Hilden etabliert. Hier improvisiert er alle 14 Tage mit Jazzmusikern. Axel Fischbacher ist außerdem Initiator und künstlerischer Leiter von Jazz-Workshops in Hilden.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für sein Album Rumba Ibiza wurde er 1984 mit dem Preis der Deutschen Phono Akademie ausgezeichnet. 1987 erhielt er den WDR-Stadtmusikpreis. Seine Musik für den Kurzfilm „Gänsehaut“ erhielt den Preis des Filmfestivals von Locarno.

Diskografische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]